| Artist: | Superhero Unit Studios |
| Album: | Superhero Unit |
| Year: | 2025 |
| URL: | http://superherounit.de/ |
| 0:00 | Intro |
| 7:00 | Warum dieser Film? |
| 15:56 | SECOND UNIT STUDIOS+ |
| 17:15 | Zusammenfassung in einem Satz |
| 17:38 | Filmbesprechung |
| 1:03:05 | Bedeutung für das Genre |
| 1:44:40 | Gehört der Film in den Kanon? |
| 1:45:39 | Nächste Sendung: Birdman [2014] |
Arne:
Warm labern und drin sein.
Christian:
Ist das das Stichwort?
Arne:
Nee.
Christian:
Warm ist ja noch niemand und drin a la Boris Becker schon lange nicht mehr.
Arne:
Flatrate alles, ne? Aber du könntest ja vielleicht dir einen motivierenden, augenzwinkern, cool slash uncoolen 80er-Song zur Motivation im Hintergrund anmachen und schauen, ob er dich so in ein warm, wohliges Gefühl versetzt, weil das tut ja schließlich Nostalgie. Und ich habe da irgendwie so eine ganz vage Ahnung, dass dieser Begriff in dem Film, den wir hier heute besprechen wollen, irgendwie eine Rolle spielen könnte.
Christian:
Das Thema Nostalgie meinst du? Musik? Tote Mamas?
Arne:
Zum Beispiel.
Christian:
Ja, ja, ja, ja, ja, ich bin da schon...
Arne:
Ein Rückblick auf die alte Heimat.
Christian:
Ja, ja, ja, ich merke das schon. Ja, vielleicht auch so eine kleine Exkursion durch die Entstehungsgeschichten des Universums. So in zwei Minuten abhandeln, um damit zehn Jahre Filmuniversum nachher irgendwie zu erklären und zu begründen. Vielleicht auch das...
Arne:
Maybe.
Christian:
Maybe.
Arne:
Wir werden sehen, was wir alles noch streichen. Es wird gut sein, da bin ich mir sicher. Ja, Tag Christian.
Christian:
Einen wunderschönen guten Abend, lieber Arne.
Arne:
Wie ist es ergangen an der Superheldenfront?
Christian:
Ja, sehr gut. Ich habe einen sehr fantastischen Film geguckt von einem großartigen Filmemacher, der auch sehr viel fürs Genre noch beitragen wird. Aber so weit sind wir noch nicht. Aber ich fühle mich pudelwohl. Im Jahr 2014, das MCU feuert aus allen Rohren und sprechende Waschbären, sprechende Bäume, bunte Space-Abenteuer und dazu noch einen, ich sag mal, Marvel-typischen Protagonisten. Also was will man denn mehr? Also ich hatte kein Popcorn auf dem Schoß, aber gefühlt war es sehr warm und sehr muckelig in diesem Film. Wie ging es dir denn? Haben wir den gleichen Film eigentlich geguckt?
Arne:
Ja, das hatte ich ja ursprünglich schon befürchtet, dass das nicht der Fall sein wird. Also, ich war jetzt im Vorfeld auch nicht irgendwie so, dass ich dachte, oh ja, er feiert den so wie alle anderen, da ziehe ich mir mal die Bandagen an. Es war eher so, als ich den mal damals gesehen habe. Und in interessanter Weise, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, es hat mich damals tatsächlich sowohl aufgrund des Buzzs als auch der Vermutung, vielleicht kommt da noch mal was Neues in dieses langsam sich abnutzende Blockbuster-Genudel und, einem von mir hier schon oft zitierten comic-enthusiastischen Freund, der mich vollgelabert hat, ich muss mir das unbedingt angucken, weil seine gesamten Ober- und Unterarme von den Guardians of Galaxy verziert sind. Wow, okay. Das für ihn dann natürlich irgendwie der absolute Moment war, dass die jetzt ihren Film kriegen. habe ich das sogar noch im Enough Talk mal besprochen, den Film. So, und ich war mir damals nicht so richtig sicher, ob ich, also ob es einfach so ein bisschen Opfer des Hypes war, weil meine Erfahrung ist, immer wenn man sich einen Hypes aufsaugen lässt, dann sitzt man hinten und sagt, meh.
Christian:
Blöd, doof, richtig, so schon gar nicht.
Arne:
Wäre das sich nochmal nachhören möchte, also wie der Film Enough Talk damals, das war in unserem ersten Jahr, 2014, da haben wir das Ding gegründet, wir haben den irgendwie relativ, der war dann schon fürs Heimkino raus, aber da haben wir den irgendwie relativ baldig dann auch besprochen, ich glaube Enough Talk 4 oder so kann das sein, irgendwie so, also so ein ganz, ganz, ganz, ganz frühes Ding, ja Enough Talk 7, genau, ich gucke es gerade nach, da haben wir viele Aspekte des Films so besprochen und ich weiß, das war damals noch mit meinem Co-Host René, wir waren beide einfach, Einfach so massiv underwhelmed von dem Film irgendwie. So haben einfach alle gehört, ja, hier, supergeil, und Marvel erfindet sich komplett neu und so lustig, du liegst am Boden und dies und das und jenes. Und auch nachdem ich den jetzt wieder geschaut habe, das ist so ein Film, also ich habe da kein Bedürfnis, da drauf zu hauen, weil ich schon so das Gefühl habe, dass alles, was da versucht wird, das geht schon in so eine sympathische Richtung.
Arne:
Aber, keine Ahnung, vielleicht bin ich nicht die Zielgruppe. Also mich lässt das alles relativ kalt für das, was es ist. Also sehr, sehr kalt. Und bei anderen Filmen, wie zum Beispiel diesem unsäglichen zweiten Tor oder das werden wir dann auch noch bei Civil War erleben, da habe ich wirklich, wirklich das Gefühl, ich möchte diesen Mist, den ich da gesehen habe, in der Luft zerreißen, weil es einfach so leerer Dünnschiss ist. Aber das war jetzt bei dem Film nicht so, also es war eigentlich es ist ja so eine ganz niedliche Space Opera eigentlich, die schon so vieles ganz, ja irgendwie sympathisch macht, nur bei mir, also auch jetzt wieder, ich war sehr gespannt darauf, wie das eben mit 10 Jahren oder 11 Jahren mehr auf dem Tacho und dieser ganzen Beschäftigung über Superheldenfilme die wir hier machen, plus was sich seitdem natürlich geändert hat auch diverses da Guardians, Volumes, die ich gelesen habe oder Rocket Raccoon Solo Editions, die ich gelesen habe und so weiter und so weiter plus zig Marvel Kram, wo die dann natürlich auch alle auftauchen. Und trotzdem saß ich jetzt erstmal wieder so achselzuckend da und denke so ganz nett. Also wahrscheinlich netter als das, was sonst in der Zeit so rauskam, aber ich kann da nach wie vor einfach nicht in die Begeisterungsstürme einsteigen. Aber ist auch nicht so, dass ist ja alles totaler Mist und ich glaube, ich konnte andere Sachen als damals, oder ich habe.
Arne:
Manches, was ich damals noch gar nicht so gesehen habe, was hier zumindest versucht wird, glaube ich, jetzt schon eher noch wertgeschätzt. Das ist, glaube ich, was, was dazugekommen ist, durch diese Auseinandersetzung dessen, was wir hier tun mit den Filmen, mit dem Genre und so weiter. Genau. Ich merke gerade, es wäre klug, wenn ich auch mal auf Aufnahme drücke. Naja, fehlen fünf Minuten, du hast ja beide Spuren, ne?
Christian:
Ich hab dich, keine Sorge. Du bist mein Infinity Stone, ich bin das Gauntlet und Thanos in einer Person, du entkommst mir nicht.
Arne:
Okay, ja, also Erwartung war, joa, mal gucken, joa und alles weitere besprechen wir jetzt, glaube ich.
Christian:
Ich will noch, bevor es auch richtig reingeht, noch einen kleinen Hinweis geben, also nochmal so ein bisschen in diese Zeit auch zurückversetzen von eben 2014, als der Film rauskam. Beziehungsweise so 2012, als es auch so richtig losging mit der Produktion. Ich hatte nochmal ein bisschen nachgeguckt. Also ich glaube, die Ideen für den Guardians of the Galaxy Film waren auch schon vorher da. Da kommen wir vielleicht am Ende auch noch ein bisschen drauf zu sprechen. Also da wurde eigentlich schon so ab 2009 mit rumgespielt mit der Idee und als das MCU dann auch wirklich ins Rollen kam. Entscheidend ist, dass dieser Film so 2012 in Produktion ging und das war ja noch so die Zeit, bevor Disney auch Star Wars besessen hat und das war auch noch so die Zeit wo Disney auf der Suche nach Star Wars ohne Star Wars war vielleicht erinnerst du dich an den Film John Carter der 2012 auch ins Kino gekommen ist Leider.
Arne:
Erinnere ich mich daran.
Christian:
Ich fand den ja immer noch andere Diskussion aber das war wirklich so dieses, hey, Disney hat Bock auf so eine Space Opera, so ein bisschen Fun Adventure in Space und mit so einer, ich sag mal.
Christian:
Explosionsartigen kreativen Welt, wie eben bei Star Wars. Jeder Planet irgendwie anders, überall irgendwie crazy Kostüme, Farben, Bunt, Action, alles so in dieser Richtung. Und da kann ich mir vorstellen, ist, Also haben die Guardians auch nochmal so an Fahrt gewonnen, auch in Produktion zu gehen. Weil wir, hatte ich ja letzte Sendung auch schon ein bisschen angedeutet, so das, was du jetzt auch gerade, du hast schon so diesen Buzz, als das alles dann Fahrt aufgenommen hat. Aber im Vorfeld gab es durchaus große Skepsis gegenüber den Guardians, ob das überhaupt funktioniert. Es hieß auch irgendwie, James Gunn liefert den ersten Flop im MCU. Das kann ja gar nicht funktionieren. Sprechender Baum, sprechender Waschbär. Was soll der ganze Quatschkram? Und dann werden wir noch diskutieren, was wir davon halten, aber das Ganze geht ja schon auch irgendwie, finde ich, so vom Vibe her in Richtung Star Wars, in Richtung, Space Adventure und wir verlassen die Erde ja auch sehr schnell und sind halt eben sehr stark auf einer, Seite im Cosmic MCU unterwegs und haben gar keine großen Bezüge zum Rest auch des MCU und das fand ich nur, also das wollte ich nur nochmal so dazusetzen, dass wir eigentlich auch, also ja, der Film ist 2014 rausgekommen und dann hat er eben Disney auch schon Star Wars zwischenzeitlich eingekauft und in halt super, Produktionsmodus versetzt, aber ja, ich glaube, ich glaube, dass die Guardians ähm.
Christian:
Dadurch nochmal ein Grund mehr haben, irgendwie auch zu existieren und auch, dass Marvel auch dieses Risiko eingehen durfte, eingehen konnte unter dem großen Disney-Overlord, den sie ja mittlerweile eben auch zugehörig sind, dann eben auch diesen Film irgendwie machen zu können. Und umso interessanter, dass es dann eben auch James Gunn geworden ist, der dieses, ich sag mal, eher obskure Ding dann auch machen konnte und durfte. Über den hatten wir ja auch schon mal ein bisschen gesprochen, werden wir am Ende sicherlich auch nochmal machen.
Arne:
Also da weißt du jetzt wahrscheinlich mehr als ich und man ist so verleitet zu denken, naja gut, Figuren, wo Leute sagen, das kann eh nicht funktionieren und das fährst du doch alles an die Wand etc. Das ist doch eigentlich nur der Start des MCUs nochmal. Nehmt doch eure komischen obskuren Figuren aus euren Comics, die keiner interessiert, macht das und plötzlich chartet es durch. Aber die Vorzeichen sind natürlich noch sehr anders. Disney-Übernahme ist eine andere Welt als Paramount damals, da hast du recht.
Arne:
Und ich weiß nicht, ich könnte mir vorstellen, deswegen sage ich, da weißt du sicherlich mehr als ich, dass als das hier dann funktioniert hat, dass dann glaube ich endgültig für eine Zeit lang so eine völlige Narrenfreiheit in dem, was sie da gemacht haben, eingesetzt haben. Also das könnte ich mir so vorstellen, weil also genau das, was du beschreibst, das wird ja rückwirkend auch immer so gesagt, so ja, dieser ganze Bruch mit dem, was man vorher gemacht hat, da gab es schon einige Leute, denen das einfach zu heikel war, die dann eben gedacht haben, was, wenn wir da nur 250 Millionen Dollar dran verdienen und nicht die halbe Milliarde, die wir eigentlich plus machen wollen damit. Haben ja die Zahlen dann die Hater absolut eines Besseren belehrt, der ist ja irgendwie, keine Ahnung noch unter 200 Millionen produziert das gleich nochmal an Marketing drauf, 750 Millionen oder so eingespielt, also, massiver Hit irgendwie da im MCU, naja und.
Arne:
Also keine Ahnung, wie stark, da kannst du vielleicht ein bisschen was zu sagen, wie stark diese Gesamtrichtung und alles, was da passierte, eben auch durch Kevin Feige etc. Überhaupt zu der Zeit dann schon so als denjenigen, der die Zügel in der Hand hält, fest im Sattel sitzt und genau sagt, hier geht die Reise hin, dann auch schon gestaltet war. Das weiß ich halt alles nicht, aber das war jetzt hier und das ist eben das so, was ich vorhin auch meinte, wo mir aufgefallen ist, was man hier versucht hat und was sich im Vergleich zu dem sehr, sehr einheitlichen vorherigen MCU dann eben auch zumindest anders aufstellt, das ist schon teilweise sehr, sehr off und sehr weit weg und wählt, naja, in sehr vielen Aspekten, die wir noch diskutieren werden, auch einen anderen Ansatz. Und deswegen meine ich, nachdem das funktioniert hat, musst du sagen, ob man dann so ein bisschen so diese Wild-West-Mentalität bekommen hat. Okay, das hat funktioniert, jetzt funktioniert alles, lass einfach hier den und den machen und dann wird das schon. War das so?
Christian:
Ja und nein. Also ich kann mich erinnern, dass halt Kevin Feige, glaube ich, damit gedroht hat zu kündigen im Rahmen von Avengers Age of Ultron, weil wir immer noch in diesem Konstrukt sind, dass Marvel von Disney gekauft wurde und Marvel Studios immer noch über dieses Creative Committee in New York gehen musste. Das New York Office von Ike Perlmutter, der Trump-nahe Penny Pinscher.
Christian:
Der Marvel da aus dem Bankrott geholt hat, der hat halt immer noch relativ viel zu sagen und dann kommen eben immer noch solche Geschichten wie, Black Panther und Black Widow und Captain Marvel machen wir nicht, weil wir brauchen die White Guys in den Hauptrollen, das alles andere verkauft kein Spielzeug und also ganz so die, ich sag mal, die Narrenfreiheit war da noch nicht, aber ich glaube, Und rückblickend, dass so ein Ding wie Guardians of the Galaxy und vor allem der Erfolg von Guardians of the Galaxy, also der Flop war schon quasi heraufbeschworen, bevor das Ding ins Kino kam und als dann eben das genaue Gegenteil passiert ist und wir auch so ein, ich sag mal so ein, also wir haben ja eben auch schon so ein Fahrtwind aus der ersten Phase MCU hinter uns. Also wenn der Film direkt nach Iron Man rausgekommen wäre, dann hätte der wahrscheinlich auch noch mal deutlich weniger eingespielt als jetzt, als nach den Avengers und Marvel Studios so als Hype und Qualitätslabel irgendwie auch drauf. Das hat schon auf jeden Fall Schwung mitgenommen, diese anderen Sachen. Aber es ist noch nicht ganz auf dieser, ich sag mal, auf dem Höhepunkt und auch auf dieser Narrenfreiheit angekommen. Ich glaube, da sind wir dann nachher eher ...
Christian:
Infinity War, Black Panther, Captain Marvel, Endgame, so das, was zwischen 2018 und 2019 passiert, weil dann ist Kevin Feige nur noch irgendwie dem Disney-Studio-Chef untergeben, also die Hierarchien sind anders sortiert und dann haben wir sozusagen Home Run nach Home Run nach Home Run, der geschlagen wird und jetzt ist es eher noch so auf dem Weg dahin, so würde ich es mal irgendwie formulieren. Aber klar, das Ding hat auf jeden Fall auch dazu geführt, dass glaube ich dann irgendwie Kevin Feige da nachher die Hoheit bekommen hat und eben eher dann die andere Abteilung degradiert wurde. Also das Problem wurde ja so gelöst, dass eben Marvel Studios sozusagen aus Marvel rausgeholt wurde und dann eben Disney Studios direkt unterstellt wurde, dass sozusagen diese Inner-Hierarchie innerhalb dieser ganzen Konglomerats-Filmierung so ein bisschen aufgebrochen wurde und eben gesagt wurde, pass mal auf. Also weil Kevin Feige hat tatsächlich damit gedroht zu kündigen irgendwie rund um Edge of Ultron, weil eben da die Penny Pinscher in New York ihm da irgendwie ständig noch reingeredet haben und ja.
Christian:
Und er da auch zwischendurch irgendwie keinen Bock mehr hatte und halt eben diesen ganzen Battle halt gewonnen hat. So, das werden wir aber dann später in den späteren Sendungen auch nochmal ausführlicher besprechen.
Christian:
Lass mich noch ganz kurz einmal ganz tief Luft holen, bevor wir umschwenken in die konkrete Filmdiskussion, weil ich will mir ja angewöhnen, hier auch diesen kurzen Marker zu setzen. Denn wenn ihr das hier hört, ihr könnt das hier unterstützen. Ihr könnt mit einem Abo der Second Unit Studios Plus hier auch Bonus bekommen, früher bekommen, mit Kapitelmarken und eben auch eigenen Zusatzproduktionen, die halt alle unter dem Label der Second Unit Studios laufen, wie eben auch dieser Podcast. Und das Ganze könnt ihr mit einem kostenpflichtigen Abo unterstützen. Das Ganze läuft über Steady. Ihr findet aber auch alle Links auf secondunitstudios.plus. Und das machen sehr viele Leute, die nicht nur Bonus bekommen, sondern eben auch noch ganz besondere Danksagungen von mir bekommen. Das mache ich an dieser Stelle und wie immer sehr gerne. Danke an Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger, Thomas und Markus. Wenn ihr auch hier genannt werden wollt und oder Bonussachen haben wollt, klickt euch einfach durch auf secondunitstudios.plus und da findet ihr alle Übersichten, da findet ihr auch alle Links und dann könnt ihr ein Abo dalassen und ein bisschen Kohle rüberschieben und kriegt auch noch was dafür. Vielen, vielen Dank an Anne.
Arne:
Wir stehen auf Kohle.
Christian:
Yes, wir sind da genauso wie sagt man, uneigennützig wie Marvel, um wieder zurück zum Thema zu kommen.
Christian:
So, und dann hole ich nochmal ganz kurze Luft, weil ich versuche ja immer diesen Film in einem Satz zusammenzufassen. Ich hoffe, du hast diese Zusammenfassung noch nicht gelesen. Ich bin ein kleines bisschen stolz auf mich. Passen Sie auf. James Gunn bereichert das MCU und macht nicht nur Chris Pratt zum Star, in Klammern Lord.
Arne:
Ja, I get it, I get it. Das wäre schon mal so die erste Frage, wenn man so in den Zeitgeist zurückspringt. Ich habe mich auch gefragt, wie populär der denn eigentlich schon vorher war. Also ich weiß halt, dass Parks and Rec irgendwie eine mega Fanbase hat, was aber ja sogar noch lief, als Guardians kam. Und alles andere, was er vorher so gemacht hat. Also am Anfang war das, glaube ich, viel so Hollywood-Comedy-Rom-Com-Quark und er so Schrott. Und naja, dann irgendwie ist er in diese Schiene hier gekommen und was dann kommt, ist jetzt mit den Jurassic-World-Filmen und Passengers und so weiter auf jeden Fall in der gleichen Kategorie, die man mit Schrott taggen könnte anzusiedeln, aber er ist halt deutlich populärer geworden. Ich weiß das nicht. Also so Filme wie Jennifer's Buddy oder Moneyball, das sind so Sachen, von denen hat zumindest jeder schon mal gehört.
Christian:
Also, ich kann mal kurz rekapitulieren, es war doch so, dass im Vorfeld, da weißt du glaube ich wieder mehr als ich, er war doch in diesem Catherine Bigelow Film Zero Dark Thirty glaube ich dabei, noch gar nicht weiter groß, aber da hat er eben so diese große Körpertransformation schon für gemacht. Da gab es dann halt irgendwie zwischendurch den obligatorischen, das obligatorische Selfie aus dem Gym. Ja, alles irgendwie runtergerockt und aufgepumpt und aus dem lustigen kleinen Dicken von Parks and Rec ist auf einmal irgendwie der Bodybuilder geworden. Ich kann mich noch erinnern, das Zitat war irgendwie, guck mal, was ein halbes Jahr ohne Bier irgendwie so bewirken kann. Und dann irgendwie die aufgepumpten Arme, der aufgepumpte Oberkörper, den wir ja hier auch wieder oben ohne sehen im Film. Ich erinnere an unsere Wolverine-Ausführung. Also wir sind halt irgendwie auch in dieser Zeit, wo immer noch die Körper auch gezeigt werden. Aber ich meine, also das ist jetzt nur meine Erinnerung, ich habe das jetzt nicht nochmal nachrecherchiert, aber das war doch so, dass er dann auf einmal, ich glaube nicht lange, ich habe den Film auch gesehen, Zero Dark Thirty, da irgendwie auch als so ein, wie heißt das, so ein Sondereinsatzkommando, Army Man, irgendwie auf einmal so diesen Tough Guy, ein bisschen auch robuster irgendwie. dann Guardians.
Arne:
Ich habe gerätselt, ich habe mir eben die Filmografie hier angeguckt, war er derjenige, der Jessica Chastain's Figur da eben auch zeigt, dass sie da absolut nicht zimperlich sind und da irgendwie zu, äh weiß ich nicht genau, Crustcore oder Powerviolence oder was da für Mucke läuft, irgendwie da den Typen da irgendwie waterboarden und also war er der? Ich weiß es nicht mehr genau.
Christian:
Ich weiß es auch nicht mehr genau. Es ist zu lange her, dass ich den Film gesehen habe. Ich glaube, irgendwie Wie stand er da in Militäruniform und hat sie da irgendwie, glaube ich, aus dem Hubschrauber irgendwie begrüßt? Also ich kann mich nur an dieses Tough Guy... Navy, was auch immer, Militärding da irgendwie erinnern, wo ich auch so dachte, was ist aus Chris Pratt geworden? Also da wusste ich schon mit Guardians, also ich habe den halt viel später gesehen in den Filmen, aber es war so, was macht der in dieser Rolle und was ist hier los? Und dann kam eben Guardians raus und deswegen so diese Anspielung, also mit Guardians of the Galaxy ist Chris Pratt zum Star geworden, Punkt. Das kann man völlig wertlos sagen.
Christian:
Viele würden sagen leider, viele andere sagen, gut so, aber ich habe auch jetzt vorhin noch ein Interview gesehen, wo er irgendwie auch gesagt hat, nach Guardians of the Galaxy musste er nie wieder ein, wie heißt das hier, ein Casting machen. Sondern wurde halt immer direkt in die Rollen, also er musste kein Audition vorsprechen. Er musste nie wieder für eine Rolle vorsprechen, sondern ist halt direkt irgendwie in die Rollen gecastet worden, weil er war halt bekannt. Und wie du sagst, dann kam ja eben auch noch Jurassic World irgendwie ein Jahr später und das war ja dann so eigentlich dieser One-Two-Punch von okay und dann war der Typ irgendwie in nahezu jedem Film irgendwie gefühlt immer der gleichen Rolle, irgendwie so ein bisschen Star-Lord-mäßig, Peter Quill-mäßig. Ähm, aber muss ich auch jetzt wieder hier sagen ich finde das passt, ich finde das funktioniert, man kann sehr viel Kritik üben an Marvel, an der Rolle ist das nicht wieder der fünfte Abklatsch von Tony Stark irgendwie so ein egozentrischer, auf sich fokussierter, selbstbezogener äh, funny white dude, der eigentlich überhaupt nicht in diese Rolle des Weltretters gehört, sondern die Kompetenz steht wieder direkt neben ihm, alle anderen sind wieder viel besser als er, so.
Arne:
Also da springe ich mal rein, bei aller Kritik, die ich auch vielleicht immer, schon gegen das Marvel-Writing noch gar nicht so prominent hervorgebracht habe, aber in Zukunft hervorbringen werde. Ich finde schon, dass der sich von den ganzen anderen Chrissen, die es da so gibt, wir haben ja die Chrissen jetzt einmal hier kompletiert, dass er sich da, also seine Figur sich da schon abhebt. Also das ist schon was, wo man sagen muss, dass in den Grundzügen sie das gut hingekriegt haben. Also Tony Stork irgendwie der komplett self-obsessed Billionaire-Guy, der eben zwar schon das Herz irgendwie am rechten Fleck hat, aber irgendwie völlig von sich überzeugt ist. Und er hier ist eigentlich eher so der, ich weiß auch nicht, der also generell, das ist eine Aussage, die kann ich auch jetzt schon mal machen. Ich habe in dem Film das Gefühl, das Setting oder das Setup ist schon in die Richtung gedacht, dass er eben versucht, die Uncoolness eigentlich so ein bisschen zu zelebrieren und natürlich ist es immer fragwürdig, wen man dann in solche Rollen dann castet und dann hier eben den perfekt durchgejackten Hollywood-Typen, der irgendwie marklos aussieht, aber so in seinem ganzen Auftreten, er ist ja total unperfekt und er ist irgendwie von sich überzeugt, aber ich glaube nicht so bis ins Letzte, also im Kern weiß er eigentlich, er verkackt schon ziemlich ordentlich und windet und wuselt sich da so durch.
Arne:
Tritt halt eben entsprechend selbstbewusst auf oder, also Aber irgendwie auch selbst ironisch und so mit einem guten Humor in Bezug auf sich selbst auch. Und ich finde, das hebt ihn schon total. Also ich meine, Captain America, völlig anderer Charakter. Dann hast du diesen bisschen tumpaufbrausenden Thor, der auch eine ganz andere Nummer ist. Und er hier ist eher so, das ist so einer der ersten Aspekte, wo ich sagen würde, dass so ein bisschen so diese Uncoolness in was Cooles gedreht werden soll. Und deswegen sehe ich ja eigentlich fast eher so mit seinem Walkman und seiner 80s-Mucke, für die er dann eben so seine Nostalgie hat und die Jobs, die er macht und irgendwie sich da so rauswindet, aber es läuft nie so, wie es soll und er ist halt nicht der Typ, der perfekte Dinger plant und perfekt irgendwo aus der Nummer rauskommt, sondern der immer irgendwie so gerade noch auf die Füße fällt.
Arne:
Das ist schon ganz anders und da finde ich, also das macht der Film dann ja auch weiter, dass er, diese, nennen wir es mal dieses Uncoole versucht so zu drehen also eigentlich so ein bisschen das, was haben wir auch schon diskutiert was mit diesem Nerdbegriff in den letzten 20 Jahren so passiert ist, früher war der Nerd halt wirklich der picklige Typ mit der Zahnklammer, der irgendwie programmieren konnte oder, Dungeons & Dragons gespielt hat und der Nerd ist jetzt was coolen geworden und hier ist es dann auch irgendwie so, Kern vielleicht eigentlich eher so der nerdige, nostalgische Typ, der es nicht so richtig auf die Kette kriegt, aber dann so über sich selbst hinaus wächst. Und klar, also die Rahmenbedingungen sind ganz anders, als irgendjemand das auf der Erde tun würde. Aber da ist es dann eigentlich auch schon wieder eine relativ starke Origin-Story im Vergleich zum Beispiel zu einem Thor, der halt einfach ein Gott ist und draufhauen kann, sondern der hat halt also allein schon vom Writing, wie es losgeht mit dem frühen Tod der Mutter und dann wird man halt von irgendeinem Raumschiff entführt und den Weltraum mitgenommen. Da sind halt erstmal andere Startbedingungen und so gewisse Hürden, die schon stärker reinhauen. Es ist ja auch sehr, das finde ich sehr gut, wie reingeschrieben ist, wie diese Callbacks über die Musik, wobei das diskutabel ist. Also bei dem Film hier mag ich das mit der Musik generell noch. Das hat halt so eine ganz, ganz schlimme Welle losgetreten. So dieses ach, gibt es nicht noch irgendeinen.
Arne:
Vermeintlich uncoolen, den wir jetzt cool machen, 80s oder 90s Song, den wir irgendwie für den super darken, was weiß ich, Trailer benutzen können und das halt also sowieso ein bisschen für die Audience fresh machen.
Christian:
Wie wär's mit Bohemian Rhapsody und vielleicht machen wir das dann in den Trailer rein und das kommt gut an und dann machen wir den ganzen Film irgendwie nochmal so wie den Trailer, obwohl das gar nichts mit dem Film zu tun hat, aber die Guardians haben so...
Arne:
Was klingelt da?
Christian:
Es kommt auch darauf hinzu.
Arne:
Naja, aber will sagen, also ich finde die verschiedenen Hauptcharaktere unterscheiden sich hier schon relativ stark, haben auch ganz andere Startbedingungen und.
Christian:
Also da muss ich mal ganz kurz reinspringen, weil ich bin da durchaus auch bei dir, also ich sehe so beide Seiten der Medaille, man kann da schon auch irgendwie, es ist irgendwie trotzdem so dieser Marvel MCU, sag ich mal Protagonist oder das ist schon auch irgendwie so ein ich sag mal so ein, ein Grundtypus irgendwie.
Arne:
Aber das beschreibt ja auch den ganzen Film. Es ist vieles irgendwie so ein bisschen anders gemacht, es ist aber trotzdem halt irgendwie dieser Marvel MCU-Kram. Ich wollte nämlich gerade sagen.
Christian:
Vielleicht ist Star-Lord Peter Quill, also hier ich würde die Kritik dann wieder abfedern und sagen naja, aber vielleicht ist es eher auch so ein bisschen der Anker, weil der ganze Rest halt in meinen Augen in diesem Ensemble ganz anders funktioniert. Also so er ist noch der konventionellste Protagonist und Marvel-Typ, während halt Rocket und Groot und Rex und Gamora irgendwie ganz anders im Vergleich zu den anderen und im Vergleich eben auch zu Peter Quill irgendwie sind. Und das macht es dann wieder als Team umso interessanter, dass eben so ein Peter Quill sich dann halt auf einmal mit diesem kleinen, gesprächigen und auch sehr zynischen, Waschbär irgendwie noch beschäftigen muss und irgendwie als Familiegruppe Sea Avengers irgendwie zusammen kommen muss und dass die das ganze Universum eben nicht nur mit immer feste Druff und irgendwie Rakete in Space strahlen und zurück und sondern halt mit einem Dance-Off und einer fetten Umarmung und alle halten sich die Hände und with the power of love irgendwie das Universum retten, das finde ich dann halt wieder sehr großartig, also ich sehe da beides, ich sehe die Konvention und ich sehe auch ganz viele Brüche mit Konvention und bin deshalb, auch sehr happy mit dem Film.
Arne:
Punkt. Ja, und das ist das, was ich sage. Ich sehe das auch. Das ist vor allem, wenn man die ganzen anderen Sachen etwas präsenter hat, völlig klar, in welche Richtung das auch geht. Und ich finde es auch gut, dass es so gemacht wird. Das ist, was ich sage. Ich bin dem Film in nix irgendwie böse. Das holt mich einfach nur, glaube ich, bei weitem nicht so doll ab wie manch andere. Was aber einfach auch an der generellen Art des Films liegen kann. Und generelle Art meine ich jetzt nicht nur auf Superhelden, Filmen, Marvel und so weiter, sondern es ist immer was, wo alle Leute mich mit großen Augen angucken und irgendwie, weiß ich nicht, mehr glaube ich attestieren wollen. So im Vergleich, kennst du diesen Talkshow-Ausschnitt, wo irgendwo in den 90ern in Saudi-Arabien ein Typ in einer Talkshow sagt, er zweifelt an, dass es einen Gott gibt und literally die ihn dann irgendwie von den Typen mit weißen Jacken quasi in einer Zwangsjacke da abholen lassen, weil es einfach irgendwie so ein Affront ist.
Christian:
Pure Blasphemie.
Arne:
Ja, vor allem, sie halten ihn wirklich für geisteskrank, weil er das halt sagt, wo ich halt sagen muss, es ist so ein geiler Ausschnitt, weil es müsste halt genau andersrum sein. Also Default, finde ich, sollte erst, es geht für zu weit, sollte erstmal Atheismus sein und geisteskrank ist eigentlich etwas, was man in keinster Weise irgendwie erklären kann, als so gesetzt zu dem. Egal. So und immer wenn ich sage, mich interessiert halt Star Wars überhaupt nicht, dann werde ich halt so angeguckt, wie der Typ in der Sendung. So klar, ich habe das als Kind auch geguckt und habe da auch mit großen Augen gesessen. Ja. Es hat sich einfach meine generelle filmische Präferenz so weit von dieser Art Film wegbewegt, dass ich auch, wenn ich jetzt Episode 5 gucke, dann finde ich das irgendwie ganz nett und das ist in keinster Weise so, dass ich irgendwie da jegliche Form von Gräuel hege, weil ich ganz klar sehe, dass alles, was heute an Blockbustern scheiße ist, damals größtenteils noch nicht scheiße war. So und das sind Filme, die mit Herz gemacht sind und genau das ist eigentlich für mich immer so der Main Qualifier, ob irgendwie ein Film für mich funktioniert oder nicht aber diese ganze Space Opera Nummer, das holt mich einfach generell nicht so richtig ab und ich habe das vorhin schon so rausgehört, als du meintest ja Marvel war ja vorher schon irgendwie quasi so oder Disney war ja schon so auf der Suche nach ihrem Star Wars und so das ist ja was, was für ganz viele Leute so ein.
Arne:
Ziel ist, auf das man unbedingt hinarbeiten muss, weil man diesen Vibe irgendwie treffen will, weil der einfach für wahrscheinlich Milliarden von Menschen die ultimative Erfüllung ist. Und da gibt es natürlich hier unglaublich viele Bits, die genau in die Richtung gehen. Und du hast das schon richtig beschrieben. Also Planeten mit verschiedenen Rassen und verschiedenen Architekturen und verschiedenen Vibe und das schwebende Gefängnis mitten im Weltall und dann fliegen wir nochmal in den Quadranten und dann passiert das plötzlich und hier ist Nova Prime und will in einer Hochglanzstadt irgendwas machen. Das sind ja genau auch diese Kulissen, Szenen und Ortswechsel, wo so früher in Space hattest du sowas bei Star Wars, real hattest du sowas bei James Bond und das waren halt genauso diese nächste Aspekte, also in Star Wars die Space Opera und in Star Wars auch, was dann bei James Bond quasi auch die reale Entsprechung war, auch immer dieser Abenteueraspekt oder Indiana Jones, so Kulissenwechsel von Ort zu Ort. Viel visueller Input, viel visuelle Concept Designs, die irgendwo so durchgeschlagen sind und der Formel folgt der Film ja sehr stark und das ist natürlich auch für Marvel MCU was ganz anderes, weil ja bis jetzt wir.
Arne:
Es wäre jetzt ja Quatsch zu sagen, wir haben nur ein Erd-Setting gehabt, weil wir hatten Asgard und wir haben in Avengers diese Griffe in Richtung Space und dann tut sich da irgendwie das Tor auf und dann kommen da diese, wie hießen sie, Centauri?
Arne:
Die kommen dann da angeflogen. Also wir wissen halt, da gibt es im Universum noch mehr als unsere Superhelden hier auf der Erde. Und auch diese Geschichte mit den, waren es Six oder Nine Realms bei Thor? Ich weiß das jetzt nicht mehr.
Christian:
Ich weiß das auch gar nicht mehr aus dem Kopf, ja.
Arne:
Also da wird ja auch ganz, also sich... Alter Mythologie aus den nordischen Sagen bedient. Das haben wir ja bei Witcher genauso, wie es bei Thor ist, dass dann irgendwann die Welten im Einklang sind und da passiert irgendein krasses Event. Also wir wissen, da gibt es noch viel mehr Mythologie um die Erde rum. Und das hier ist ja jetzt der Film, der das Universum wirklich krass öffnet in diese Richtung. Also wir hatten das Erd-Setting jetzt rein auf der Erde mit Iron Man, Cap'n Hulk, Fantasy-Auswüchse in dem Kosmik-Teil der Avengers, sag ich jetzt mal, und Thor. Aber jetzt haben wir Space Opera, jetzt haben wir plötzlich nur am Anfang so einen ganz kleinen Bezug zur Erde, der uns erklärt, warum da überhaupt halt Menschen einfach rumrennt und das war's dann. Und dann natürlich weltliche Bezüge über Musik, weltliche Bezüge über Walkman, über Nostalgie, über diesen Blick zurück von ihm, aber wir sind im Weltall, es gibt hunderte, tausende, Millionen von Galaxien, irgendwelche Herrscher, die im luftleeren Void in irgendeinem Thron sitzen, die wir bis jetzt eben auch nur angeteast bekommen haben und, und, und, und.
Christian:
Und der Kollektor und die Lissen.
Arne:
Ja, genau. Ist ja jetzt in einer Art und Weise, zu unendlicher Weite und unendlichem Ideenreichtum, Input und einer Spielwiese auch für alles, was da passieren kann, dann geöffnet. Ja, was einfach krass ist. Das ist ja auch bei den Comics, es gibt das Space Universe und das Erd-Universe und tausend Paralleluniversen und so weiter natürlich auch noch dazu, aber Aber diesen Split, den haben wir jetzt hier erstmalig gemacht und das ist natürlich was wirklich Neues auch fürs MCU und, und das finde ich wieder wichtig, weil wir ja in einer Superhero-Unit sind, Space Opera hat natürlich irgendwie auch Anleihen, klassische Heldenreise und so weiter, aber wir sind ja in diesem Superhelden-Sujet und dann ist natürlich auch die Frage... Jetzt bildet sich hier nach den Avengers quasi so on the fly in einem Film, was vorher irgendwie fünf vorbereitende Filme gebraucht hat, das nächste Ensemble und erlebt halt so ein Space-Adventure, Space-Opera-Abenteuer. Wie kriegen wir das denn eigentlich mit Superhelden-Thematiken noch aneinander getackert? Und da sind ja spannende, spannende Dinge.
Christian:
Arne, ich könnte jetzt in Star Wars Metaphern sprechen, aber das würde, glaube ich, an dir vorbeizischen. Ich liefere dir Chefskiss in deine Richtung. Es ist fantastisch. Die letzten fast zehn Jahre haben sich gelohnt. Aus dem Schüler ist er Meister geworden. Genau das ist, genau das müssen wir alles noch aufmachen. Aber ich will es nur noch mal unterstreichen. Das ist ganz, ganz wichtig, was du gerade gesagt hast, dass wir das Cosmic MCU jetzt hier aufmachen und eben, ich hab da auch viel drüber nachgedacht, eben nicht wie bei Thor, erinnere dich, 2000, was war das? 2011, glaube ich, war der erste Thor 2010, ich muss nochmal nachschauen, der erste Thor 2011, genau, mit Captain America 2011. Der war ja noch sehr, ich sag mal, vorsichtig. Ja, wir haben da dieses Asgard und wie du sagst und diese ganzen Nine, Seven, 3000 Realms und Aber wir holen das erst mal zurück auf die Erde. Wir machen die Fish-out-of-Water-Geschichte. Wir stellen dem wunderschönen Chris Hemsworth die wunderschöne Natalie Portman daneben, damit das alles als Romance funktioniert. Das war ja noch sehr konventionell alles. Da hatte ich so das Gefühl von, man traut sich halt noch nicht so ganz in diese Richtung zu gehen. Und dann, das ist auch so ein bisschen, vielleicht noch mal eine andere steile These. Wir sind jetzt im Jahr 2014 und.
Christian:
Wir sind so das erste Mal locker seit den Avengers, vielleicht auch noch irgendwie so davor, das erste Mal auch wirklich so komplett innovativ, wie du sagst, losgelöst, für sich stehend, aber auch komplett neu im MCU unterwegs. Wir hatten ja eben Iron Man und wir hatten Hulk und das hat sich so schnell alles irgendwie miteinander schon verbunden, dass ja auch schon bei Thor.
Christian:
Nee, wie war das noch, der Hammer von Thor, der war doch irgendwie im zweiten Iron Man schon im Abspann, also dass die so stark auch aufeinander hingearbeitet haben, immer mit diesen kleinen Vorverweisen und Rückverweisen und Avengers bringt zusammen. Und seit Avengers 2012 haben wir jetzt nur Fortsetzungen gehabt mit Iron Man 3 und Thor 2 und jetzt das erste Mal mit Guardians so ein Film, der halt nicht nur gar nichts mit den anderen zu tun hat, sondern eben darüber hinaus auch noch nichts mit der Erde zu tun hat und oder nahezu nichts mit der Erde zu tun hat außer diesem Prolog und uns halt so krass ins Weltall wirft und auch so weit weg bringt. Und das ist eben auch das Spannende, Faszinierende, Interessante, dass es bis zu Infinity War dauern wird. Vier Jahre wird es noch dauern, dass die Guardians überhaupt zum Rest irgendwie geholt werden. Also, dass es da so andockt. das, ne, und ich erinnere mich auch noch an den Trailer-Moment, wo irgendwie, ich weiß gar nicht mehr, wer das irgendwie war und warum, aber irgendjemand steht da so vor den Guardians, die irgendwie auch in so einem Hero-Shot irgendwie so umeinander gruppiert sind, auch so nach dem Motto, wer zum Teufel seid ihr eigentlich? So. Und wir als Fans natürlich, oh, die Guardians das erste Mal vor, Tony Stark, krass, was wird da passieren in einem Film, so. Und hier, also das meine ich auch so ein bisschen vorhin mit diesem, da beginnt dieses Selbstbewusstsein, so dieses.
Christian:
Der Film geht das erste Mal irgendwie so seit vielen Filmen in meinen Augen sehr selbstbewusst weg von dem Rest und stößt dieses Kosmic-Ding halt eben so auf. Du hättest ja auch den halben Film irgendwie noch Rückbesendung zur Erde, die fliegen irgendwie am Avengers-Watchtower vorbei und Iron Man läuft fünfmal wieder durchs Bild und Captain America wieder zehnmal und das ist ja alles gar nicht passiert, das finde ich halt sehr krass.
Arne:
Einer der Aspekte, die mir einfach da, die mir dann zu dem gehören, was der Film für mich definitiv auf der Habensseite hat. Ähm, Dieses, was das betrifft, und wir reden hier über fast 200 Millionen Dollar, Produktionskosten und so weiter, da spielt das halt nicht safe. Er spielt es in seiner Dramaturgie einfach auf eine Art und Weise safe, dass es vom Ablauf her dann ein verhältnismäßig gewöhnlicher Blockbuster ist, mit den Konflikten, die in den Weg geschmissen werden, mit der Konfliktlösung, das wird zwar alles auch humoristisch immer wieder gebrochen, wenn dann Rocket seine Schwachsinnspläne macht, die immer irgendwie da drin enden würden, dass einfach alle in die Luft fliegen würden und so weiter. Das ist auch schon alles ganz charmant.
Arne:
Aber also strukturell und filmemacherisch spielt das dann schon sicher, weil da geht es um viel Geld und jetzt haben wir schon extrem viel Neues in die Waagschale geworfen und da verstehe ich dann auch, und das ist auch nichts, was ich jetzt sonderlich verwerflich finde, dass man sozusagen dem Publikum zumindest so eine bekannte Struktur und eine bekannte Dramaturgie dann auch irgendwie wieder als Halt gibt. Weil wir müssen ja auch überlegen, wir sind hier schon so völlig in den Sequelitis-Epochen angekommen. Ich meine, früher war das dann eben auch so, als noch Original-Stoffe verfilmt wurden, sagt der Grumpy Old Man, da musste man halt auch in einem Film sämtliche Figuren etablieren und dann musste man Zugang zu den finden und die Dynamiken zwischen denen aufmachen und irgendwie dafür sorgen, dass das alles irgendwie aus einem Guss ist, plus seine Geschichte erzählen. Und da hat sich dann ja Marvel, also das MCU, wer auch immer dann immer da Kreativkraft so über die einzelnen Schritte immer hinter war, relativ stark von frei gemacht hat, gesagt, ich will was Großes machen, aber wir führen die Leute jetzt aus der Richtung langsam ran und aus der Richtung langsam ran und aus der Richtung langsam ran. Und da haben wir hier ganz viele verschiedene Ausrichtungen und sorgen dafür, dass jeder bis ins Letzte versteht, was dieser Captain America eigentlich will und wie dieser Iron Man eigentlich tickt und warum Thor da eigentlich auf dem Regenbogen angeritten kam und so weiter und so weiter. Genau das, wo man jetzt dann hier merkt.
Arne:
Hier gibt es zumindest auch so ein Commitment, dass es okay ist, wenn innerhalb von kürzester Zeit hier zig Figuren, die alle ein bisschen weird sind, eingeführt werden, dass das die Leute vielleicht auch kurzzeitig überfordert. Und da finde ich es dann auch lobenswert, dass man eben sagt, wir gehen jetzt einfach den Weg, den man als Filmemacher gehen sollte. Wir sagen nicht, das ist doch viel zu viel für die Leute, let's dumb it down oder ich streiche die Hälfte raus oder was auch immer. Sondern wir versuchen, wie gut das klappt, das kann jeder für sich selbst eben ausloten, wir versuchen diese Figuren relatable zu machen, deren Dynamiken miteinander zu etablieren und ich meine, merkt man dann ja auch irgendwann, also die laufen ja viel so nebenher anfangs und überschneiden sich und sind dann plötzlich zusammen unterwegs und das ist schon auch gut entwickelt, wie sie so immer näher zusammenfinden, was ja dann auch in dieser, die Crew findet sich wirklich als Guardians Crew Szene, kulminiert, die mir gut gefallen hat, wo man eben auch, merkt, es ist jetzt was anderes als die Avengers, die halt aufgrund so einer großen, von oben gesteuerten Initiative, da sitzt irgendwo dieser dubiose Typ mit seiner Augenklappe im Sessel und möchte hier irgendwie das Team, das die Welt retten kann.
Arne:
Zusammen compilen und casten, sondern hier ist es halt wirklich so, da ist so eine Gruppe Outcasts und irgendwann hat man das Gefühl, was macht sie dann zu den Guardians, dass irgendwie so eine Art Freundschaft, Verbundenheit und so ein Miteinander plötzlich entsteht. Da hatte ich mir dann aufgeschrieben, so hier, also Superkraft, ist die Superkraft das Friendship irgendwie zwischen denen.
Christian:
Like the power of love.
Arne:
Ja, genau. So und, ähm, Und insofern ist das was, was ich lobenswert finde, dass man einfach sich besonnen hat, wie hat man eigentlich mal Filme gemacht, man hat halt versucht über Relatable Figuren und über nicht alles rausstreichen, was irgendwie Hinz und Kunz in der letzten Bank vielleicht der drei Minuten weggeguckt hat, überfordern könnte, sondern zu sagen, gut, hier, das ist es, das wollen wir machen, zieht es euch rein, wir halten euch so ein paar Strenge hin und die greift ihr und dann seid ihr bitte bei der Sache und dann läuft das auch. Und das ist auf jeden Fall einer der positiven und in dem Zuge dann eben auch vielleicht weniger Marvel-esken Eigenschaften.
Christian:
Und da will ich jetzt mal James Gunn noch erwähnen, der erwähnt werden muss. Und ich meine, wir sind jetzt hier zum Zeitpunkt dieser Aufnahme im Jahr 2025. Ich habe einen für mich sehr guten, sehr funktionierenden Superman von James Gunn bekommen. James Gunn ist jetzt dabei, das DC-Universum aufzubauen. Also der hat nochmal eine ganz, also spätestens bei der Frage Bedeutung für das Genre so, ja, Bedeutung, siehe James Gunn. Also hier ist ja auch etwas weitergeführt über ihn. Wir haben ihn ja schon mal hier besprochen, aber in ganz anderen Kontexten, aber jetzt schiebt James Gunn eben auch das MCU weiter und ich glaube, Da haben wir auch schon mal so ein bisschen drüber siniert und werden es wahrscheinlich auch noch weiter.
Christian:
James Gunn funktioniert sehr gut in dieser Marvel-Maschine, um es mal wieder so auszudrücken. Also wir rätseln ja immer so ein bisschen, was bringen die einzelnen Leute im Drehbuch, in der Regie, was können die überhaupt dazu beisteuern, wie viel Autopilot existiert bei diesen Produktionen und wie viel können die wirklich selber lenken und leiten, die jeweiligen Leute. Und ich glaube schon, dass hier auch einiges durch und mit James Gunn passiert ist. Also was wir damals auch mit Iron Man, Jon Favreau, dieser Humor, da hat sich viel gefunden. James Gunn passt sehr gut dazu und ich glaube, dass er eben auch diesen mittlerweile ja wirklich sehr schweren, sehr massiven Apparat von Marvel, auch irgendwie nicht nur, dass er da in dieser Maschine irgendwie machen konnte, sondern glaube ich auch ein bisschen.
Christian:
Zurückgewirkt hat in diese Maschine. Und damit meine ich jetzt nicht, dass jeder Marvel-Film auf einmal irgendwie diesen Soundcheck bekommen hat oder so, aber einfach, dass er irgendwie ganz gut auch noch dieses Ding irgendwie auch zurückgeben konnte. Also, dass diese Maschine auch Dinge von ihm irgendwie vielleicht auch so ein bisschen langfristig assimiliert hat dabei. Und ich finde, also ja, dieser Soundcheck, der auch irgendwie Rekorde geschlagen hat danach, irgendwie der erfolgreichste, wie sagt man, die erfolgreichste Film Compilation irgendwie rund um den Film seit irgendwie ever und in den Charts durchgegangen und mega Ding und fing auch schon an mit dem Trailer, mit dem, mit dem, ähm.
Christian:
Ich weiß gar nicht mehr, wie der Song heißt, aber da haben sie eben auch irgendwie den Refrain, dieses Uga Chaka irgendwie rausgenommen, den Trailer drauf geschnitten. War das nicht Hooked on a Feeling? Ja genau, Hooked on a Feeling, dankeschön. So, was natürlich auch sehr gut passt als Trailerstück, aber auch auf den Film natürlich passt. Und ich glaube schon, dass da auch die James Gunn DNA so ein bisschen durchgestrahlt hat. Aber nicht nur irgendwie, ja, Popsongs und Needle Drops, sondern eben auch das, was du gerade meintest, so dieses, das Motiv der sich findenden Familie.
Christian:
Da kannst du auf Avengers gucken, das ist das MCU, das ist ständig irgendwie Misfits, die irgendwie zusammenkommen, aus Wahlfamilie wird zu Familie, dieses Motiv ist ja ganz stark. Aber James Gunn, der das, ich finde hier, Hier, also man sieht auch diesen Prozess, diesen Weg, den er eben bis jetzt ins Jahr 2025 dann auch gehen wird. Man sieht, wie, ich finde, dieser Film ist in diesem riesen Blockbuster-Template, auch sehr warmherzig und sehr, sehr, also es geht nicht nur um das Motiv der Familie und wie wir meinten, Power of Love und mit der Power von Freundschaft und so, das sind auch diese kleinen Momente, die, und auch eben durch diese Figuren diese Momente, die irgendwie, das meinte ich so ein bisschen, was von James Gunn DNA in diesem Marvel-Ding irgendwie auch zurücklassen. Das funktioniert ja so fantastisch, wenn ein Drax einem trauernden Rocket Raccoon irgendwie übers Feld streichelt und ihn irgendwie trösten will. Das funktioniert, wenn Groot am Ende sagt, we are Groot und sich irgendwie für die Gruppe opfert. Das funktioniert, wenn ein Peter Quill versucht, a la Captain America Steve Rogers, ohne dass er ihn kennt, aber wir kennen ihn ja, wir kennen ja Captain America, dass er versucht, eine höchst motivierende, das Team zusammenbringende.
Christian:
Motivationskiste da irgendwie abzufahren und das halt so mittelprächtig bis vielleicht funktioniert. Also das sind alles sehr, für mich ist irgendwie, trifft das Wort warmherzig irgendwie am besten da drauf. Und denk dran, wir kamen von Super, der eher noch zynisch.
Arne:
Vom Zynik Edge Lord, der sich dann irgendwie scheinbar ein bisschen weiterentwickelt hat.
Christian:
Da war, weißt du, Coolness hattest du vorhin angedeutet. Da war James Gunn noch nicht bereit, zu der eigenen Uncoolness so zu stehen, wie es hier anfängt. Und es ist halt irgendwie uncool, sag ich mal warmherzig, freundschaftlich, liebevoll, familiär im wahrsten Sinne des Wortes, für andere da zu sein. Das ist nicht cool. Das ist nicht das, was wir unter cool heutzutage verstehen. Tony Stark ist cool, ja. Das ist ein cooles Arschloch, cooler Typ so. Aber diese Guardians, die sind halt nicht so cool wie diese anderen Figuren und Helden, sondern die sind auf ihre ganz eigene Art und Weise äh, Ja, irgendwie auch sehr cool. Und ich glaube, da ist eben auch so ein Zipfelchen James Gunn irgendwie schon mit drin in dieser Mixtur, in dieser Zauberformel irgendwie.
Christian:
Und das finde ich halt eben auch ganz stark, weil wir ja oft merken so, hey, das sind irgendwie manchmal so diese Blockbuster-Maschinerien, die eher noch ihre Regisseure und AutorInnen eher zerdrücken und die eher noch, wo wir da sitzen und fragen, wo sind die geblieben? Er erinnert dich an Amazing Spider-Man zurück. Mark Webb, wo war der während seiner eigenen Filme? Seiner eigenen Spider-Man-Filme? Hatte der überhaupt was zu sagen? Oder durfte der irgendwie nur Kaffee ausschenken? So fühlen sich ja manchmal diese Filme im Genre an. Und ich habe schon das Gefühl, dass das hier ein James-Gun-Film durch und durch ist. Und das tut der Sache eben auch so gut. Ich glaube, das macht diesen Film dann auch nochmal so ein Stückchen, hebt ihn nochmal so ein Stückchen mehr aus diesem Marvel-Ding irgendwie hervor. Zumindest für mich.
Arne:
Ja, es ist so ein bisschen ein anderer Fokus. Da haben wir bei Iron Man 3 ja auch schon etwas drüber gesprochen, dass man dann da in einigen Momenten plötzlich eine ganz andere Sensibilität für so wirklich menschliche, in uns liegende und eben auch menschenverfolgende Dinge hatte, die dann halt von, CGI-Action und dann doch eben.
Arne:
Dem, wie soll man sagen, dann doch irgendwie edgigen und coolen, Action-Kram so ein bisschen überschattet wurde, aber das war da schon so angedeutet und das sind ja auch die Nuancen die ich mir wünschen würde, wenn man so ein komplettes Universum macht, dass man halt nicht immer nur die coolen Dudes hat, die halt einen One-Liner droppen und dann irgendwie ihre Action machen und das finde ich, ohne zu sehr jetzt wirklich, der Film macht das gut oder schlecht und so weiter, das spielt ja hier bei uns jetzt nicht so die Riesenrolle, das finde ich halt manchmal nicht so gelungen, also das ist irgendwie, was du beschrieben hast, finde ich sehr richtig, dieses Warme, dieses Freundschaftliche und es ist ja schon auch bei allen nicht einfach nur mal im Nebensatz, sondern schon versucht worden, stärker rauszuarbeiten, was die eigentlich für Background-Stories haben, die ja auch tragisch sind, also bei dem Star-Lord, da wohnen wir dem ganzen Jahr auch bei, was ich auch damals schon sehr heftig fand, so auf emotionaler Ebene. Und tatsächlich, wie man dann immer so sagt, wenn man dann plötzlich in der Elternrolle ist und so weiter und dann gehen halt nochmal irgendwie so ganz andere Gedanken in einem ab. Wenn man irgendwie, ja, du spielst ja sowas automatisch durch. Wie wäre denn das, wenn das eigene Kind einen irgendwie mit acht im Sterbebett liegen sieht? Und da kannst du dich ja gar nicht von freimachen, dass sowas halt einfach reinhaut. Und das ist auch für so einen Film ja natürlich gut, dass sowas reinhaut, weil man einfach versteht.
Arne:
Das haut halt eine unheilbare Wunde in einen Menschen, die diesen Menschen das Leben lang begleiten wird. Und somit ist also beispielsweise, was ja völlig beknackt ist, was er in diesem Gefängnis hier macht, da nochmal reinzugehen, um seinen Walkman mit diesem Tape zu holen und so weiter. Also rational, komplett krank, komplett selbstmörderisch und bescheuert, emotional glaubt man halt, dass er das machen würde, weil das eben gut entwickelt ist, das würde ich dann schon sagen und viele andere Momente sind auch dann erstmal so, also haben so einen gewissen Unterbau.
Arne:
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass wir dann doch wieder so diese, Marvel One-Liner-Krankheit hier eben haben, dass halt viele Szenen die an sich gut funktioniert haben und da muss dann irgendwie so kurz vorm Schnitt nochmal irgendwie so der eine kommen, der irgendwie nochmal so fürs Grinsen sorgen soll, wo ich dann eher denke, ach komm Leute, ey, was soll das denn, das ist doch vom Setting alles eigentlich schon ausreichend, ne, du hast die Figuren so wie sie sind, da ist auch viel Humor drin, da bleibt auch was an der Wann kleben von dem, was gegengeworfen wird? Warum denn jetzt hier irgendwie nochmal so diese plumpen One-Liner? Weil das Ding ist ja auch... Jetzt bin ich ja doch schon Advokat für die positiven Aspekte des Films, aber es ist auch oft mal gut so drüber zu reden und wie ich schon sagte, ich bin jetzt nicht negativ eingestellt, eher so indifferent und man merkt so beim Sprechen, dass eben auch vieles funktioniert. Ich glaube, das ist für mich so eine Spannung aus, diese Dinge funktionieren so gut teilweise, dass ich dann schon sehr traurig bin, dass man doch wieder so einen generischen Blockbuster-Ablauf so drumherum halt hat. Und das ist halt eben, das ist immer so dieser Wunsch nach der perfekten Welt. Auf der einen Seite sind Dinge, die man in der Form so gut ausgearbeitet, eigentlich nicht aus Blockbustern mehr kennt. Also Figuren, die wirklich funktionieren, deren Dynamik funktioniert, die eine glaubhafte Backstory und Motivation haben. Und auf der anderen Seite denkst du ja, warum das denn jetzt nicht auch noch auf die Story ausweiten, aber das geben wohl die Excel-Tabellen einfach nicht her in Hollywood. Das habe ich aber auch gesehen.
Christian:
Ich habe den Film jetzt auch länger nicht mehr gesehen, aber ich finde auch so, die Liebesgeschichte zwischen Peter und Gamora ist halt auch eine klassische Blockbuster. Er himmelt sie an, weil er sie irgendwie einmal gesehen hat und beim zweiten Mal ist er schon irgendwie unsterblich in sie verliebt und irgendwie alles so ein bisschen so, ja, hätte irgendwie auch nicht so sehr sein müssen, aber hat man irgendwie 2014 wahrscheinlich irgendwie, wie du sagst, so auf dieser auch Marvel-Blaupause irgendwie noch so ein bisschen mit reingenommen. Was ist denn schon ein Superheldenfilm ohne Love Interest oder ohne Liebesgeschichte irgendwie dabei? Ich finde es spannend, was sie dann später noch draus machen, da werden wir dann ja in den weiteren Filmen dann nochmal wieder, immer wieder auf das Thema auch zurückkommen, aber James Gunn, der auch sagt und das zeigen auch dann die weiteren Fortsetzungen der Guardians, dass er eigentlich Rocket Raccoon als eigentlichen Protagonisten oder als wichtigste Figur in diesem Ensemble irgendwie sieht, die Figur, mit der er sich selbst am meisten identifiziert hat.
Christian:
Was ich auch noch mal spannend finde, weil hier jetzt doch eher ein bisschen am Rand steht, auch so ihre Momente hat, wie alle anderen auch. Aber ich sehe das auch. Ich sehe da auch so ein paar ja, ähm, wie soll man sagen, also als Fan von James Gunn und vor allen Dingen von dem jetzigen James Gunn könnte man schon fast sagen, dann gibt es die Momente, wo er vielleicht noch von Marvel eher zurückgehalten wurde, als dass er noch weiter nach vorne preschen konnte irgendwie. Und es gibt halt aber auch diese Momente, was mir auch beim Schauen wieder aufgefallen ist, die ein oder andere Inszenierung, die auch, sag ich mal, in diesem Mega-Blockbuster-Ding.
Christian:
Charmant-frisch irgendwie ist. So ein Rocket Raccoon. Ich fand es immer cool, Als er da irgendwie seine Wumme ausgepackt hat, die ja immer länger wird und irgendwie die Kamera, die virtuelle Kamera halt so in tiefen Schärfe noch weiter nach hinten springt zum Beispiel. Das war jetzt nicht nur ein billiger 3D-Effekt fürs Kino, glaube ich, sondern ich fand das irgendwie cool, dass du halt damit nochmal so ein Gefühl für die Dimensionen irgendwie bekommst. Und das ist auch eine schöne Comic-Referenz.
Arne:
Weil Rocket einfach auch dafür berüchtigt ist, halt immer viel zu große Knarren zu haben. Genau.
Christian:
Oder ich fand's auch so cool, da im Gefängnis, als sie da irgendwie den Plan, als Rocket sich da so diesen Plan ausgedacht hat und den halt irgendwie allen erzählt, ne, die sitzen hier im Vordergrund am Tisch und wollen irgendwie essen und er geht ja schon mal alle Schritte durch so und… Groot fängt im Hintergrund an, halt schon mal das eine Ding zu holen, was wir im Laufe des Gesprächs dann erfahren, unbedingt als letztes geholt werden muss, weil ab da an muss alles funktionieren, was vorher der Plan fand. Fand ich halt super. Also mit Vordergrund, Hintergrund zu arbeiten und so diese Szene irgendwie aufzubauen und halt, weißt du, gefühlt so zwei Szenen in eine zu packen und da gibt es so einige, einige, sag ich mal, Details oder Inszenierungsmomente, wo ich auch das Gefühl hatte, ja, das ist irgendwie, das hätte man auch banaler irgendwie machen können. Das hätte jetzt nicht so und auch da, das ist jetzt nicht bahnbrechend, wow, aber das ist frisch, das ist nett, das macht den Film irgendwie auch so ein bisschen Ja und.
Arne:
Also ich finde es ja immer wichtig, dass solche Dinge halt auf zwei Ebenen funktionieren. Da sind wir dann so bei dem reinen Filme machen, das ist aber schon wichtig hier auch, weil es auch eben was ist, was ich sonst in dieser Art von Filmen eben selten sehe. Zum einen ist das natürlich was, was einfach ganz stumpf Plot vorantreibt, aber das ist ja gerade so die Sache, die wenigen modernen Blockbuster, die ich überhaupt kenne, wo ich eben oft das Gefühl habe, es geht eigentlich ausschließlich nur noch um Plot, es geht irgendwie darum, durch Ereignisse zu heizen, aber das Interessante ist ja eigentlich, wie diese Events eben die Figuren auch voranbringen, weil das ist ja, also die große, der große Trugschluss heutzutage ist irgendwie, dass man anscheinend der Meinung ist, man muss irgendwie die keine relatable Figuren mehr schreiben, sondern Computerwelten und dicke Action reichen halt. Und das Schlimme ist, es reicht ja auch den meisten Leuten. Also sie sagen ja irgendwie, ja, war alles scheiße, rennen aber beim nächsten Mal irgendwie doch wieder ins Kino oder klicken an Tag 1 auf den 17,99 Euro Lion Button auf irgendeinem Digitalangebot. Und sowas wie die Szene, die du hier eben beschrieben hast, die erzählt uns ja irgendwie total viel auch über die Figuren. Und du hast halt, also du hast eigentlich so eine dreifache Wirksamkeit. Einmal bringt sie den Plot voran, weil sie sind halt jetzt in der Situation, wie es nicht weiterkommt.
Arne:
Nummer eins, dann ist es ja so diese Meta-Erzählung, guck mal, sie sorgen schon wieder eigentlich selber dafür, dass sie in der Scheiße sind, wie das dann auch mit Drax ist, der unbedingt dem Ronan auf die Fresse hauen will und ihn anruft, um ihm zu sagen, wir sind übrigens da und da und so weiter und so weiter. Da gibt es ja dann eben zig Beispiele auch und es sagt eben auch was über diese Figurenkonstellationen aus mit Rocket, der irgendwie sich da verrückteste Pläne zusammenlegen will und dann Groot, der halt einfach irgendwas macht und plötzlich hittet der Shit the Fan. Also das funktioniert dann schon irgendwie insgesamt recht gut. Und mit den Eigenschaften der Figuren muss man dann eben auch sagen, sie haben auf jeden Fall alle ein recht klares Profil, wobei ich sagen würde, das ist natürlich auch wieder einfach tragisch, dass es natürlich die einzige weibliche Figur im Ensemble ist, für die man dann gerade irgendwie nicht so ein richtiges Gefühl hat. So die anderen vier auch Groot, der nur einen Satz sagt die sind irgendwie ausformuliert, und also Groot war ja glaube ich wenn ich mich richtig erinnere, auch quasi der Fan-Favorite schlechthin so, alle haben ja Groot gefeiert ist bei mir so ganz subjektiv, ich komme einfach, egal wo egal wie, egal wie gut, nicht mit Full-CGI-Charakteren, klar, deswegen habe ich mit Rocket und Groot einfach beim Schauen so meine Probleme Moment.
Christian:
Moment, bist du sicher? Dass die beiden aus dem Computer kommen? Ich frage jetzt mal. Also man könnte schon fast sagen, es ist eine Unterstellung. Kannst du beweisen, dass es so einen Baum nicht tatsächlich gibt?
Arne:
Ja, genau. Also ob da bei Groot zumindest irgendjemand noch im Kostüm rumgelaufen ist, weiß ich nicht. Aber es ist ja einfach 100% Textur, was man da sieht. So drücke ich das jetzt mal aus.
Christian:
Ich sag mal, da kann sich mal jeder seine eigenen Gedanken zumachen.
Arne:
Du bist ja mit deinen Zimmerpflanzen auch immer am Tanzen, ja?
Christian:
Ich bin der Einzige hier in diesem Haus, der mit den Pflanzen spricht, aber sie haben bisher noch nicht zurückgesprochen.
Arne:
Poison Chrissy.
Christian:
Ich glaube auch, andere Lizenz.
Arne:
Also ich komme damit einfach nicht klar. Ich habe da einfach eine Zugangshürde. Ich kann das, egal wie gut das animiert ist, das Uncanny Valley nicht überwinden. Ich habe auch immer mit so anthropomorphisierten Tierfiguren und so weiter, die dann so mit, also sehr gutes Voice Acting von Bradley Cooper, keine Frage und von Vin Diesel natürlich auch ganz großartig, aber die dann so mit so klaren Menschen sprechen, Stimmen sprechen.
Arne:
Funktioniert für mich per se nicht, da kann jetzt Guardians nichts für, weil ich würde sagen, es ist auf jeden Fall eine der besseren oder besten Versionen, die ich davon bis jetzt so gesehen habe, dass ich da den Zugang nicht so 100% kriege oder so eine letzte Barriere immer oben bleibt, die mich so davon abhält, das so 100% zu kaufen und so völlig Suspension of Disbelief ohne jeglichen Hintergedanken committed zu sein, das schaffe ich einfach nicht, wenn ich sowas sehe, deswegen ist das so ein bisschen der Wermutstropfen dabei, Aber nichtsdestotrotz, wie sie geschrieben sind und in ihrem Verhalten auch konsistent in ihrer Weirdness und irgendwie Beklopptheit auch wirken. Das ist ja auch wichtig. So einfach ist das ja nicht. Figuren, die eben auch impulsiv und unberechenbar und so ein bisschen off und bekloppt sind, die dann auch wieder konsistent zu schreiben und vor allem auch glaubhaft den Arc hinzukriegen, dass sie eigentlich so nur Drecksäcke sind, die nur nach der Kohle hinterher sind, aber dann im Endeffekt doch einen sehr, weichen Kern haben, der dann auf die richtigen Sachen, wo einfach zu großes Unrecht geschieht, dann eben doch anspringen und sich vom ähm, vom, vom Coin-Hunter zum, zum Welt- oder Galaxienretter aufschwingen, ähm.
Arne:
Muss man halt auch vernünftig schreiben und das, das passt auf jeden Fall hier an der Stelle schon ziemlich gut und so hast du da irgendwie so ein sehr heterogenes Ensemble mit diesen Guardians, ähm, was eben in kürzester Zeit etabliert ist, wo man sagen könnte, so Drax ist ja schon fast so, wobei man eigentlich, also, dass der Typ dann der Comic-Relief in dieser Gruppe mit Rocket und, äh, Groot und so weiter ist, das ist auch schon witzig, Aber ich würde das schon so sehen, also diese düllhafte, trockene Wortwörtlichkeit, die er da so hat. Es sind schon irgendwie schöne Sachen, die natürlich auch aus Vorlagen kommen, aber wie die umgesetzt sind, das wirkt schon sehr aus einem Guss.
Christian:
Ja, ja.
Arne:
Und ich habe es jetzt ein bisschen angesprochen und sie werden dann ja anscheinend auch irgendwie von den Outcasts und Dreckssäcken zu Helden.
Christian:
Da will ich hin. Ich lasse uns mal rüber gehen, weil ich für mich gehört das auch in diese Diskussion Genre Bedeutung, weil der Film ganz viel für das Genre macht oder viele Aspekte des Filmes sich eben auch aus dieser Genre Perspektive besprechen lassen. Und da wollte ich jetzt auch so ein bisschen die Brücke nochmal schlagen zu dem Thema Helden, Anti-Helden oder wie du so schön gesagt hast, Drecksäcke. Das bringt hier vielleicht auch nochmal eine etwas andere Nuance mit rein. Also mir ist jetzt bei der Sichtung aufgefallen, dass die Guardians sich, ich sag mal, also sie erinnern mich an die Avengers, auf dieser Teamdynamik. Also die Figuren sind irgendwie alle anders eingeführt, weil bei den Avengers stehen sie alle irgendwie für Recht und Ordnung und sind vielleicht auch auf, ich sag mal, ihre Umwege so dazu gekommen.
Christian:
Da geht es dann ja eher darum, wie diese Egos auch aufeinanderprallen. Ich erinnere mich da an die Szene mit Thor gegen Iron Man und Captain America springt dazwischen und sagt, so Leute, jetzt mal irgendwie ein bisschen, der Kindergarten ist jetzt mal vorbei, wir haben hier eine gemeinsame Bedrohung und jetzt müssen wir uns mal irgendwie darauf konzentrieren. Das war ja so diese Kernaussage auch des Filmes und auch auf dieser Meta-Ebene rund um den Film. Das hat alles sehr gut funktioniert. Jetzt sind wir hier auch wieder in so einer Gruppenkonstellation, wie du schon auch angedeutet hast, oder wird auf einmal ein weiteres Team irgendwie aufgemacht, aber wir sehen im selben Film...
Christian:
Die Einführung dieser Figuren, die Unterschiedlichkeit dieser Figuren und wie diese Figuren irgendwie zusammenkommen. Und da geht es nicht in meinen Augen ganz so stark um die Egos, sondern eher auch um diese unterschiedlichen Typen und auch um diese, ich sag mal.
Christian:
Sehr dicken Häute, die da eher abgebaut werden müssen. Also der Trick der Guardians ist ja gerade, dass sie in dem Moment, wo sie sich alle irgendwie an der Hand halten und füreinander gemeinsam einstehen, dann wird da ja etwas Rundes draus. Da geht es nicht darum zu sagen, der eine haut dem anderen jetzt irgendwie aufs Maul und die dritte kommt dazwischen und sagt, so Jungs, jetzt vertragt euch mal, sondern eher aus sich selbst heraus auch für dieses Größere irgendwie einzustehen. Und das ist ja eben die große Pointe, finde ich hier, und ich finde es ja schön gemacht, dass eben nicht der große Fight-Off am Ende entscheidet, sondern eher der große Dance-Off und die große Gruppenumarmung, wie sie sich alle an den Händen halten, um die Kraft dieses Steines irgendwie sozusagen auf gleichen Schultern irgendwie zu verteilen. Das ist irgendwie auch dieses Bild, dass das, was einer alleine nicht kann, die Gruppe aber zusammen irgendwie kann, diese Familie, die da zusammengewachsen ist, eben kann. Und das macht irgendwie auch was mit dem MCU, mit dem Genre. Hier kommt auch da wieder in Nuancen gesprochen, das ist jetzt nicht revolutionär und bahnbrechend und wow, aber das fängt halt an, oder das bringt nochmal was Neues in diesen Diskurs irgendwie mit rein und das ist auch was anderes, als wir später sehen werden. Ich weiß nicht, ob du den mal gesehen hast, Suicide Squad.
Christian:
Oder das, was dann eben dieses Jahr Thunderbolts auch nochmal bei Marvel dann wieder mehr aufgegriffen hat. Da geht es ja mehr so um diese Prämisse, hey, was, also besonders bei Suicide Squad, was, wenn wir jetzt einfach mal ein Team von ganz klassischen Bösewichten haben, wir konstruieren irgendeinen blöden Hebel drumherum, der jetzt dazu führt, dass das die Protagonisten unseres Filmes sind und dass die zusammenarbeiten müssen. Und wir sehen jetzt, wir gehen diese Geschichte, wir sehen, wie die Bösen die Welt retten, um es jetzt mal ganz platt auszudrücken. Das ist es hier ja auch nicht. Die sind ja alle, die haben ja eigentlich alle das Herz am rechten Fleck. Sie müssen nur lernen, auf dieses Herz zu hören und vielleicht eben den Schutzschild drumherum ein bisschen runter zu fahren, wenn sie eben gemeinsam agieren. So, das ist ja irgendwie auch was sehr, was ich meinte, warmherziges, sehr Versöhnliches, sehr Uncooles. Aber das ist so der Kern dieser Guardians und ich finde, das bringt schon auch ein bisschen was Neues hier rein.
Arne:
Ja und es ist natürlich so in Literatur und filmhistorischer Brille gesehen, einfach dieses klassische Anti-Helden-Ding, die ja oft für den gemeinen Zuschauer auch nahbarer sind, weil dieses, perfekte, geschliffene, makellose, was so die klassischen strahlenden und dann auch übermenschlichen Heldenfiguren haben, ist ja einfach auch eine sehr, also in der Realität eine sehr theoretische Sache. Das war immer mein großes Problem beispielsweise mit Superman, also dass es da auch mehr Nuancen gibt, weiß ich mittlerweile, aber die sind bei weitem nicht so stark gestreut, wie man es jetzt bei der Bande hier zum Beispiel hat. Und da hatte ich immer so meine Zugangsprobleme und gerade so eine gewisse moralische Ambiguität, was Unperfektes.
Arne:
Beweggründe, die vielleicht, also du hast ja auch hier so ein schönes Beispiel für, Anfangs eigentlich aus den falschen Gründen das Richtige tun. Und da bin ich immer sehr bei Anti-Helden, weil ich mir denke, also man kann vieles moralisch bewerten, aber wenn Taten sprechen, dann ist es fast egal, wenn man das Richtige tut, warum. Warum? Also wenn es sich nicht in nächster Instanz dann so kippt, dass man aus den falschen Motivationen dann auch wieder beginnt, das Falsche zu tun. Also wenn das Ergebnis für sich spricht, dann ist das einfach nahbarer und ich vermute mal, dass das auch einer der Gründe ist, warum das bei so vielen Leuten so stark geklickt hat mit diesen Figuren und diesem Ensemble hier. Weil du eben, naja, diese Bande von unperfekten, ungeschliffenen, strauchelnden und ja irgendwie auch, ich will nicht sagen gescheiterten, aber zumindest auf der Suche oder etwas verloren gegangenen Leuten oder Raccoons oder Bäumen oder was auch immer hast.
Christian:
Traumatisierten auch und ich finde gescheitert kann man da irgendwo auch, irgendwie sind sie alle so gescheitert, irgendwie haben die alle was vor oder, oder, oder. Sind an ihren eigenen selbstgesteckten Zielen irgendwie gescheitert. Peter Quill will irgendwie der große Star-Lord sein und will halt irgendwie so, ich sag mal, die innere Leere so aufgrund der fehlenden Familie halt irgendwie mit Status und Coolness irgendwie aufwerten und wird von allen aber nur abgewertet als A-Hole und niemand kennt seinen legendären Outlaw-Namen, den er sich da wahrscheinlich auch noch mit zwölf selber ins Tagebuch geschrieben hat. So und das kann man jetzt da durchgehen, sie haben ja alle irgendwie was verloren, aber sie scheitern auch alle irgendwie an dem, was sie ja eigentlich irgendwie erstmal nur für sich vorhaben, nur auf sich selbst bezogen vorhaben. Gamora will ja irgendwie auch loskommen von Thanos und will sich erstmal egoistische Beweggründe im Grunde bei allen.
Arne:
Der eine will Rache für die Familie, der andere will Geld, der andere will irgendwie, Crime-Fame in der Galaxie und so geht das eben weiter.
Christian:
Ja, genau. Und da scheitern sie halt erstmal alle und dann stolpern sie, ich habe das jetzt auch gerade nochmal so überlegt, wie war das eigentlich noch, sie stolpern halt alle erstmal in Richtung dieses McGuffins, dieses Ei, was Peter Quill da irgendwie sammelt, also ganz klassisch so, das hatte ja auch irgendwie so Indiana Jones Anleihen, wie er da irgendwie in dieser Ruine unterwegs ist und sich da irgendwie das goldene Idol da irgendwie rausholt. Und dann halt irgendwie Ka-Ching so die große Nummer jetzt irgendwie macht. Und dann fangen ja andere an, auch Interesse an diesem Ding zu entwickeln. Und über dieses Ding, was er da holt, führen sich ja erstmal die, also überkreuzen sich die Wege. Und als sie dann eben auch in der Gruppe erkennen, dass, Wer auch immer das Ding nachher hat, so viel Macht besitzt, dass es nicht gut fürs Universum irgendwie sein kann, dann fangen sie eben an, auch über diese egoistischen Ziele hinweg und über diese monetären Ziele oder Status irgendwie sozusagen an der Sache selbst irgendwie zu arbeiten. Nein, dann kommen solche Begriffe wie gut und böse irgendwie auf einmal so dazu. Das wäre halt nicht gut, wenn Ronan an dieses Ding irgendwie rankommen würde und ganze Galaxien da irgendwie schlucken könnte.
Christian:
Und das macht es irgendwie, wie du sagst, nahbar, bodenständig, nachvollziehbar. Und das arbeitet, wie ich finde, auf so eine merkwürdige Art und Weise. Also es arbeitet mit diesen großen Konzepten von Gut und Böse, aber irgendwie auch gar nicht so krass vordergründig, habe ich das Gefühl, wie bei anderen. Also da geht es jetzt nicht wie bei Batman und Spider-Man darum, dass mit der Maske auf dem Kopf das eigene Kindheitstrauma überwunden werden kann, bla bla bla bla. Das ist halt immer noch. Die Päckchen tragen sie alle immer noch mit sich rum, aber mit dem richtigen Dance-Off und der Gruppenumarmung haben sie auch noch das Universum gerettet.
Arne:
Ja, bei Superman, Spiderman etc., da sind diese Begrifflichkeiten schon sehr stark auch wirklich als so universelle Konzepte gedacht. Und hier bist du halt einfach, wie wir gerade in der ganzen Diskussion schon mehrfach gestriffen haben, du bist eine Ebene drunter oder zwei vielleicht sogar. Du bist nicht auf universellen Konzepten von Gut und Böse und dem großen Kampf, der seit Anbeginn der Zeit läuft. Du bist auch nicht auf so einer Makroebene von dem Einzelnen in so einem Gesamtgefüge, sondern du bist wirklich auf einer persönlichen Ebene. Und auf der kriegt so einen Begriff, finde ich, auch sowas sehr Volatiles. Das war so diese moralische Ambiguität, die ich eben angesprochen habe. Ich meine, ich finde auf persönlicher, kleiner, menschlicher, mikroskopischer Ebene, jetzt in dem großen Kontext mal gesehen, da ist so ein Begriff... Mit viel, viel mehr Fragezeichen berichtet oder behaftet. Du kannst auf Anhieb nicht sagen, was ist denn richtig und was ist falsch. Das ist diese große moralische Diskussion.
Arne:
Menschen sind ja aber viel zu schnell darin, andere Menschen erstmal direkt zu bewerten. Der macht das, der denkt das, der sagt das. Ah, dann packe ich den jetzt mal in die Schublade. Es ist aber ja immer viel komplizierter als das. und deswegen verlieren solche Begriffe auch diese Schlagkraft, die sie in diesen eher High-Level-Superhelden-Stories haben, wo das relativ einfach ist. Und relativ einfach und oft dann aber auch relativ langweilig. Ja, der Böse, der will hier die Welt zerstören, weil er böse ist. Auch so ein Kritikpunkt, dieser Ronin hier, der ist halt böse, weil er böse ist und haut halt alles kaputt. So, mehr weißt du da leider auch nicht drüber. Oder ist mir entgangen, kannst mir ja später nochmal sagen. So, aber das ist dann auch im Endeffekt fast wieder ein bisschen langweilig Und hier setzen sich diese Begriffe aus viel mehr einzelnen Mosaiksteinen. Da hast du einen Rocket, der rastet da irgendwie völlig aus, was ist mit ihm los eigentlich? Dann haut er irgendwie Sprüche raus, ist wieder witzig, säuft sich einen rein und irgendwann bricht es dann mal aus ihm raus, dass er plötzlich auch mal damit rauskommt, auch eine völlig darke Backstory zu haben und nicht irgendwie einfach nur ein Vertreter einer gewissen Rasse irgendwo im Universum zu sein, sondern Opfer eines irgendwie super morbiden Experimentes. Und somit der Einzige seiner Art und deswegen irgendwie auch ziemlich einsam und mit einem sprechenden oder halt eben auch nicht so viel sprechenden Baum unterwegs.
Arne:
Und da wird das granularer und naja, ganz oft in so größeren Hollywoodfilmen, hast du halt diese Plattitüden, die eben so Motivationskraft sein sollen, aber das reicht halt als Motivation meistens nicht. Und hier in dieser eher fein aufgeschlüsselten Konglomerat-Bild aus Background-Einflüssen, aus persönlicher Historie, aus Entscheidungen und so weiter, da ist das irgendwie glaubhafter. Und was ich auch noch sagen wollte, was mich beim ersten Mal schauen... Auch total gelangweilt hat und hinten raus so frustriert, dass wir halt nur so diesen MacGuffin haben. Das finde ich aber jetzt tatsächlich auch durch den anderen Blick, den ich da so drauf habe, dadurch, dass ich jetzt auch damals wusste ich nicht mehr, was überhaupt die Infinity-Saga ist und dass sowas in Comics existierte und worum es da eigentlich geht und so weiter. Das ist im Endeffekt, also du denkst ja, irgendein komischer Ort mit irgendeinem Stein drin, der einen stärker macht. Was soll der Scheiß, wenn du damit nicht so vertraut bist? Jetzt finde ich es aber eigentlich schon wieder ganz interessant, dass der McGuffin ja nicht nur ein reiner McGuffin ist, sondern der Film spielte so durch, als ob es ein McGuffin ist. Es eröffnet sich aber, dass es natürlich Teil dieser größer angelegten Geschichte ist und es ist ja jetzt auch, wenn ich das richtig drauf habe, auch schon der dritte Infinity-Stein, den wir in MCU dann eben sehen.
Arne:
Mit Tesseract und diesem roten Zeug da aus dem einen Thor-Film, ich weiß nicht mehr, wie das hieß. Ja, gibt dem Ganzen so rückwirkend dann auch, naja, ich will nicht sagen eine andere Motivation, weil die Motivationen kommen eh aus anderen Richtungen in dem Film, aber vielleicht eine andere Schwere oder eine andere Tragweite, worum es denn da eigentlich gerade ging. Also das hat mir jetzt beim zweiten Mal schauen auch besser gefallen als beim ersten Mal.
Christian:
Und das macht ihn ja auch so besonders für Genre. Also ich würde sagen, wir beginnen jetzt hier, ich glaube auch durch Zufall, da kann ich gleich auch noch ein bisschen was erzählen, aber der Weg zu Thanos beginnt, kann man so sagen. Und er beginnt eigentlich auch hier. Wir haben ihn bei den Avengers schon mal kurz im Abspann irgendwie lächeln sehen. Und wir haben so diese jetzt rückwirkend, schon zwei Infinity Stones gesehen, ohne dass das irgendwie ausgesprochen wurde und jetzt wird von Infinity Stones gesprochen und das ist schon der dritte und alle Leute im Kinosaal, die irgendwie die Comics gelesen haben, wissen genau, worum es geht und das haben wir eben spätestens bei Endgame dann auch alle im Kino gelernt, worum es da eigentlich geht, aber das ist schon, spannend und irgendwie auch recht clever gemacht und auch da.
Christian:
Irgendwie ein Beispiel, wie es bei Marvel gut gefloat und funktioniert hat, was wir auch schon immer wieder gesagt haben.
Christian:
Ideen, wo es hingehen soll, Ziele und Richtungen, aber jetzt kein bis ins letzte Detail ausformulierten Masterplan, der dir dann bei jeder unvorhergesehenen Änderung so auf die Füße fällt, dass halt irgendwie nichts mehr richtig aufgehen kann, So wie wir das vielleicht jetzt eher im zeitgenössischen Marvel irgendwie auch sehen, wenn dann auf einmal Dinge da irgendwie noch reinkommen, die halt eben vorher so nicht geplant waren und diesen vielleicht auch konkreteren Masterplan dann irgendwie umstellen können. Also wir haben jetzt hier, das habe ich mir auch nochmal irgendwie rausgeguckt, James Gunn sagt, dass er sich diese komplette Szene mit den Infinity Stones, dass er sagt, das hat er in irgendwie 90 Minuten einfach runtergeschrieben. Da gab es jetzt auch nicht den großen Masterplan von Marvel, der gesagt hat, hey, und in fünf Jahren planen wir mit Endgame und dann haben wir, sondern das ist auch da wieder, glaube ich, nur eine sehr lose Idee. Wir haben Thanos und Thanos mit dem Gauntland und die Infinity Stones. Auch da gibt es ja noch ganz viele Möglichkeiten, was das alles bedeuten kann, in welche Richtung das gehen kann. Aber dass das so der nächste größere rote Faden irgendwie ist, das bereitet sich hier eben vor. Und auch da wieder der Kniff, wir schauen auch zurück. Also wir ändern dieses Redconning, Retroactive Continuity, also indem wir eben rückwirkend quasi schreiben.
Christian:
Ist ein guter Kniff, zu sagen, was haben wir denn schon irgendwie gesehen und gemacht und wie du sagst, da sind halt eben zwei Infinity Stones dann sozusagen platziert worden.
Christian:
Ich habe auch, das sagte James Gunn auch in einem Interview, die haben.
Christian:
Guardians of the Galaxy in der Post-Production halt nochmal geändert. Dieser Stein, der da drin ist, der sollte eigentlich rot sein. Das, was jetzt alles lila ist. Dieses lila in den Leuchten und so. Das ist eigentlich in rot geplant gewesen und irgendwie auch teilweise gedreht oder vorbereitet worden. Und dann ist eben sozusagen der zweite Torfilm da reingegrätscht. Und dann hat man da eben dieses rote, ich weiß nicht, dieser rote Eta oder wie das da hieß.
Arne:
Eta war es, genau.
Christian:
Roten Infinity Stone da irgendwie identifiziert und dann haben die halt in der Post-Production gesagt, alles klar, dann machen wir hier den Power Stone halt irgendwie in lila und haben das nächste Ding irgendwie eingefügt sozusagen in diese Infinity Stone, Infinity Saga-Geschichte, die so ja auch noch nicht hieß, aber alles rund um diese Steine, um diese Infinity Stones. Und das ist halt clever, ne? Also auch hier wieder, es ist ja immer noch sehr weit offen und sehr weit möglich. Okay, wir wissen jetzt um drei Steine und wir wissen, dass Thanos irgendwie noch so da drüber schwebt. Wir haben jetzt Ronan, der für diesen Film zuständig ist. Ah, die Verlockung der großen Power, er will den Stein, er will den Stein eigentlich Thanos bringen. Oh, ich kann ihn ja selber einsetzen. Das reicht ja auch erstmal. So. Da gab es zwischendurch wohl auch Pläne, dass Thanos viel prominenter in diesem Film und der eigentliche Bösewicht ist. Und das hat man alles wieder kleiner gemacht und alles mehr in den Hintergrund geschrieben. Und das funktioniert halt eben. Also zu sagen, ja, man bereitet schon mal was vor, man zielt da auf etwas, aber man legt sich da auch noch nicht ganz so fest. Man hat sich hier jetzt, glaube ich, auch in dem Film auf das Casting festgelegt, Josh Brolin, der jetzt Thanos spricht und ich glaube auch so ein bisschen Motion Capture Input irgendwie liefert, so, das war jetzt eben auch klar, das war beim ersten Avengers noch gar nicht klar, so, und das hat sich auch dann, wird sich auch noch ein bisschen was in dem Design ändern, aber das finde ich halt auch interessant und spannend, so, weil das eben nicht.
Christian:
Für mich hat das alles sehr gut funktioniert, weil das ist bereichernd, aber jetzt auch nicht notwendig und ich habe das Gefühl, der Film funktioniert auch ohne all das sehr gut. Die Verknüpfung ins gesamte restliche MCU sind hier ja auch eher Andeutung. Wir sehen beim Collector da irgendwie in den Einmachgläsern so ein Dark Elf aus dem zweiten Thor-Film und so ein Chitauri aus dem Avengers. Und es gibt die verbindenden Elemente, aber es ist halt eben nicht ein Robert Downey Jr., der in jeder dritten Szene irgendwie hier reinplatzt und sagt, erinnere dich, erinnere dich, ich bin der Iron Man. Das funktioniert für mich alles sehr, sehr gut.
Arne:
Ja, eigentlich du hast es ja schon öfter erzählt, dass das auch in der großen Marschrichtung und Langzeitgeschichten und Plot und Verknüpfungsstrategie jetzt nicht alles bis ins Letzte ausformuliert war, aber Infinity War und Endgame sind ja, soweit ich weiß, Filme, die dann einfach extrem auch auf Infinity Gauntlet und eben Thanos als Villain ausgelegt sind. Und der ist ja auch im Vorfeld schon geteased worden in Post-Credit-Szenen und den jetzt hier, Full Frontal in einer Szene als antreibende Kraft hinter einem der Infinity Stones hinterher zu jagen, weil das 1 und 1, das kriegen wir dann schon noch auf die Reihe, dass der wohl auch weiß oder gewusst haben muss, was in diesem Orb drin ist, das setzt natürlich schon eine sehr starke Mars-Richtung, also da kannst du nicht in Marsch-Richtung, wollte ich sagen, kannst natürlich nicht sagen.
Arne:
Ja da gucken wir mal, ob dann da vielleicht ein Infinity Ward raus wird, Weil wir haben jetzt hier nicht irgendwie einen Beyonder oder Galactus oder einen Dr. Doom oder sonst was als angetießten Obervillain, sondern wir haben halt Thanos und das ist mit den Infinity, ja da gibt es ja auch zig verschiedene Iterationen, es wurden fünfmal aufgewärmt und heißt dann Infinity Gauntlet, Infinity War, Infinity, Dies, Infinity Das. Es spielt aber immer diese Handschuhe mit den Steinen eine Rolle. Er ist ja sowieso schon in Comics extrem mächtig und mit diesem Handschuh ja quasi unbesiegbar irgendwie.
Arne:
Da würde ich schon sagen, da wusste man schon sehr genau, wo es hingehen soll, wann das, wie, in welcher Form und wie viele Filme noch und so weiter. Das ist jetzt denke ich mal das, was du meinst.
Christian:
Genau, da hat man nicht gesagt, okay, der Fahrplan, das hätte, also stand jetzt 2014 Guardians of the Galaxy, das hätte jetzt, sag ich mal, in drei Filmen schon soweit sein können, das hätte in 20 Filmen soweit sein können, das hätte auch, wir hätten halt immer noch über Thanos jetzt im Jahr 2025 sprechen können, weil, ne, der braucht immer noch irgendwie drei Steine, bis der, bis der irgendwie sein Ding voll hat, oder, also, ne, es ist immer noch alles möglich, ich müsste da auch noch mal irgendwie nachschauen, wann das Konkrete.
Christian:
Also Endgame ist irgendwie 2019 rausgekommen und die haben sich für Endgame und Infinity War irgendwie so ein paar Jahre mehr als üblich gelassen. Also ich glaube irgendwie so ab 2015 oder so war glaube ich schon sozusagen die Entscheidung getroffen und jetzt geht's Richtung Endgame. Also da hat man sich irgendwie schon ein bisschen mehr Zeit gelassen, aber es ist noch nicht so, so wir sind noch auf dem Weg dahin. So und das ist absolut clever und das lässt Marvel auch immer noch so ein bisschen mobil irgendwie, hätte ja auch sein können, dass der Film jetzt krass floppt und oh, wir haben jetzt hier wichtige Impulse gesetzt aber wir müssen vielleicht nochmal irgendwie einen Film extra oder im übernächsten Captain America vielleicht noch mehr Vorgeschichte einbauen damit auch alle das mitbekommen, also du musst ja auch immer wieder ein bisschen reagieren auf das, was irgendwie gewesen ist, so und das werden wir dann auch sehen bei Endgame, wie sie da auch, auf welche Filme sie irgendwie zurückgreifen und auf welche Filme sie warum zurückgreifen. Das ist schon... Gerade Kevin Feige, ich habe immer das Gefühl, der legt auch echt Wert darauf, der guckt immer das Ranking der Filme an und versucht dann immer so besonders die ganz unten Gewerteten so fünf Jahre später nochmal aufzuwerten.
Arne:
Das hast du auch schon öfter andeuten lassen.
Christian:
Ja, indem er sagt, ich sorge noch dafür, dass ihr bei jedem Rerun diesen Kackfilm mitgucken müsst, weil es ist ja wichtig für das, was irgendwie zehn Jahre später passiert ist, so ungefähr. Ja, genau.
Arne:
So, das ist auf jeden Fall ja, glaube ich insgesamt schon, wenn man da Diagramme zeichnet, dann wahrscheinlich schon fast witzig, was da hinten bei rauskommt. Das, was du mir da schon gesagt hast, dass auch selbst Captain America 1 und Thor 2 irgendwie da noch ihre Referenzen kriegen, wir werden sehen.
Christian:
Ja, ja, ja.
Arne:
Naja, also insgesamt muss ich sagen, so dieses Ganze zur Heldwerdung, Das ist einer der gelungenen Aspekte des Films, das finde ich sehr gut und ich glaube, um es mal so zu dem konkreten Film dann auch von meiner Seite ausklingen zu lassen, also Figuren funktionieren für mich größtenteils, diese CGI-Figuren, arguably, Hürde, mal außen vor gelassen. Die Entwicklung, die Backgrounds, das ist alles vernünftig geschrieben. Der Humor zündet teilweise, teilweise auch nicht. Aber sowas wie dieses Ultra-Deadpan-Drags-Kram und so, das ist dann schon so meine Schiene. Manche Figuren finde ich so ein bisschen unterentwickelt. Was ich schon mag, also mit diesen, ja auch die Songs, die sie wählen, diese Pop-Songs aus den 80ern, das ist ja auch nicht Musik, die damals cool war, der Pina Colada-Song oder so. Das ist halt ultimative Radiomusik gewesen in den 80ern. Aber es wird halt eben über diesen emotionalen Link dann cool gemacht.
Arne:
Und bei einigen Songs, also anfangs habe ich das noch, ohne wirklich genau drauf zu achten, noch eher so als so Stilmittel empfunden. Teilweise schaffen sie es dann später aber ja auch, dann wirklich über die Lyrics der Songs so ein Match mit dem, was im Film passiert, dann auch zu erzeugen. Und das finde ich immer sehr cool. Also ich meine, es hat natürlich jetzt nicht die Qualität von Musical Storytelling, wie es jetzt in A Girl Walks Home Alone at Night oder so passiert, aber es sind schon einige schöne Sachen, so mit Bowie in Space dann und so weiter, das ist schon ziemlich nice. Also das ist auch was natürlich kannst du immer sagen ja was soll der Mist und so weiter der Mist soll, dass man das als ein cooles Konzept empfunden hat und es deswegen durchgezogen hat und es deswegen zu, funktionierenden Momenten geführt hat und da, das sind so ja, so Freude am audiovisuellen Filme machen, die mir dann eben einfach gut gefällt.
Christian:
Und es zieht halt auch alles wieder zurück auf die Figur also das Mixtape, was Peter Krill darauf und runter hört und wir halt im Film mithören dürfen, das ist garantiert von seiner Mama für ihn zusammengestellt, wenn sie ihm am Ende die Volume 2 noch auf dem Sterbebett übergibt. Und das ist halt eben das letzte Ding, deswegen rennt er ja auch seinem Walkman so hinterher. Das ist das letzte Ding, was ihn noch mit seiner Mutter verbindet. Er ist wortwörtlich Millionen von Meilen weit entfernt von der Erde. Er ist halt in einem, Er hat unähnlichsten Kontext überhaupt unterwegs. Und das Einzige, was ihn eben noch mit seiner toten Mutter verbindet, die er wahrscheinlich ja auch nie vollumfänglich betrauert und verarbeitet hat, wie auch, wenn du da irgendwie, weiß ich nicht, mit zehn oder acht oder zwölf in so ein Alien-Spaceship entführt wirst, weil es heißt, du sollst jetzt deinem Cosmic Father übergegen werden. Das ist halt dann auch wieder Storytelling. Das ist dann auch wieder die Figur, weißt du, unter dem Aspekt. Gibt es der ganzen Sache dann auch noch mal eine Schicht mehr.
Arne:
Finde ich.
Christian:
Und das ist dann auch wieder das verletzte Kind in Peter Quill, was durch diese Musik erzählt wird oder mit der Musik erzählt wird.
Arne:
Ja, eine letzte Sache, die ich noch sagen würde, 100% agreed zu dem Themenblock. Du hast ja anfangs immer so die These gemacht, so ja, Superheldenfilme, das braucht halt auch Budget. Und wir sehen natürlich hier eine ganze Menge Budget und wir sehen natürlich auch eine Inszenierung, von Weltraumwelten, die ohne Budget wahrscheinlich nicht umsetzbar wäre. Also, ähm, Das ist schon was, da gehe ich dann auch mit, dass man, also gerade wenn man so die Space Opera mit den verschiedenen Planeten und so, du kannst das natürlich alles total puristisch, ohne Städte und so weiter machen und mit Gummikostümen und dann hast du halt den Dschungel, den Wüsten und den Eisplaneten, weil das kann man halt real irgendwie auf der Erde drehen.
Arne:
Aber das ist ja hier schon so ein bisschen mehr ich finde auch, dass die Settings, größtenteils gelungen sind, die heben sich irgendwie stark voneinander ab, ich mag es auch dass es bei einigen, Szenen ganz klar ersichtlich ist, dass sie da zumindest wenigstens noch irgendwas an Sets auch gebaut haben, in denen sich die Schauspieler da bewegt haben, das ist cool, was mir einfach nicht gefällt und das ist aber glaube ich auch so ein generelles Blockbuster Ding ist, dass wir dann einfach gegen Ende des Films, vor allem mit diesen Luftschlachten und so weiter, dass da halt auch dieser CGI Gigantismus schon einsetzt. Und da wird es eine sehr, sehr interessante Betrachtung. Der rote Marvel-Faden, was fällt eigentlich am Ende des Films auf was drauf? Also wir haben bei Captain America 2 jetzt schon den Helicarrier, der auf Städte fällt.
Christian:
Ist das dein TED-Talk, den du vorbereitet hast?
Arne:
Genau, jetzt haben wir schon ein Raubschiff, was auf Städte fällt. Irgendwann kommen wir dann an bei Städten, die auf Städten fallen in Age of Ultron und irgendwann fallen wahrscheinlich Planeten auf Städten oder Galaxien auf, weiß ich nicht was, aber irgendwas muss am Ende immer aufeinander fallen und es ist, da bin ich dann so ultimativ raus und so ultimativ gelangweilt, dass ich mich wirklich auf der Couch hin und her winde und nur hoffe, dass es wirklich schnell vorbei ist, das gibt auf jeden Fall massive Abzüge hinten raus in der B-Note, ähm. Ja, aber davon abgesehen, finde ich, das ist auf jeden Fall von den ganzen Marvel-Filmen so einer, der halt schon auch ein gewisses Rewatch-Potenzial hat, der irgendwie eine gute Zeit einfach einem so größtenteils vermittelt und sie einen mit durchleben lässt. Also insofern no bad blood, nicht 100% mein Ding. Ich habe jetzt eben, als ich ihn gelockt habe, habe ich gesehen, dass ich früher tatsächlich irgendwie nur zwei von fünf gegeben hatte. Das wäre ich vielleicht nochmal ein Stern hochstufen. Aber...
Christian:
Das ist ja, müssen wir noch zweimal besprechen und dann...
Arne:
Mal gucken, wenn wir den irgendwann nochmal im Recap zurückgehen. Mag Arne jetzt Guardians lieber und dann alles andere aus Marvel gesehen hat, dann gibt es wahrscheinlich schon einmal so eine Prinzip-Herabstufung von allem.
Christian:
Pass auf, ich sehe es ja so, dass bei jeder Fortsetzung, die wir jetzt von Guardians of the Galaxy besprechen werden, du halt nochmal zum Ersten zurückgehst und sagst, ach so, ja, dann muss ich den ersten ja auch nochmal wieder ein Stück nach oben holen. Und dann bist du nachher beim dritten Film, bei allen dreien bei 5 von 5 und dann ist das Head-Trick voll, das ist doch wunderbar.
Arne:
Ich denke, das wird eher so laufen, dass ich mir denke, naja, es muss natürlich in Relation bleiben und wenn ich dann sehe, okay, so schlecht kann es auch sein, dann weiß ich, dass ich halt gleich nur noch einen halben von 5 gebe auf Guardians 3 und naja, aber das werden wir dann später alles sehen.
Christian:
Es geht nur noch aufwärts. Es geht nur noch aufwärts. Und wenn wir dann bei Superman im 2025 angekommen sind, dann kriegen sie alle rückwirkend auch noch ein Herz von dir. Und dann ist die perfekte, dann kommen sie noch in die Lieblingsfilmkachel oben bei Letterboxd. Aber ich habe große Pläne mit dir, wie du merkst.
Arne:
Dann sind sie dann in guter Gesellschaft neben Eraserhead 00 Schneider. Was habe ich da noch?
Christian:
Da hast du nachher gar nichts mehr. Da hast du Guardians 1, Guardians 2, Guardians 3 und Superman. Und dann ist die Super Hero Unit hat sie ihren Auftrag erfüllt, so ungefähr.
Arne:
Ich denke, das ist exakt so, wie es laufen wird. Du hast wahrscheinlich schon den Infinity Stone der Raum und Zeit.
Christian:
Ich wollte gerade sagen, ich habe den Masterplan. Ich bin ja auch der Chefarchitekt der perfekten Letterboxd Reviews. Ich habe noch eine Sache. Du bist nämlich schon dabei, hier das Ding auch zuzumachen. Völlig zu Recht. Ich will nur noch eine Sache erwähnen, weil sie erwähnt werden muss auf jeden Fall. Ja. Auch irgendwie ein bisschen für Marvel steht, Anekdote ist das falsche Wort, aber ich sag mal eine Kuriosität oder ein Ding, was bei diesem Film irgendwie noch hochploppte. Und zwar gab es wohl irgendwie ein bisschen Beef bei den Drehbuch-Credits. Dass James Gunn irgendwie so ein bisschen, damals glaube ich ja auch irgendwie meinte, ja, das ist halt mein Film, ich hab ihn geschrieben, so alles irgendwie mein Ding. Und dann gab es aber eine Autorin, Nicole Perlman, die der ganzen Sache versucht hat zu widersprechen und zu sagen, naja James ich habe aber auch dran gearbeitet also sie trägt auch den Credit die beiden haben zusammen den Drehbuch Credit und ich meine, dass er irgendwie dann so beim Film rauskam, versucht hat, sie da so ein bisschen auch aus dem aus dem, Marketing und aus den Lorbeeren auch irgendwie rauszuhalten und irgendwie ist es nämlich so, ich habe mich da nicht noch weiter eingelesen was das genau ist und wie das alles funktioniert und was draus wurde, aber es gab irgendwie.
Christian:
Das sogenannte Marvel Screenwriting Programm, was bei Marvel Studios irgendwie aufgebaut wurde ich glaube auch irgendwie so nach dem ersten Iron Man oder irgendwie sowas so nach den ersten beiden Filmen, als klar war so es geht weiter, da hat man sich glaube ich so eine Art, Nachwuchsschmiede irgendwie auch so versucht aufzubauen und hat vor allen Dingen.
Christian:
Junge, unerfahrenere DrehbuchautorInnen, die durften halt mal richtig die Comics plündern. Das ist ja dann auch sehr schnell erkannt worden und bis heute und auch bis heute ein Riesenthema, das ist auch nochmal eine andere Diskussion, aber dass die Leute, die halt irgendwie in den Comics geschrieben haben, mit Glück irgendwie nochmal eine Danksagung in den Credits irgendwie bekommen, aber ja nie erwähnt werden als.
Christian:
Sag ich mal Story-Lieferanten und auch keine Provision bekommen bei den Mega-Blockbuster-Filme, die spielen irgendwie Milliarden Dollar ein und die Leute, die in den Comics die Storys geschrieben haben vor 30 Jahren, die, Ja, sind halt immer noch irgendwie Freelancer und kriegen vielleicht nochmal irgendwie einen Früchtekorb oder so zugeschickt. Anderes Thema. Aber die Nicole Pellman, die war halt in diesem Screenwriting-Programm und hat irgendwie Specscripts geschrieben. Also man durfte dann halt irgendwie, worauf hast du Bock und was willst du machen? Und die hat sich irgendwie an den Guardians of the Galaxy abgearbeitet. Und hat da irgendwie in den Jahren, also 2009 ist sie diesem Programm irgendwie beigetreten und hat dann irgendwie bis 2011 zehn Versionen irgendwie von den Guardians geschrieben. Mal so, mal so. Es gibt dann ja irgendwie die Comics, die schon ein halbes Jahrhundert alt sind und dann guckt man da noch. Also viel gemacht und getan und irgendwie war wohl auch ihr Drehbuch die Grundlage für das, was James Gunn dann irgendwie wohl weitergeschrieben hat. Und er hat wohl irgendwie behauptet, ja, ich hab hier mein komplett eigenes und es gab Überschneidungen, aber das ist trotzdem eher so mein Ding und so. Und ich glaube, da gab's halt echt so ein bisschen Streitereien und da musste dann auch irgendwie diese.
Christian:
Screenwriting-Gilde irgendwie wie auch mit rein und hat ihr eben auch so ein Credit zugesprochen. Die haben dann irgendwie Drehbücher gelesen und verglichen und da geht, weil es geht ja auch um Geld dabei, ne? Also wenn du halt eben als Autorin genannt wirst, dann hast du irgendwie auch Anspruch auf Geld und, ähm, ich kenne jetzt, also wie gesagt, ich habe jetzt nicht so in den Details irgendwie reingeguckt. Ich fand es einen merkwürdigen Move von ihm, sie da irgendwie so ein bisschen raushalten zu wollen, ähm, Ich weiß auch nicht genau, was aus ihr geworden ist, was aus diesem Programm geworden ist, ob es das irgendwie immer noch gibt, ob das immer noch bei Marvel so ist, dass man die Leute machen und schrauben lässt und dann irgendwann so, irgendwer sich da irgendwelche vorherigen Drehbücher schnappt oder auch nicht schnappt oder wie auch immer. Aber dann hatte ich auch noch gelesen, dass Chris McCoy wohl irgendwie auch noch ohne Credits an dem Drehbuch irgendwie gearbeitet hat und noch irgendwelche Rewrites gemacht hat und so. Aber ja, also ich fand es halt einfach wichtig, Also, weil auch da Nicole Perlman als Frau ist in diesem Marvel Studios Ding unterwegs, liefert Arbeit, liefert Grundlagenarbeit und wird halt versucht quasi aus dieser offiziellen Geschichtsschreibung rauszuhalten, was eben, glaube ich, auch ein Symptom für MCU und Marvel Studios in dieser Zeit war. Wir erinnern uns noch kurz.
Arne:
Für Hollywood.
Christian:
Aber eben auch besonders da Marvel. Also das ist da schon echt so ein Sumpf gewesen. Ich erinnere dich an den zweiten Thor-Film Patty Jenkins, die da ja auch irgendwie rausgekickt wurde. Sie hätte die erste Regisseurin werden sollen. Und dann, ich glaube, ihr hat man auch damals irgendwie gesagt, so nach dem Motto, keine Sorge, diese ganzen CGI-Geschichten, das machen wir schon, da musst du dich nicht drum sorgen. Du kannst halt am Set drehen, aber ... Also ... Das ist, also ich glaube auch, dass es wichtig für diese Zeit, dass MCU und Marvel ist ein ziemlicher Boys Club und besonders in dieser Zeit ist es ein sehr großer Boys Club und mittlerweile auch wieder mehr Boys Club geworden, weil Victoria Alonso da irgendwie auch rausgekickt wurde, die war sehr lange sehr wichtig als Produzentin. Also ich wollte es nur erwähnt haben und den Finger darauf zeigen und sagen, da ist auf jeden Fall was los und das sollte man auch ein bisschen gerne auch nochmal tiefer reinlesen und auch ein bisschen beobachten.
Arne:
Also wenn man sich das so anguckt, nach dem was du beschrieben hast, wie das lief, ich habe jetzt mal geschaut, was für Credits, wenn überhaupt Nicole Perlman noch so hat und das wirkt alles schon so, als ob da in einem Drehbuch, Writing Room irgendwie oder im stillen Kämmerlein Material geschrieben, geschrieben, geschrieben wurde und dann irgendwie in Einzelaspekten vielleicht teilweise kannibalisiert, weil es geht los mit einem uncredited, contributed Dialog Credit für den ersten. Thor, aber als Writer dann nur als Consultant sozusagen und uncredited. Dann Guardians drei Jahre später als wirklich offiziell Co-Writer mit James Gunn. Dann kommt noch für 2019 Captain Marvel.
Arne:
Story co-written with und dann stehen da sechs andere Leute. Das wirkt für mich schon so, als ob irgendwie Jahre vorher, als dann schon Konzepte für einen Captain Marvel mal, der ja eigentlich, glaube ich, sogar auch früher kommen sollte, als er dann effektiv kam. Also das wirkt nicht so, als ob sie 2018, 17 da noch irgendwas dran gearbeitet hat, sondern als ob das wahrscheinlich auch schon auf so eine Phase zurückgeht. Und dann war das halt mit Marvel das auch und dann kommen dann so ein paar andere Sachen, Detective Pikachu, Shoe, Godzilla, X-Kong, K-Pop, Demon Hunters, alles so Sachen, wo dann Story oder Production Consultant Credits drin sind, aber nichts wirklich Geschriebenes mehr und so zynisch wie ich auf Hollywood gucke, als du dann eben so gesagt hattest, so naja, was dann halt aus ihr geworden ist, da ging mir dann so direkt durch den Kopf, ja gut, wir reden über Hollywood, also natürlich ist nichts aus ihr geworden, die Frau, die den Mund aufgemacht hat und aufgemuckt hat, also ist die halt in der Karriere klinisch tot für den Rest ihrer Karriere, ne, weil was gegen das System gesagt und dann als Frau, dann war es das halt, ne, so, keine Ahnung, irgendwie.
Arne:
Was hatten wir schon für schöne Formulierungen, so offiziell kreative Differenzen, ne, ist halt schwierig mit ihr zu arbeiten, so, ja gut, weil sie wahrscheinlich irgendwie gesagt hat, das ist ziemliche Gülle, was ihr hier gerade produzieren wollt, ne, so mit Natalie Portman in Tor 2 dann und so weiter und so weiter, ähm.
Christian:
Ja, ja, klar, wer da besonders als Frau den Mund aufmacht, ist dann halt schnell weg aus dem Boys Club.
Arne:
Naja, nicht nur Frauen. Ich meine, wir haben es ja jetzt mit Henry Cavill in Witcher auch erlebt, der da irgendwie von vornherein ja gesagt hatte, ich mache das Ding, wenn wir hier werkstreu bleiben und dann quasi alles andere als nur werkstreu irgendwie zusammengeschrieben wurde. Und er dann einfach gesagt hat, wisst ihr was Leute, mir reicht das einfach hin hier, sich wohl auch am Set immer einbringen wollte und die tollen Herrschaften mit ihren Drehbüchern und ihren, großen Ideen haben eben so, ja komm hier, stay in your lane, wir wissen schon, was wir hier tun, halt die Fresse und das muss ich dann halt selbst in Henry Cavill, also selbst sage ich jetzt, im Gegensatz zu einer Nicole Perlman, die irgendwie in Nachwuchs-Risers-Rooms für Marvel irgendwo zwischen 200 anderen im Kämmerlein geschrieben hat, also auch in Henry Cavill, der irgendwie ein cooler Nerd ist, wie ich mittlerweile gelernt habe und sein Leben lang Fantasy und Sci-Fi-Kram gelesen hat und Warhammer 40k gespielt hat und so weiter. Ja. Selbst der, also haben sie ja noch angefangen dann Gerüchte zu streuen von wegen, er hätte am Set da irgendwelche Übergriffe abgelassen und so weiter. So, wo halt alle Leute, die mit ihm gearbeitet haben, so ein großes Fragezeichen im Gesicht hatten. So, ja okay, war halt irgendwie der niceste Typ ever. Aber die Drehbuchautoren, die halt nicht drauf klarkamen, dass er gesagt hat, wenn die so eine Scheiße schreiben, bin ich halt raus. Naja, Hollywood ist einfach Dreck was soll man sagen und ob da Netflix vorsteht oder Marvel.
Christian:
Scheißegal so, das war mal ein Schlusswort ich hab noch zwei Fußnoten, ich versuche mir immer so ein bisschen jetzt die Frage auch zu stellen wer taucht in diesem Film und irgendwie nochmal ganz anders im Genre wieder auf.
Christian:
Wir haben Laura Heddock die hier Peter Quills Mutter am Anfang kurz spielt die ja da im Sterben liegt, krebskrank ist die hatte wohl irgendwie auch einen Mini-Auftritt im ersten Captain America als Autograph Girl. Ich glaube, sie hat irgendwie Captain America da ums Autogramm gefragt und war da halt irgendwie so ein Extra, so ein, wie sagt man, so eine Statistin irgendwie so im Hintergrund. Das fand ich nur lustig, das war eine Anekdote, die ich gelesen habe und wir haben Jimon Honsu, der hier diesen, einen Kopfgeldjäger da am Anfang spielt, den wir auch im Trailer gesehen haben. Also Peter Quill schnappt sich da ja irgendwie dieses Ei aus dieser Ruine und er kommt ja irgendwie dazu und fragt, wer bist du eigentlich? Ich bin Star-Lord. Und dann guckt er ihn doch noch an und sagt, ja, was? Dieser Typ, der taucht nämlich später bei Shazam, bei DC wieder auf, als großer Wizard. Das ist mir auch noch aufgefallen. Falls ihr auch irgendwie noch, weil ich versuche das immer händisch alles irgendwie zu machen, Falls ihr irgendwelche Gesichter gesehen habt, die dann wieder im Genre in anderen Produktionen auftauchen, sehr gerne irgendwie auch bei uns in die Kommentare hauen. Superheroeyunit.de folgt da gerne den Links zu dieser Episode. Das interessiert mich nämlich immer sehr. Ich finde das immer sehr lustig, wenn eben Schauspielende eben auch nicht die ganz großen, die man dann sofort wieder erkennt, sondern auch eher so die kleineren und Charakterakter, wenn die irgendwo im Genre wiederholt auftauchen.
Arne:
Und wenn du erstmal Second Level guckst, als ich vorhin nach Chris Pratt gesucht habe und noch wissen wollte, welche Rolle das in Zero Dark Thirty war, habe ich dann gesehen, dass er in Zero Dark Thirty im gleichen Navy Seal Squad war, wie der Typ, über den wir letztens schon bei Batman v Superman gesprochen haben, der dazu den Villains gehörte und der auch irgendwie bei Marvel nochmal auftauchte. Da wird es dann interessant aber das ist vielleicht eine Ebene zu viel.
Christian:
Zum Abschluss die obligatorische Frage, gehört der Film in den Kanon.
Arne:
Ja, das wird schon obligatorisch, ne? Wäre jetzt sehr strange, wenn nicht.
Christian:
Auf sowas von. Ich würde den da auch so ein bisschen mit so einer extra Schleife irgendwie gerne ausstatten. Das ist für mich irgendwie so ein Kandidat, der eben, was wir ja auch schon in der ganzen Diskussion hatten, so ganz viele Aspekte des Filmes auch immer irgendwie so auf diese größere Genre-Diskussion irgendwie holen können. Und das sind für mich schon auch so ein bisschen eher so die Perlen auch des Genres, die nicht nur irgendwie ihr Programm abspielen und sagen, es ist der drölfhundertste Batman, sondern die irgendwie auch was tun und machen und wo eben andere im Genre drauf gucken und sagen ah so geht's auch, das können wir auch machen und da hatte ich schon den Eindruck, dass Guardians da irgendwie auch so dazu gehört nicht nur irgendwie Kassenschlager, sondern irgendwie auch ein bisschen, prägenderer Natur sind,
Christian:
Gut, dann bleibt mir nur noch zu sagen, was wir in der nächsten Sendung machen. Und ich freue mich da sehr drauf. Wir werden da, glaube ich, eher nochmal die Frage diskutieren können, ob der Film irgendwie in den Kanon reingehört oder nicht. Wir wollen über Birdman sprechen. Der Michael Keaton. Jetzt sag mir gerne nochmal, wer hat der Regie nochmal geführt? War das Inarito?
Arne:
Inarito, ja. Genau.
Christian:
Oscar-prämierter Film, glaube ich, oder zumindest nominiert und alles eigentlich gar nichts mit Superhelden, mit Superhelden-Genre, mit Blockbuster, sondern alles aus einer ganz anderen Schiene, aber mit einem riesengroßen Meta-Kommentar auf all das, was wir hier irgendwie auch besprechen. Mit einem ehemaligen Hollywood-Schauspieler, der Birdman prägend gespielt hat und sich jetzt herausnimmt, am Broadway ins Theater, auf die Theaterbühne zu wollen und eben diese ganze Metadiskussion, ist das überhaupt, kann der überhaupt spielen, ist das überhaupt Kunst, was ist das eigentlich alles? Und dann eben auch mit dieser Besetzung von Michael Keaton als titelgebender Birdman, Schrägstrich Batman. Da wird, glaube ich, ganz, ganz viel auf dieser Metaebene auch erzählt. Und deshalb bin ich mal gespannt. Ich habe Bock, den zu diskutieren, den zu gucken. Und mal gucken auch, wie wir den hier in die Diskussion reinholen.
Arne:
Ja, lass uns das tun und bis dahin, wann auch immer das hier rauskommt, entweder schönen Rest des Jahres oder guten Start in 2026 oder was man halt so wünschen kann.
Christian:
Wir bleiben ja eigentlich noch im Jahr 2014, also würde ich sagen, weiterhin stabiles Jahr 2014, um auch da auf der Meterebene zu arbeiten. Noch haben wir es ja nicht verlassen, ich glaube wir haben noch ein, zwei Filmchen vor uns.
Arne:
Als die Welt noch in Ordnung war. Tja. Ja, auf dieser Note wünsche ich einfach mal einen schönen Tag. Das kann man immer. Spaß gemacht. Bis zum nächsten Mal.
Christian:
Bis zum nächsten Mal. Tschüss.