Superhero Unit #64 – Ant-Man [2015]

Artist: Superhero Unit Studios
Album: Superhero Unit
Year: 2026
URL: http://superherounit.de/

Chapters

0:00 Intro
1:25 Kontext im Genre
21:41 SECOND UNIT STUDIOS+
23:02 Zusammenfassung in einem Satz
23:30 Filmbesprechung
1:09:12 Bedeutung für das Genre
1:22:27 Cast & Crew im weiteren Genre
1:23:21 Nächste Sendung: Fant4stic [2015]

Transcript

Intro

Christian:
[0:00] Wie geht's dir, Arne? Erstmal so, hallo.

Arne:
[0:03] Ja, also seelisch geht's mir gut. Körperlich bin ich quite exhausted.

Christian:
[0:10] Bist du im Quantum Realm gelandet in den letzten Tagen?

Arne:
[0:14] Nee, aber im Gegensatz zu manch anderen Vätern versuche ich den Spagat zwischen Work und für meine Tochter da zu schaffen.

Christian:
[0:26] Also ich kann ja aus eigenem...

Arne:
[0:28] Da kann ich nicht nur im Knast abhängen.

Christian:
[0:29] Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, also wenn man nicht im Gefängnis landet, aufgrund irgendwelcher Diebstähle, dann oder alternativ, was auch ganz schlecht für die Eltern-Kind-Beziehung ist, wenn man Superheld wird. Ich glaube, das ist dann auch ganz schwer mit der Work-Life-Family-Time-Balance zu schaffen.

Arne:
[0:50] Aber Christian, damit zeigt man seinen Kindern doch, dass man der Held ist, für den sie einen sowieso schon halten. Die Hörerschaft sieht mein Gesicht nicht.

Christian:
[1:02] Ich habe gesagt, man hört es in der entsprechenden Pause aber und dann in dem Gekicher. Ich lasse das erstmal so stehen, weil ich glaube, da werden wir nachher auch noch ein bisschen zu ausscheren, um es mal so zu sagen. Ich bin auch ein bisschen, ich bin unterzuckert oder überzuckert, ich weiß nicht genau. Wahrscheinlich so wie Scott Lang nach dem ersten Ant-Man-Versuch, so fühle ich mich auch gerade, nach dem ersten Anzug ausprobieren.

Kontext im Genre

Christian:
[1:24] Aber ich versuche ja ein bisschen... Ins Muster wieder zurückzufallen in die Sendung, denn ganz am Anfang versuche ich ja immer jetzt, einen Kontext im Genre zu setzen und hier passt es eigentlich ganz hervorragend, dass wir mal diesen Ant-Man, den wir jetzt besprechen, nochmal mit so wahrscheinlich dreieinhalb Rollen rückwärts uns der ganzen Sache nähern, weil dieser Film halt schon echt eine etwas längere und größere Vorgeschichte hat, die ihn auch irgendwie so in diesem Jahr 2015 einordnen. Ich weiß nicht, wie viel du von dieser ganzen Vorgeschichte kennst, weil eigentlich haben wir jetzt ja einen Film gesehen, der neun Jahre lang in Produktion war und irgendwie höchstwahrscheinlich auch hätte anders aussehen sollen und das macht ihn ja schon auch ein bisschen besonders, vor allem im MCU. Wie viel kennst du von dieser Edgar Wright Geschichte?

Arne:
[2:16] Mir fiel das wieder ein beim Schauen, dass da ja mal was war und jetzt musst du mir mal auf die Sprünge helfen, ob wir hier schon das erste Mal wirklich diesen Fall haben, dass jemand auch schon richtig lang an einem Film, mitentwickelt hat und dann rausgekickt wurde. Also wir hatten das ja auch bei Patty Jenkins beim zweiten Tor, das hattest du mir ja erzählt, dass sie da auch mal eine größere Rolle und eben auch die Direction spielen sollte. Also eine größere Rolle spielen für den Film, natürlich nicht vor der Kamera. Das direkten sollte und das alles nicht klappte. Ist bestimmt eine schwierige Frau.

Arne:
[2:55] So wie das in Hollywood ist. Naja, aber ich wusste von, also es fiel mir wieder ein, dass Edgar Wright da ja relativ stark involviert war. Und das dann geplatzt war. Und das ist auch einfach so Popkulturwissen, was ich von damals hatte. Mir war überhaupt nicht bewusst, dass das schon so lang in der Entwicklung war und dass das auch so eine große Vorgeschichte hatte, wenn du jetzt sagst neun Jahre. Ich dachte halt, das wäre so gewesen, so kommen wie Peppen war unser MCU mit großen Namen und vielleicht Leuten, die natürlich auch, wenn man überlegt, wie die vorher Filme gemacht haben, mit ihrer Art und Weise sicherlich auch zu locker fluffigen Superheldenstoffen passen. Wie machen wir das aus Marvel-Sicht? Und dann fiel auf, Mensch, der hat ja viel zu viel eigenen Charakter für uns. Da müssen wir aber gegen gehen. Und dann passte das natürlich nicht, weil ein Edgar Wright sich da nicht verbiegen lassen will. Das war so meine Story, die ich mir da immer zurechtgelegt hatte. Ob das natürlich so ist, musst du mir erzählen.

Christian:
[3:50] Also ja, da geht es halt schon los. Ich war halt auch nicht dabei, in den Marvel-Büros als Entscheidung für oder gegen Edgar Wright getroffen worden. Was?

Arne:
[4:01] Du saßt nicht als Ameise an der Wand und lauschtest?

Christian:
[4:05] Doch, tat ich, aber ich habe ein NDA unterschreiben müssen, als sie mich dann geschnappt haben und dich vor die Tür gesetzt wurde. Aber ich habe zumindest versucht, nochmal ein bisschen nachzurecherchieren, weil in meinem Kopf da auch so mehrere Sachen rumflogen. Also es war so, wir fangen sozusagen mal bei Null an und springen dann zwischendurch auch nochmal quasi vor dem Moment Null. Aber es ging eigentlich los 2006 du erinnerst dich dunkel, ich glaube wir hatten das damals bei der Iron Man Sendung auch in der Vorgeschichte so wie das MCU entstanden ist, das war ja die Idee dass Marvel Entertainment, Marvel Studios irgendwie gegründet hat und man hat ja so ein, Kredit irgendwie aufgenommen für 500 Millionen und hat sich irgendwie hingesetzt und hat gesagt, wir wollen uns jetzt selbst um unsere Filme kümmern. So und dann ist ja Iron Man entstanden und Hulk, das waren ja die ersten beiden Vertreter 2008, die dann ja eben so 2006, 2005 auch schon so parallel halt vorbereitet wurden. Und genau zu dem Zeitpunkt war auch Ant-Man schon in Vorbereitung. Also 2006 wurde auch verkündet, dass Edgar Wright einen Ant-Man-Film machen wird und vor allen Dingen auch machen will.

Christian:
[5:20] Und deswegen nochmal der Sprung zurück. Also das resultiert daher, dass schon vor 2006, ich glaube irgendwie Anfang der 2000er, Edgar Wright und sein Drehbuchpartner, die ja auch hier in den Credits auftauchen, Joe Cornish, die beiden hatten schon...

Christian:
[5:36] An Treatments gewerkelt, als erinnere dich noch, ne, 90er, 2000er Marvel-Rechte flogen ja durch ganz Hollywood durch die Gegend. Irgendwer hatte irgendwie die Rechte an dieser Figur Ant-Man und die beiden waren da so, involviert mit eben Drehbuch-Treatments und sollten sozusagen schon, ich hab gar nicht mehr nachgeguckt, wer das war, aber sollten für irgendein so ein kleineres Film-Label diesen Ant-Man-Film halt machen.

Arne:
[6:01] Ja, da war die Einstiegshürde zu der Zeit natürlich. Da war das ja eher sowas, komm, lass uns das doch mal irgendwie probieren mit diesem Superhelden-Kram auch. Nicht so ein Riesen-Fokus drauf, ne?

Christian:
[6:11] Genau, und also das war auch noch nicht die Zeit, überlegt man, das war so, glaube ich, auch noch vor Nolans Batman, wo halt auch nicht die Studios gekommen sind und gesagt haben, hey, wir brauchen wen, weil wir wollen das Happy Meal in drei Jahren jetzt mit Batman irgendwie verkaufen.

Arne:
[6:27] Nee, nee, das meine ich. Das war ja eher so Spielwiese noch, ne?

Christian:
[6:31] Genau. Und so wirkte, also was ich so gelesen habe. Also Edgar Wright hatte halt einfach Bock drauf. Der hatte Bock auf diese schräge Figur, Bock auf dieses Ant-Man, niemand kennt Ant-Man so richtig und das war ja auch in den Comics eher so ein B- und C-Charakter und so und damit mit diesen Fähigkeiten, klein, groß und so, da kannst du ja eine ganze Menge mitmachen. Also er hatte erstmal Bock und da gab es schon wohl Vorbereitung. Ich habe dann auch gelesen, dass Edgar Wright auch meinte, ja, wir haben da halt schon vorher an Treatments irgendwie, gebastelt, als dann Marvel und MCU losging und wir da sozusagen engagiert wurden, aber er bezweifelt, dass Marvel da irgendwas von den vorherigen Versuchen irgendwie gelesen hat, weil da ist nichts draus geworden. Die Rechte gingen zurück an Marvel und dann hat Marvel halt eben Edgar Wright 2006 sozusagen ins Boot geholt oder eben auch den Drehbuchpartner mit. Und das hat dann immer so ein bisschen vor sich hin geköchelt eigentlich, dieses Ant-Man-Ding. Muss man ja auch dazu sagen, Edgar Wright ist ja auch kein untätiger Mensch, der ja dann eben auch ähm, in den 2000ern, guck mal, der hatte den Scott Pilgrim, glaube ich, 2010 oder 2009, wir hatten den, glaube ich, auch besprochen hier. Den hatte er auch.

Arne:
[7:41] Natürlich, glaube ich. Natürlich haben wir den besprochen. Und er war ja nur dann sehr produktiv. Er hatte ja auch Hot Fuzz und Shaun of the Dead und den einen Trailer für dieses Grindhouse-Double-Feature und was er nicht noch alles gemacht hat. Wobei ich glaube, mit Shaun of the Dead ging eigentlich seine Spielfilm-Karriere los. Der hat vor, glaube ich, nur ein bisschen Serien und sowas gemacht.

Christian:
[7:58] Genau, ich glaube, das war auch 2004 war schon auf The Dead, Anfang der 2000er, also das muss man auch so ein bisschen sag ich mal in diesen Aufstieg von Edgar Wright, da kam Ant-Man schon sehr früh irgendwie rein und dann hast du halt sozusagen auf zwei Gleisen, eine Geschichte, die aus zwei Perspektiven erzählt werden kann, nämlich du hast einmal den Aufstieg oder sag ich mal den Karriere-Werdegang von Edgar Wright, der vielleicht 2006 als irgend so ein, scrappy English Dude mit irgendeinem Zombie-Komödien-Ding. Ja, aus dem könnte man was werden. Und gleichzeitig hast du 2008 dieses merkwürdige Superhelden-Ding-Versuch, was ja auch erst mal so sich bewahrheiten musste. Und so sind diese beiden Aufstiege parallel so ein bisschen auch von sich gegangen und auch ein bisschen unabhängig von sich passiert. Edgar Wright schraubt aber immer noch so im Hintergrund an Drehbuchvarianten.

Christian:
[8:58] An Testaufnahmen, so die Frage, wie diese Kräfte irgendwie die Fähigkeiten irgendwie dargestellt werden können. Und da gab es dann 2012. Ich meine auch nach dem, Also im Sommer 2012 zur Comic-Con, das müsste auch nach dem ersten Avengers im Kino gewesen sein, also Marvel auf dem ersten der riesigen Höhepunkte und dann nochmal sozusagen die Wiederankündigung, Edgar Wright ist auch bei uns hier zugange und wird Ant-Man machen und dann hat er so ein, ich glaube ein oder zwei Minuten Clip von diesem Test-Footage auf der Comic-Con 2012 gezeigt. Also so eine Szene kann man auch bei YouTube nochmal gucken, da gibt es die ein oder andere abgefilmte Variante von, weil das halt nie irgendwo offiziell veröffentlicht wurde, aber das ist so ein bisschen, was wir dann auch später im Film gesehen haben, so dieses Ant-Man halt auch in diesem Kostüm steht da vor so zwei Agenten in so einem Flur und muss halt an denen vorbei und dann fängt er an sich irgendwie zu schrumpfen. Man sieht nicht so viel, aber man kann es so angedeutet sehen und dann fängt er halt an, auf der Pistole des einen irgendwie rumzurennen und haut ihm dann eine rein und also das sind so einfach so ein paar technische Spielereien auch, was kann man so mit diesem, sag ich mal, Skillset dieser Figur irgendwie machen, wie kann man es darstellen, wie funktioniert dieser Größenunterschied, wie kann man das irgendwie auch mit Action anreichern und das sah schon alles sehr vielversprechend aus.

Christian:
[10:24] Und dann war es aber auch so, dass noch so eine persönliche Geschichte mit reinkam und zwar, also dieser, lassen Sie mich kurz überlegen, Shaun of the Dead und Hot Fuzz waren ja, Hot Fuzz kam dann ja glaube ich irgendwie 2007 oder so noch später, 2008 irgendwie, das ist ja auch, es gibt ja diese Cornetto Trilogie und das waren ja so die ersten beiden Teile, die so sehr lose miteinander verbunden waren, Edgar Wright Filme. Und dann kam der Punkt, dass er irgendwie auch schon länger an einem Dritten eigentlich arbeiten wollte. Und so wie ich das gehört habe, war dann halt einer seiner Freunde, der halt irgendwie Produzent war und den Film produzieren sollte, auf einmal an Krebs erkrankt. Und das war so der Punkt, wo irgendwie Edgar Wright dann auf einmal diesen dritten Film, The World's End, sehr schnell vorangetrieben hat, weil er den unbedingt noch mit der Person fertig machen wollte. Es war klar, das Ganze wird wohl nicht gut enden mit dieser Krebserkrankung und dann hatte das auf einmal so einen Drive bekommen und Marvel hat auch gesagt, alles klar, so mach, aber dann hat das Ant-Man halt schon wieder das ein oder andere Jahr nach hinten geworfen. So und dann hat es aber so 2013.

Arne:
[11:32] 14 wirklich, aber warte mal gab es denn wirklich, wenn man jetzt in diesen MCU Phasen ist gab es denn wirklich auch ernsthaft die Ambition, den eigentlich schon früher in Phase 1 reinzuholen oder wie war das?

Christian:
[11:47] Das war der eigentlich, also das war die Idee, eigentlich sollte der in Phase 1 erscheinen, aber du siehst ja schon, wenn er 2012 quasi am Ende der ersten Phase auf der Comic Con sitzt und er sein Test Footage zeigt. Also ich sag ja so, Edgar Wright war halt niemand, der jetzt einfach irgendwie auch auf Marvel gewartet hat und Däumchen dreht, sondern der hat halt schon andere Filme gemacht und weitergemacht.

Arne:
[12:07] World's End, wann kam der denn? 13?

Christian:
[12:08] 13 glaube ich, ja.

Arne:
[12:10] Ja, sowas produzierst du ja auch nicht in ein paar Monaten. Also gerade bei, also der Film, der hat ja wahrscheinlich auch noch relativ viel Postbedarf. Das ist ja am Ende dann auch mit dieser Alien-Invasion so ein ziemlicher Overload.

Christian:
[12:23] Und du siehst auch, also Ant-Man war jetzt auch keine treibende Kraft für das MCU. Das hat man irgendwie auch schon relativ schnell irgendwie auch hinter den Kulissen gesagt, so Ant-Man ist erstmal kein Avenger, es ist, also nichts, hängt von diesem Film so ab, wie es denn ja irgendwie vom ersten Captain America abhing und das waren ja alles Puzzlestücke, die auch auf die Avengers hinarbeiten sollten, da war Ant-Man so ein bisschen ausgeklammert. Aber, So Richtung 2014 hat das dann an Fahrt aufgenommen, weil klar, 2015 sollte der ins Kino kommen. Und dann ist Edgar Wright im Mai 2014 ausgestiegen. Und da habe ich noch ein Zitat, ein sehr gutes rausgesucht, wo er gesagt hat, I wanted to make a Marvel movie, but I don't think they really wanted to make an Edgar Wright movie.

Arne:
[13:11] Ja, und genau das ist es ja. So ein Edgar Wright, den musst du halt auch mit allem, was dazugehört wollen und den kannst du irgendwie nicht so zum Knappen, der da deine Corporate Vision mit maximal 4% Eigenstil umsetzt, dann da so durchprügeln. Allerdings, also jetzt so rein von dem, was da gecredited wurde und so weiter, hatte ich noch das Gefühl, dass er ja schon, also die müssen sich ja zumindest erstmal noch auf eine einigermaßen okaye Note getrennt haben, weil Drehbuchcredit hat er ja noch voll, Executive Producer hat er noch und so weiter.

Christian:
[13:48] Also da hast du ja auch so ein paar Gilden, die da noch im Rücken stehen. Also Marvel hätte ihn da auch gar nicht rausdrängeln können, weil das Drehbuch, was er geschrieben hat, ist eine sehr starke Grundlage gewesen, weil die haben dann ja auch irgendwie, ich glaube im Sommer desselben Jahres haben sie ja schon gedreht. Also das ging dann ja sehr schnell, den Ersatz zu finden. Das Drehbuch war da. Da hat dann irgendwie Adam McKay... Noch, wenn ich das richtig ändere, der Stand so auf der Liste, die Regie zu übernehmen, hat dann aber aus Respekt vor Edgar Wright, weil die befreundet sind, gesagt, das mache ich nicht. Also ich mache jetzt nicht seinen Film ohne ihn hier irgendwie weiter.

Christian:
[14:31] Dann haben sie halt den Peyton Reed irgendwie geholt und Adam McKay hat gesagt, okay weil er auch mit, Paul Rudd befreundet ist, ich schleife zumindest am Drehbuch noch ein bisschen mit rum so, ich mache dann noch irgendwie so ein bisschen die paar Veränderungen und Anpassungen, die noch nötig sind das ist okay, das mache ich, das ist fein aber ich fange jetzt nicht an sozusagen den Film, zu drehen für den ihr irgendwie mein Kumpel hier rausgeworfen habt so ungefähr, das mache ich dann nicht mehr, Und ja, also das Ding ging dann halt sehr schnell los. Ich glaube auch, das ist dann wieder so die Spekulation und das meine ich ja so. Ich war ja auch nicht da im Raum. Ich weiß halt nicht, wie man das dann festgestellt hat. Stand man sich im Mai 2014 auf einmal zum ersten Mal seit Jahren gegenüber. Kevin Feige guckt Edgar Wright in die Augen. Edgar Wright guckt Kevin Feige in die Augen und man merkt, oh, man hat sich auseinandergelebt. Oder also, weißt du, sind da Tische geflippt worden? Hat man auf den Tisch gehauen? Und dann hat man irgendwie laut rumgebrüllt und gesagt, was fällt dir ein und warum? Also ich habe keine Ahnung, ob Edgar Wright das irgendwann nochmal in der Autobiografie oder so uns kundtun will und kann und darf, aber ich glaube, dass das einfach eher so auch der Punkt war.

Christian:
[15:48] Dass dieser Film einfach zu lange gelegen hat. Also hätten sie gleich irgendwie 2009 losgelegt, dann wäre das, glaube ich, was anderes gewesen und geworden, weil dann hätte vielleicht auch noch Edgar Wright, ein Edgar Wright-Film da reinschmuggeln können, weil Marvel noch nicht an dem Punkt war. Aber so zwei Jahre nach dem ersten Avengers irgendwie, also da ist, glaube ich, auch das Selbstbewusstsein bei Marvel groß genug gewesen, vielleicht auch übergroß gewesen, halt irgendwie auch zu sagen so, nein. Also das machen wir nicht, so machen wir es nicht und wir geben hier einfach mal den Ton an. Aus diesem Indie-Spirit, Indie-Startup 2006 ist halt einfach Corporate Overlord geworden, von Disney gekauft und von Excel-Tabellen ausfüllenden Anzugträgern halt übersättigt, weil das Happy Meal muss verkauft werden und die blablabla. Und ich glaube, dass das dann einfach... Also, dass da einfach der Zeitpunkt auch abgelaufen war für so jemanden wie Edgar Wright. So, das, ich finde es bedauernswert. Also, ich habe an vielen Stellen schon auch gedacht, ich kann erahnen, in welchem Paralleluniversum dieser Film irgendwie anders ausgesehen hätte. Aber, ja.

Arne:
[17:06] Ja, ich habe ja eben gesagt, beim Schauen fiel mir das wieder ein, weil es eben so, es gibt immer wieder so Momente, da denkt man, ja, das könnte so in etwa auch in einem Edgar-Ride-Film sein. Also, was mir sehr positiv aufgefallen ist, war, wie der Sidekick hier von Michael Peña gespielt. Diese irren Geschichten, wie irgendjemand was davon gehört hat, dass irgendwo vielleicht ein fetter Hals drin liegen könnte und sich dann im Hundertsten und Tausend verrennt und so völlig awesome Storys erzählt und das halt super zackig geschnitten ist und seine Sprache sich dann über die Münder der Leute in der Erzählung legt und so. Das hat er halt so dieses, ich weiß nicht, Edgar Wright, ich finde, man kann das auch gar nicht auf jetzt ein, zwei Kernaspekte runterpinnen, was den eigentlich ausmacht, aber er hat halt immer so eine, sehr, sehr schönen Humor und so eine ganz starke Begeisterung für das, was er da tut. Das strahlen die Filme total aus und eben irgendwie so eine Fluffigkeit in den Filmen drin. Das float immer alles so vor sich hin.

Christian:
[18:09] Und vor allen Dingen sind die so wahnsinnig filmisch. Also ich erinnere mich an Scott Pilgrim zurück, wie viele Gags mehr als einfach nur Joke, Joke, Punchline war, Dialog, Dialog, haha, sondern wie viel da visuell einfach funkt, wie du sagst. Also alle Techniken, die Film zur Verfügung hat, von Soundeffekten im Hintergrund bis irgendwie Schnitttechniken bis irgendwie Vordergrund, Hintergrund agiert irgendwie miteinander. Also und dieses Joke-Feuerwerk, was dadurch entstanden ist in Scott Pilgrim, ist halt einfach, Auf einer ganz anderen Ebene, als das, was wir eben auch so in Sachen Humor bei Marvel einfach sehen. Da wird halt irgendwie gefühlt improvisiert, aber auch das nicht so richtig, weil halt alles unfassbar tight durchgeplant ist.

Arne:
[19:00] Es atmet nicht. In dem Film hier hat es tatsächlich mit dem Humor für mich mal streckenweise. Natürlich auch nicht flächendeckend und zwei von drei One-Linern laufen dann doch ins Leere und so weiter. Aber so ein paar Sachen fand ich schon echt amüsant und so ein paar Sachen machen nämlich auch genau dieses Visuelle, was man eigentlich von Edgar Wright erwartet hätte. Und erzeugen dann eben so absurde Momente, die eben was Knuffiges haben. Wenn dann mit dem Schrumpf und Vergrößermeister Mechaniken gespielt wird und plötzlich der sich fletzende Gartenzwerg zu Überlebensgröße im Garten, aufsteigt und ja, weiß ich, das.

Arne:
[19:42] Sind so ein paar Sachen gewesen, die für mich halt echt irgendwie cool waren. Dann sind so ein paar nette, augenzwinkernde Gags so in Bezug auf Marvel, so am Anfang, als dann hier unser unser mieser Mr. Stoll, der da hier die Pym Pym Labs übernommen hat und quasi der Supervillain vor dem Herrn ist und dann kommt Hank da wieder in diese Geschichte rein und kriegt präsentiert, was da ist und, Er erzählt dann so und schwadroniert, wie toll das alles ist und dann so trocken, Tales to Astonish, right? Und so dann so die, ich bin ja nicht mal Comic-Nerd, aber so ein bisschen Kenntnis über Comics giggelt dann in einem so, weil man dann halt irgendwie diese Referenz zu dieser Serie damals hat, wo irgendwie tausend Figuren bei Marvel ihren Ursprung hatten und keine Ahnung, so kleinere visuelle Sachen, dass das Softball-Team von Michael Peñas Figur, die Third Strikers heißen.

Arne:
[20:41] Also davon mal abgesehen, dass vielleicht die Darstellung der Latino-Community auch teilweise latent Stereotyp in diesem Film ist, aber das, also so kleine Details, wo eigentlich mit dem, was ich jetzt sagen würde, vom Detailgrad, wir ein bisschen mehr haben und ein bisschen mehr Liebe zu kleinen Details, als das in dem, was ich sonst bis jetzt von Marvel so kenne, eben dann so drin ist. Ich meine, klar, Easter Eggs verstecken sie. Immer sehr kalkuliert, dass wir ordentlich Easter Eggs haben, damit die ganzen Nerds den Film auch 27 Mal gucken und dann eben alle Easter Eggs gefunden haben. Aber ... Ich finde immer, es gibt so eine Art von Details und kleineren Niedlichkeiten, die man irgendwo in einem Film oder einfach nur sensibel und sorgfältig gestalteten Details, die halt so eine Welt auch ein bisschen lebendiger machen. Und da hatte ich bei dem Film jetzt tatsächlich das Gefühl, die Welt fühlte sich insgesamt etwas lebendiger an, als ich das sonst so kannte. Das war einer der positiven Aspekte, die ich definitiv wahrgenommen habe.

SECOND UNIT STUDIOS+

Christian:
[21:41] Lass mich mal noch einen kleinen Break setzen. Ich habe ja auch noch ein paar Eigenwerbungen, die ich hier loswerden muss und ich will ja versuchen, den Film auch noch in einem Satz zusammenzufassen. Aber kurz zur Eigenwerbung. Denkt dran, wir tauchen hier tiefer ein. Denkt dran, ihr könnt den Podcast unterstützen. Ihr könnt das mit einem Plus-Abo machen. Secondunit Studios.plus. Da findet ihr auch alle weiteren Links und alle Bonus-Inhalte und vor allen Dingen könnt ihr diesen Podcast, wie alle anderen Superhero-Units, auch früher hören. Ihr bekommt Kapitelmarken und ihr unterstützt das, was wir hier tun. Macht das mal, klickt euch da mal durch, klickt euch da mal auch durch die entsprechenden Abo-Pakete und ich sage besonderen Dank an Anne, Sebastian, Christian, Rüdiger, Thomas und Markus, die das bereits tun.

Arne:
[22:25] Das einzige Plus, was ihr in diesem Internet braucht.

Christian:
[22:30] Das schneide ich mir noch raus und klebe das nochmal auf die Webseite.

Arne:
[22:35] Sagt derjenige, der jetzt plötzlich das Gefühl hat, wenn er sein iPad in der Hand hat, dass es sich beschmutzt anfühlt. Erstmalig seit, keine Ahnung, wie lange es Hölle Plus schon gibt. Acht Jahre, neun Jahre.

Christian:
[22:46] Muss man dazu sagen, Hölle Plus ist bei dir Disney Plus, aber das, ja.

Arne:
[22:51] Stimmt, es ist ja jetzt auch nicht mal mehr unique mit dem Plus. Jetzt gibt es ja, weiß ich nicht, wie viel Plus. Bei HBO heißt es Max, aber Paramount Plus und Plus Max Premium.

Zusammenfassung in einem Satz

Christian:
[23:01] Genau. Aber lass mich noch ganz kurz diesen Satz versuchen, weil ich will damit auch noch einen weiteren Punkt aufmachen in der Diskussion. Also ich habe, ich war sehr müde, als ich es geschrieben habe, aber, Die Zusammenfassung zu diesem Film. Ant-Man. Kleine Randnotiz oder großer Abschluss der zweiten MCU-Phase.

Arne:
[23:23] Oh, er spielt mit Größe.

Filmbesprechung

Christian:
[23:27] Wie originell bei diesem Film. Ja, und damit will ich vor allen Dingen, müssen wir nicht jetzt, aber müssen wir auch nochmal aufgreifen, diese ganze MCU- Phase-Reihe und weil du das glaube ich auch schon so angedeutet hast, diese Frage, wo gehört der jetzt irgendwie hin und was macht der, wie ordnet der sich auch im MCU ein und das dürfen wir nicht vergessen, dass wir das irgendwie auch noch versuchen auseinander zu dröseln. Genau.

Arne:
[23:53] Ja, ich habe ein interessantes Erlebnis mit der Ant-Man-Figur gehabt, weil ich hatte damals bis Age of Ultron hatte ich ja noch alle geguckt und dann hatte ich schon langsam massiv die Lust verloren und dann hatte ich den hier übersprungen und kommt dann danach schon Civil War direkt?

Christian:
[24:16] Ich glaube ja.

Arne:
[24:17] Mag sein. Auf jeden Fall taucht er dann ja in Civil War auch auf. Stimmt. Und da gibt es so einen Moment, wo halt so total eingecashed wird, dass eben, was jetzt ja hier die Post-Credit- Scene ist, dass sozusagen er in seinem Film ja anscheinend den Link zu den Avengers gemacht hat und dann auch zu den Avengers zumindest partiell stößt. Also Civil War ist ja Avengers 2.5. Und da ich halt mich wenig damit beschäftigt habe und nicht mal wusste, wer Ant-Man überhaupt spielt, also ich hatte da kein Bild vor Augen, kommt so dieser Shot, der so total groß gemacht ist und dann so wow und du siehst so Paul Rudd und.

Arne:
[24:55] Ich dachte so, hä? Oder dann fiel mir so auf, eine Minute später, okay, irgendwie war die Szene so, als hätte man jetzt irgendwie was fühlen sollen. Warum sollte ich da jetzt was fühlen? Und dann später hat er halt dieses Ant-Man-Kostüm. Ach ja, ich habe da ja einen Film nicht geguckt. Und das war das erste Mal, dass ich so gemerkt habe, wie dieses MCU halt eben auch darauf baut, dass du zu dem Zeitpunkt dann, keine Ahnung, 10 Filme und irgendwann dann 15 Filme und so, dass du die halt alle parat hast. Weil sonst gibt es halt so einen Wow-Moment, wo du eben merkst, da enttarnt sich diese ganze Art und Weise, wie diese Filme funktionieren, als eben nicht eigenständige Filme, sondern das funktioniert halt nur so, wenn du, ich nenne es jetzt mal in on the joke bist, auch wenn es jetzt kein Joke ist, wie er da revealed wird, aber weißt, was ich meine. So und wenn du halt late to the party bist, dann checkst du halt nicht, was da abgeht, selbst in so kleinen Momenten schon nicht, das war nochmal ganz interessant, nach Civil War hatte ich dann ja eh auf, da bin ich ausgestiegen, da habe ich aufgehört, da habe ich den Absprung geschafft, aber das hat mir nochmal damals schon so gezeigt, wie sehr eben auch quasi auf dieses Serielle gesetzt wird, und da leite ich vielleicht mal über, falls du jetzt irgendwie auch schon mal so bereit bist, mal konkret so in Richtung Film zu gehen. Gerade mit deinem Satz hier passt das vielleicht ganz gut. Kleine Randnotiz oder großer Abschluss und, ähm.

Arne:
[26:20] Ich hatte eben hier das Gefühl, dass wir mal, nachdem das jetzt alles schon immer größer und größer und größer wurde, was wir da in letzter Zeit gesehen haben, dass wir mal wieder einen kleinen Film sehen, der eben für Marvel-Verhältnisse doch sehr, sehr nah an seinen, beziehungsweise seinen Figuren ist, der eben auch, und da merkt man mit Sicherheit den Edgar Wright-Einfluss im Drehbuch, der eben auch sich dafür interessiert, mit seinen Figuren irgendwas zu machen. Und ich habe auch das Gefühl, er interessiert sich für die Figuren oder das, was er mit denen machen will in dem, was er ist. Also ich würde sagen, es ist eher eine Comedy als alles andere der Film. Wie gut die funktioniert, muss jeder für sich selber wissen, aber in dieser Comedy sich tatsächlich eben auch mehr interessiert für und mit den Figuren was zu erleben, als dann, also man hätte sich ja einfach nur mit diesen Kräften von Ant-Man und der Art, wie das auch später ausgespielt wird, in völliger Effekt und ja, Show-off, Schrubelei verlieren können.

Christian:
[27:26] Das heißt, du hast Ant-Man 3 schon gesehen?

Arne:
[27:30] Gibt es einen Ant-Man 3? Ich weiß es nicht.

Christian:
[27:34] Ja, aber du beschreibst es schon sehr gut, ja.

Arne:
[27:37] Gibt es wirklich einen Ant-Man 3?

Christian:
[27:38] Es gibt wirklich einen Ant-Man 3, ja. Der sich genau in dem verliert, was du gerade so schön beschreibst.

Arne:
[27:42] Aber der hat keine 3 im Titel, oder?

Christian:
[27:45] Äh, Quantumania Ah, okay.

Arne:
[27:48] Ja gut, ich habe mich ja gar nicht mehr dafür interessiert in den letzten Jahren. Ich hatte Wasp hatte ich noch mitgekriegt und habe dann irgendwann mal gemerkt, ach so, das ist der ja gar nicht. Gut, okay. Naja, also habe ich natürlich nicht gesehen. Ich hatte wie gesagt bis jetzt nur seinen Auftritt in Civil War gesehen, aber ...

Arne:
[28:07] Was ich eigentlich jetzt sagen wollte, weswegen ich hier schon so ein bisschen links und rechts abgebogen und ausgefasert bin. Ich habe ja ganz früh in unserem Format hier, als es dann begann mit MCU, immer schon so gesagt, dass ich mir ein ganz anderes MCU-by-Design gewünscht hätte, als das, was nur eine lineare Serie ist. Ich hätte mir ja eigentlich gewünscht, dass ich ganz viele, teilweise auch vielleicht unabhängig voneinander existierende Geschichten im gleichen Universum, die halt Überschneidungspunkte, die vielleicht Anknüpfpunkte, die eine gemeinsame Lore und so weiter haben und die eben auch nicht alle auf den gleichen Punkt zurennen und dann in dem gigantischen, universalgalaktischen Finale münden, sondern die vielleicht eher so kleine Finales, wo mal zwei, drei Stränge von irgendwo zusammenkommen. Laufen haben, dass diese Gigantomanie halt eben nicht so durchsteht. Ist natürlich völlig anders gekommen, aber deswegen fand ich es erfrischend, dass wir hier mal einen Film sehen, der uns in dieser Gesamt-MCU- Worldbuilding-Lore wieder mal ein bisschen was Bekanntes immer wieder referenziert, aber sich viel stärker drauf fokussiert, uns ein paar neue Aspekte zu zeigen, neue Figuren zu zeigen, einen neuen Helden zu zeigen, neue Konflikte in dem Sinne, also die Konflikte sind natürlich die gleichen wie in Iron Man eigentlich, aber.

Arne:
[29:29] Neue Konflikte im Sinne von was haben wir für eine Hauptfigur, was hat die für einen Charakter, was hat die für eine Geschichte und so weiter, also unter dem Aspekt muss ich sagen, ist das seit langem das, was mir so inhaltlich am besten gefallen hat, aus dem, was wir hier im MCU gesehen haben, das schon. Ich habe auf jeden Fall so ein paar Kritikpunkte an dem Film, aber insgesamt würde ich so nice watch, auf jeden Fall irgendwie nett, also es ist so ein Film, der tut nicht weh. Da sind so ein paar Sachen, die können wir nochmal diskutieren später, weil ich eben auch finde, dass die, aufgrund von Geschlechterthemen in dieser Superhelden-Thematik auf jeden Fall diskutabel sind und auch aufgrund der Helden- und Männer-Beweihräuchern- sich selbst in ihrem Heldendasein-Thematik definitiv diskussionswürdig sind. Aber insgesamt so als erster Eindruck, gerade dieses Kleine hat mir hier gut dran gefallen.

Christian:
[30:21] Und damit meinst du jetzt nicht die Größe von Ant-Man, sondern den?

Arne:
[30:25] Pun intended.

Christian:
[30:27] Wir werden, glaube ich, noch öfter darüber stolpern. Ich bin da voll bei dir. Also das, in diesem Satz so kleine Randnotiz oder großer Abschluss, so eine kleine Randnotiz tut, ich glaube das ist der zwölfte Film im MCU und direkt nach Avengers Age of Ultron tut er irgendwie auch ganz gut. Das ist eigentlich so ein ganz netter Ausklang. Das ist eigentlich so ein Epilog nochmal irgendwie, obwohl der inhaltliche sich gar nicht zum Rest bezieht. Das macht ihn halt auch so frisch oder so spaßig, dass man auch diese ganze, wie du sagst, der große Punkt, auf den das MCU auch noch nicht so wirklich stringent zusteuert, muss man sagen, an dieser Stelle.

Arne:
[31:12] Bis jetzt ja auch eigentlich nur in Post-Credit-Scenes.

Christian:
[31:15] Genau, also wir wissen schon so ein bisschen was um diese Steine und da ist so ein Thanos, aber da ist noch nicht diese Zugkraft, die sich jetzt irgendwie entwickelt, sondern das ist und hier ist erstmal so Pause, hier ist erstmal all das, also ich glaube wir sind auch das erste Mal an der amerikanischen Westküste, wir waren ja sonst viel in New York und irgendwie der erste Avengers spielt da und da war immer viel los.

Arne:
[31:40] Wo war denn Tunis Mansion?

Christian:
[31:43] Stimmt, es kann sein, dass die in L.A. war, auch an der Westküste.

Arne:
[31:46] Ich war doch auch so schön am Ozean, das sah alles nicht so nach East Coast aus.

Christian:
[31:50] Aber wir sind zumindest in San Francisco und wir sind mal auch in der Erzählung, wir sind bei Hank Pym und wir sind bei Scott Lang und, Ja, wieder sehr stark bei den Männern, aber wir sind da nochmal bei was anderem und wir sind auch erfrischenderweise jetzt nicht dabei, das Universum zu retten oder die ganze Erde zu retten oder die Menschheit oder, ne, da geht es jetzt auch nicht darum, dass der große Laserstrahl auf die Stadt zufliegt und wieder alle Menschen in Panik davonrennen, sondern das ist dann halt eben so eine sehr persönliche kleine Geschichte, die dann ja auch mit diesem wunderbaren Finale da auf der Spielzeugeisenbahn und so, das ist dann halt auch wieder total putzig gemacht, so das ist glaube ich auch dieses, diese Edgar Wright Sensibilitäten, die da durchkommen die, die das so frisch irgendwie einfangen und klar, also er bedient ganz viel Mechaniken und Muster und irgendwie auch Klischees an der ganzen Sache, aber ich finde so mit so ein paar bunten Streuseln obendrauf irgendwie an der Sache, dass eben auch Scott Lang irgendwie in diese Rolle, in dieses.

Christian:
[32:57] Kostüm und in diesen Job, für ihn ist das ja mehr oder weniger so ein Job als Ant-Man, da so auch irgendwie reinstolpert. Das finde ich irgendwie auch ganz charmant. Das ist halt nicht so ein Tony Stark, ich befähige mich jetzt hier irgendwie zum Übermenschen hin, sondern es ist irgendwie alles hier, glaube ich, fühlt sich eher ein bisschen wie so Zufall an. Also das passt, aber es ist jetzt nicht, es hat auch jemand anders treffen können.

Arne:
[33:21] Ja, also Zufall, aber irgendwie wen anders vielleicht auch nicht, weil er sich ja durch seine Nobelbedingten, aber dennoch rein vor dem Gesetz seine Crime-Historie im Grunde dafür qualifiziert, das eben machen zu können, weil ja eben jemand für einen quasi unmöglichen Heist gebraucht wird. Aber was ich eben fand und das ist eben auch was da war ich schon fast überrascht da war ich wirklich überrascht während ich den Film dann sah, dass mir irgendwann auffiel okay, ähm, Die versuchen hier halt auch wirklich den zwei Mainplayern und leider wieder nur der halben Mainplayerin, die dann da eben auch noch mitmachen darf, anstatt mal richtig mitmachen zu dürfen.

Arne:
[34:10] Versuchen sie schon wirklich menschliche und nachvollziehbare Motivation zu geben. Und natürlich, das ist halt auch immer sehr, sehr einfach, aber ich finde auch, es muss nicht immer kompliziert sein und zig gute Filme haben eben aus der Sorge um die eigenen Kinder oder aus der zu kittenden Bindung oder dem Versuch zumindest etwas, was zwischen den Kindern und einem nicht gut ist, besser zu machen, plus der Angst eben, dass ihnen was zuschüssen könnte, viele gute Filme entwickelt. Und ich finde die Motivation eben, also sowohl von ihm, dass halt durch seinen Knascht-Aufenthalt die Welt sich weiter gedreht hat, seine Tochter schon älter ist, seine Ex-Frau einen neuen Partner hat, der halt eben provided und eben da ist und eben die Tochter ins Bett bringt und eben sie zur Schule bringt und eben da ist, literally. Und dass er da eben einfach wieder ein Teil sein will, aber halt quasi nicht so richtig für diese Welt gemacht ist. Ich finde, das generiert auf der einen Seite eine gute Motivation. Viele ganz nette Momente. Auf der anderen Seite ist es halt sehr, sehr stark aus so einem männlichen Selbstverständnis rausgeschrieben.

Arne:
[35:32] In diesem Satz, den ich vorhin eben schon so augenzwinkern gesagt habe, jetzt zeig ihr mal, oder werd mal wirklich zu dem Helden, als den dich seine Tochter eh schon sieht. Und das ist so dieses, so diese Männern, ich weiß nicht, ob es in die DNA oder in die Erziehung und gesamtsoziale Aufbringung eingeimpfte Sichtweise so, ich bin halt der Geilste und wenn irgendwas nicht passt, dann finden mich alle anderen aber trotzdem eigentlich noch geil und das Einzige, was fehlt, ist, dass ich dem dann wieder voll und ganz gerecht werde. So, natürlich ist das überhaupt kein Problem, wenn ich jahrelang nicht da bin. Meine Tochter liebt mich über alles, da gibt es nichts dran zu rütteln. Nicht ein Quäntchen von einer einzigen negativen Emotion ist da, weil ich bin halt der Mac, weil ich halt ihr Vater bin und das reicht halt so. Nein, man muss nicht da sein. Der Rest regelt sich halt komplett von selbst, so aus männlicher Perspektive.

Christian:
[36:30] An mir kann es ja nicht liegen.

Arne:
[36:32] Ja, genau. Das sind alles nur die Umstände. Also, Ich bin da jetzt nicht so böse auf den Film, weil zum einen, also was ich halt überhaupt nicht abkann, wenn so männliche Väterfiguren so als so auf alles scheißend, aber trotzdem liegt ihnen die Welt zu Füßen dargestellt werden, weil das ist viel zu viel bittere Realität, die da drin steckt. Und bei ihm ist es ja so, ich meine, er ist ja in den Knast gekommen aus ziemlich noblen Robin Hood Motiven, sagen wir es mal so. Er ist ja so der moderne Robin Hood mit der Geschichte. Er hat ja einfach eine Billionaire Corporation, die halt Schindluder getrieben hat, um ihre Lobbys gebracht und hat die halt wieder umverteilt. Joa, kann man jetzt diskutieren, ob das ein schlimmes Verbrechen ist. Finde ich jetzt eher nicht. Ich finde, das könnte mal jemand mit Hölle machen.

Arne:
[37:27] Gut, aber davon mal abgesehen, also insofern, man kann ja nicht sagen, dass er auf alles scheißt und erwartet, dass ihm trotzdem alle zu Füße liegen, sondern er ist sich ja schon bewusst, dass er da was zu kitten hat und dass man das halt alles ein bisschen lockerer darstellt und so. Also man kann sich da halt sehr draufstürzen oder man kann halt eben gucken, wofür es steht und einfach dann auch das sehen, was es mit ihm macht und es motiviert ihn halt eben, naja, ein bisschen, zumindest zu versuchen, das Spiel mitzuspielen, was dann eben nicht klappt und dann eben aus Verzweiflung darüber, dass er es halt nicht geschissen kriegt, auf legalem Wege sozusagen seinen Weg zu gehen, dann eben doch wieder ins heiße Game einzusteigen.

Christian:
[38:11] Ich finde, also ganz wichtig an der Stelle ist auch Paul Rudd. Der trägt einfach ganz, ganz viel. Also das, was du gerade meintest, so dieses, ja, man könnte dem Film da irgendwie noch böser sein, man könnte da in dieses, was du gerade so beschrieben hast, in diese, durchaus auch toxischen Mechaniken noch irgendwie tiefer rein. Aber ich habe sofort einfach das Gesicht von Paul Rudd vor mir, der mich so angrinst und einfach nur auf Schultern zuckt. Und ich denke mir, ja, sorry Paul, ich kann dir auch nicht böse sein, wenn du mich so anguckst. Und so trägt er, finde ich, diesen ganzen Film und auch diese Rolle als Ant-Man. Also das ist ein sehr, sehr gutes Casting mal wieder. Durch Edgar Wrights Vorproduktion halt, ne? Der hatte ja schon alles durchgecastet.

Christian:
[38:58] Aber auch passend eigentlich finde ich so generell zu Marvel, die sind sehr gut im Casting ihrer Helden, ihrer Rollen, ihrer Figuren und ich finde das hier einfach sehr, sehr gelungen, weil.

Christian:
[39:11] Diese Art und Weise, wie Paul Rudd sich irgendwie auch so, trägt und gibt passt so gut auf diesen Film, passt so gut auf diese Figur Ant-Man, man hätte den Fehler machen können und es irgendwie mit so 0,75% mehr Ernst und dann wäre es auseinandergefallen und mit genauso viel mehr Klamauk und dann wäre es auch auseinandergefallen. Also dieser goldene Mittelweg, der hier irgendwie getroffen wird, der eben sich anders anfühlt als ein Tony Stark oder irgendwie ein Captain oder ein Thor. Ja, das ist schon was anderes. Das ist, Eine Welt und irgendwie glaube ich auch, dass die in demselben Raum existieren können, aber es ist kein Abziehbild davon. Das werden wir, finde ich, später bei dem ersten Doctor Strange Film eher sehen. Da bin ich raus und dachte, hä, das ist Tony Stark. Also die Figur Stephen Strange ist ein selbst überhebliches Arschloch, was aber irgendwie sehr gut ist in dem, was es tut. Und das ist halt Ant-Man, Scott Lang halt überhaupt nicht. Also der ist halt auch irgendwo irgendwas mit Quantenmechanik und Wissenschaft und irgendein Technikanzug und so, aber es ist halt kein Iron Man, der kleiner wird oder so. Und das finde ich ist mit dem Casting gut gelungen, das ist mit dieser Figur dann auch ganz gut gelungen und.

Christian:
[40:37] Ja, also ich mag das, ich mag dieses, Augenzwinkern, was irgendwie auch so durch den Film irgendwie spricht, auch durch diese ganzen Gags in der Action und so, das nimmt sich irgendwie, also man weiß, dass man hier einen Ant-Man-Film macht und das passt, das macht es so rund.

Arne:
[40:56] Das ist ein ganz wichtiger Punkt, ne, also es gibt ja viel so diese Diskussionen, Kann man, also auf der einen Seite die Verfechter des klassischen Campy-Comic-Krams, die sagen, alles, wie hast du so schön immer gesagt, alles Quatschkram, bunter Quatschkram, so mach doch bitte irgendwie weiter hier die Shoemaker-Batmans oder lass das.

Christian:
[41:20] It's called comic books, not drama books.

Arne:
[41:24] Ja, genau. Und auf der anderen Seite dann die sagen, das ist alles den Ursprüngen entwachsen, habt ihr jemals einen Dark Age Comic gelesen, Dark Knight, geilster Film aller Zeiten, da kommt nie wieder was ran und bla und blub. So und wie bei so vielen Dingen, würde ich mal sagen, sehe ich mich da als relativ breit aufgestellt und kann bei beiden Ansätzen sehr viel Positives und auch wenn man, also du musst halt immer genau den richtigen Ton finden und dann kann man beide Sachen halt einfach total gut machen. Und ich finde auch, dass es wieder diese Range, von der ich gesprochen habe, die ich auch im MCU vermisse, dass man von todernst bis superalbern im Grunde auch alles machen könnte. Und da gehören dann eben wirklich Masterminds zu, die schaffen da trotzdem ein komplett zusammenpassendes Paket draus zu schnüren. Aber der Film hier ist sich durchaus bewusst, dass er Comicstoffe verfilmt, die auch was total Campies haben, ne, ähm. Freut sich auch darüber, macht da auch kein Hehl draus und das ist immer, heutzutage ist so ein Problem seit dieser Dark and Gritty-Welle, dass man so das Gefühl hat, dass Leute sich so ein bisschen.

Arne:
[42:34] Klein machen, buckeln und im Grunde fast dafür schämen, dass sie irgendwas machen, womit man einfach Spaß haben soll und ich finde bei dem hier, Film, das ist eben auch so ein, nennen wir es mal Edgar Wright Kriterium, was es vielleicht vom Grundansatz in diesem Film trotzdem noch geschafft hat, dass man merkt, der soll halt einfach Spaß machen. Das ist einfach ein Film, der ist ja auch zum Glück mal nicht total überlang. Der dauert irgendwie unter zwei Stunden und von so ein paar Segmenten mal abgesehen, hast du das Gefühl, das soll halt einfach Spaß machen. Hast du einfach eine gute Zeit mit, ist nichts, was super lange nachhalt, ist auch nichts, was unglaublich viel Substanz hat, aber ein Film kann ja auch einfach mal nur Spaß machen und dafür ist so ein Stoff halt total gut. Und mit genau diesen Aspekten, die so campy sind, da wird dann eben auch versucht, was zu machen und zu spielen. Und das ist irgendwie ganz cool.

Christian:
[43:21] Und ich finde auch, das passt so gut zu dieser Ant-Man-Figur, weil eben diese Fähigkeit, dieses Kostüm, das erste Mal, wie er sich da irgendwie klein schrumpft und dann da durch den Wasserhahn und bei den Ameisen landet und das ist halt genau die richtige Tonalität getroffen. Und das ist... Bin gespannt. Also wir werden ja irgendwann auch die weiteren Filme dann noch besprechen. Ant-Man 3, den habe ich auch nur einmal gesehen, aber da verliert sich das irgendwie alles. Der ist überladen, der soll so viel. Ich habe auch nochmal geguckt. Jetzt der erste Ant-Man hat, glaube ich, so ungefähr 130, 150 Millionen, also nur US-Dollar gekostet. Und bei Ant-Man 3 haben sie da irgendwie über 350 Millionen ausgegeben, weil sie, glaube ich, auch dachten so.

Arne:
[44:06] So weit sind wir mittlerweile.

Christian:
[44:08] Muss man auch dazu sagen, Corona-Zeiten. Also da waren die Filme ja insgesamt auch nochmal teurer, aber so dieses, also das hätten wir die jetzt direkt hintereinander weggeguckt, dann würdest du auch sagen, oh mein Gott, was ist da passiert, weil der einfach so aufgeblasen, auch in seiner Bedeutung für das gesamte MCU und da sollte eigentlich denn der große Bösewicht der, keine Ahnung wo wir sind, Phase 5 oder so, sollte da jetzt etabliert werden und das ist halt alles nicht aufgegangen.

Arne:
[44:35] Das ist auch dieses Kleine, was ich meine. Du hast halt einfach einen Film, der fokussiert seine Geschichte durcherzählt. Ich habe ja eh schon gesagt, ich bin immer ein Fan eigentlich von den Origin-Stories, weil die sich sehr stark auf die Figur fokussieren, weil die, wenn sie es gut machen, die Figur auch erstmal etablieren. Du musst erstmal gucken, an wem bin ich hier eigentlich, was macht den aus und das sollte sich dann ja im besten Fall auch in die Charakteristiken und den Ansatz des Heldseins später weiter fortpflanzen und der Film erzählt einfach, fokussiert seine Geschichte durch. Der derailt nicht nach links und rechts, es geht um diesen einen Plot, dabei geht es halt um diese persönliche Geschichte, wie fängt sich hier ein, wie heißt er im Film, ein Scott... Lang.

Christian:
[45:23] Scott Lang, genau.

Arne:
[45:24] Wie fängt sich ein Scott Lang in seinem Leben, um da irgendwie wieder auf die Kette zu kommen und es müssen nicht 15 Storylines, die in irgendwas anderem mal kulminieren sollen, etabliert werden. Wir müssen nicht zwölf Cameos von potenziell zukünftigen Super-Villains oder weiteren Helden haben oder sonst was. Es leider nur angeteast wird halt die Wasp, die dann ja ganz am Ende irgendwie revealed wird. Und natürlich kann Evangeline Lilly hier in ihrer Rolle, die darf dann auch in Action-Szenen mal so ein bisschen irgendwie auch buttkicken und trainiert ja dann auch quasi unseren Hauptcharakter darauf, dass er für die ganze Sache überhaupt erstmal ertüchtigt wird. Alles okay, aber die spielt ja dann auch quasi in diesem Teil des MCUs, gerade in Verbindung mit Ant-Man dann später vor allem eine Rolle und das war's. Und das finde ich eben auch erfrischend, weil gerade in diesem so viele Fährten liegen, die sich irgendwann mal ausspielen sollen, das ist eben auch noch viel stärker, dieses Corporate Filme machen und nicht dieses eine Person will einfach eine Story durcherzählen auf eine unterhaltsame Weise.

Christian:
[46:34] Perfekte Überleitung, wir müssen über die Corporate nämlich auch sprechen, Also über das MCU, über Marvel.

Christian:
[46:40] Vielleicht nehmen wir das auch noch mit, was du gerade so ein bisschen angedeutet hast, nämlich Hope, die Figur und dann eben dieses in der Mid-Credit-Szene angedeutete Versprechen, auf den nächsten Film als Wasp irgendwie Teil des Teams zu sein. Aber der ja konstant gesagt wird durch ihren eigenen Vater, nein, nein, nein, nein, nein, Du nicht. Du darfst nicht. Du sollst nicht. Ja, aber ich könnte doch, und sie zeigt es ja immer wieder, sie zeigt ja, dass sie das Training hat, die Erfahrung hat, den Umgang kann mit den Ameisen. Also sie ist ja, sie muss ja eigentlich sogar noch Scott irgendwie ins Boot holen und ihm irgendwie Trainingspartnerin sein, obwohl sie an jeder Stelle beweist, dass sie eigentlich viel besser als Ant-Woman oder was auch immer fungieren könnte. Aber sie wird nicht gelassen und ich habe das auch gesehen und ja, das wird dann alles verklausuliert, weil Papa will nicht auch noch die eigene Tochter verlieren aber das ist halt auch das MCU im Jahr 2015, das ist so dieser Punkt von, ähm, wer lassen die Frauen hier noch nicht in die erste Riege so, also ich fand das so, so in der Bildsprache auch so krass, weil so sind die Marvel-Filme in der Zeit da ist, ne, da ist immer noch das Story Committee in New York, was irgendwie da sitzt und sagt, ja, aber die Jungs da draußen, die wollen doch nicht mit Mädchen Actionfiguren spielen, also machen wir hier keine, Superheldinnen und und so.

Arne:
[48:09] Naja, also ich musste direkt dran denken, wie denn Natascha Romanoff in, Iron Man 2 geteased wurde und natürlich auch namentlich benannt und alle denken, boah, die Black Widow, aber wir kriegen halt die Black Widow nicht und ich meine hier, jeder, vielleicht auch nur Annähernd mit dem Basismaterial vertraute Zuschauende, spätestens bei der Geschichte von Hank Pym aus der Vergangenheit, weiß dann schon, wo das drauf hinausläuft. Man hätte halt eben auch einfach, ich finde es jetzt nicht so viel, wenn man quasi diese Mechanik in dem Film etabliert, wenn man diese Dreisamkeit aus den Figuren, die alle gut motivierte Backgrounds hier haben, dann nimmt und sozusagen eben auch zwei Heldwerdungs-Origins parallel und gleichwertig erzählt. Das wäre vollkommen möglich gewesen. Überhaupt kein Problem. So und klar, also diese ganze Geschichte von Vatern deckelt da und will seine ganz offensichtlich taugliche Tochter für den Job quasi nicht lassen.

Arne:
[49:20] Da würde ich dann auch sagen, da kann man sich noch viel mehr draufstürzen. Auf der anderen Seite kann man eben auch sagen, so wie es motiviert ist, er hat halt schon das Gefühl gehabt, er hat versagt, irgendwie seine Frau zu retten, die eben in diesem ganzen Setting mit Schrumpfen und Großwerden und gemeinsam Held sein, dann ihr Leben lassen musste. Da finde ich, ist es halt eben auch schon motiviert. Und ich meine, so wir aus Elternperspektive, man kann sich ja reindenken, was für eine Sorge man selbst bei kleineren Dingen schon um seine Nachkömmlinge entwickeln kann. Und also wenn man dann so ein Trauma hinter sich hat, das finde ich auch schon motiviert. Ich fände es nur eben schön, wenn die Filme dann in der letzten Konsequenz anders damit umgehen würden und das vielleicht im gleichen Film schon übersteigen, Und eben auch die Tochter in diesem Setting dann diese Ängste übersteigen lassen würde. Und das wird halt mal wieder nicht zugelassen. Das ist eben auf jeden Fall ein Wermutstropfen.

Christian:
[50:23] Ich glaube, hinter den Kulissen war das auch so, dass, ich weiß jetzt nicht mehr genau, ich glaube um den zweiten Avengers herum, ich weiß nicht, ob in der Produktion oder erst danach, aber da gab es wohl diesen großen Showdown, wo Kevin Feige auf den Tisch gehauen hat bei Disney und gesagt hat, solange diese Ike-Pearl-Mutter, der ja der eigentliche Chef von Marvel war, der einer der Besitzer als Marvel an Disney verkauft wurde, und das war eben so ein Hardliner, der gesagt hat.

Christian:
[50:55] Spielzeug verkaufen und Mädchen haben da nichts zu suchen und wir brauchen auch keine anders hautfarbigen Superhelden und so, das ist halt später dann bei Trump im Weißen Haus irgendwie auch Zugange war und so, dass dieser Typ, also da gab es dann halt diesen Showdown. Kevin Feige hat irgendwie um den zweiten Avengers auf den Tisch gegangen und hat gesagt, solange der Typ über mir steht, müsst ihr euch überlegen, wen ihr haben wollt, ihn oder mich. Und dann hat Bob Eiger wohl gesagt, alles klar.

Christian:
[51:24] Wir haben uns entschieden und haben dann die Firmenstruktur auch so geändert, dass Kevin Feige dann eben direkt an die Disney-Chefs, Filmchefs quasi angegliedert war. Einfach so eine Managementänderung und dann kam eben Black Panther und Captain Marvel und sowas. Also dann war diese Hürde dieser Person auch weg. Und so fühlt sich das auch in diesem Film noch so an, weißt du? Also man könnte Hank Pym auch zu der Management-Riege von Marvel irgendwie umdeuten, die halt sagt so, nee, nee, nee, nee, lassen wir hier nicht zu, aber das ändert sich dann eben in den nächsten Jahren. Aber weiter zu Marvel, weil da wollte ich nämlich auch noch drauf hinaus, so dieses, also im letzten Schritt dieses Phase-2-Gedöns, aber einfach, wir haben ja diese Momente, wo ich finde, wo der Film ganz klar aus, ich sag mal diesen, diesen.

Christian:
[52:27] Garay-Drehbuch-Vorgeschichten gefühlt ausbricht und sagt, boom, wir müssen ja auch irgendwas fürs MCU machen. Und da gibt es dann halt so ein, zwei, drei Momente, die das also wirklich auch mit so einem krassen, ich finde irgendwie auch mit so einem Gangwechsel irgendwie machen. Also als ob sich irgendwie die Szenerie einmal so komplett dreht für einen kurzen Moment. Und das ist einmal am Anfang, relativ am Anfang, als Hank Pym seinem Lehrling Scott Langner ja so ein bisschen erzählt, was jetzt irgendwie los ist. Wir müssen jetzt hier und das ist der Anzug und du musst jetzt Ant-Man werden und dann hast du diesen Auftrag und musst das verhindern und er sofort irgendwie sagt, ja, ruf doch die Avengers an. Also warum kümmern die sich nicht drum? Der Klassiker. In der Phase, wo wir waren, 2015, der zweite Avengers-Film, sehr erfolgreich und alle kommen natürlich und sagen, ja, aber wo sind denn die Avengers? Warum sind die Avengers nicht auch irgendwie bei Iron Man 3 dabei? Ja.

Christian:
[53:33] Aber in dem Moment haben sie es laut ausgesprochen im Film und haben gesagt, ich mag den nicht, ich mag die nicht. Wir haben hier die Vorgeschichte, das haben wir da auch im Cold Opening so ein bisschen gesehen. Also es gibt so diese Momente, wo der Film, ich finde, sehr ungelenk, sich dann in das bis dahin erzählte MCU so reinflanschen muss, wo du merkst, ah, wäre der Film irgendwie ein paar Jahre vorher rausgekommen, hätten wir diese Szene nicht gebraucht und diesen Dialog nicht gebraucht und diesen Moment nicht gebraucht. Jetzt sind wir so spät, jetzt müssen wir es irgendwie angehen.

Arne:
[54:04] Das ist schon auf so einem Name-Dropping-Level teilweise, ne?

Christian:
[54:08] Ja.

Arne:
[54:08] Hier, guck mal, die Bad Guys, die meine Super-War-Tag kaufen wollen, Die sind übrigens von Hydra, aber Hydra ist ja gar nicht mehr so böse wie früher. So in die Richtung geht das halt total. Ich meine, ich finde es ja, also der One-Liner, der aus dieser, ruft doch die Avenger-Szene, der ist natürlich in meiner Ablehnung von diesem großen Krawall, hat der mir natürlich große Freude gemacht. Wahrscheinlich sind die gerade so beschäftigt, damit Städte auf die Erde zu schmeißen oder sowas. Klar, direkte Referenz Age of Ultron, aber schön trocken und zynisch vorgetragen und so ein kleiner Seitenhieb. Gerade aus so einem kleinen Film dann auch etwas, was man definitiv bringen kann. Was ich vor allem merke.

Arne:
[54:51] Dass gerade in dem, was man dann hier, also vom Finale würde ich mal absehen. Das Finale, da habe ich das Gefühl, Da ist viel Freude an dem Spiel mit Größe, mit Dimensionen und so weiter. Also Dimensionen dann ja literally noch, aber ich meine eher für uns wahrnehmbare Größendimensionen. Das merkt man schon noch, aber also gerade so dieser eigentliche Zentrale heißt, um den es dann geht, wo sie dann eben in ehemals Pym Tech oder Pym Labs oder wie es heißt, da eindringen sollen, was mittlerweile der andere Fuzzi da übernommen hat.

Arne:
[55:29] Ja, hier, Darren Cross, der dann ja zur Yellow Jacket wird. Also auch das, also erstmal dieser Heist, das ist dann halt Marvel par excellence, da kommt dann plötzlich alles nur noch aus dem Computer, da ist dann plötzlich für einige Momente totaler Overload. Da müssen dann Shots bei sein, wo diese ganze Größengeschichte extrem auf damals immer noch 3D-Fahrten ausgelegt wird. Da hat man dann irgendwann die Full-Computer-Shots über dem Serverraum und so weiter. Also da merkt man dann halt extrem, ach übrigens der Film ist ja so klein, Mensch, wir haben ja noch so viel Budget für Action-Szenen, jetzt brauchen wir noch dies und das und jenes. Ich glaube auch, dass ein Edgar Wright diese ganze Geschichte mit den Ameisen auf irgendeine spannende Art und Weise gelöst hätte. Also allein dieses Kennenlernen, da hast du dann halt mehr oder weniger einen Paul Rudd vor Greenscreen mit animierten Ameisen und da wäre bestimmt Edgar Wright irgendwas Kreativeres eingefallen, um das schön zu machen.

Christian:
[56:31] Würde mich auch nicht wundern, wenn das so ein bisschen diese kreativen Differenzen waren, wo man wahrscheinlich auch damals schon gesagt hat, so, wir haben hier die eigene Unit, die sich um die ganzen Effekte kümmert. Wir haben hier unsere eigenen Storyboards. Wir übernehmen quasi den teuren Part in der Produktion, der irgendwie auch schon geführt drei Jahre vorher irgendwie durchgetaktet sein muss. Und du kannst dich da mal mit den Schauspielern beschäftigen. So die Momente am Set, die machst du dann.

Arne:
[56:59] Du machst den unwichtigen Teil.

Christian:
[57:01] Genau.

Arne:
[57:01] Die Geschichte, die Arcs, die Figuren, die Schauspieler.

Christian:
[57:05] Und was nicht passt, drehen wir in einem halben Jahr irgendwie nochmal komplett neu um, weil wir haben es ja so.

Arne:
[57:09] Das animieren wir halt einmal komplett neu.

Christian:
[57:11] Genau, und ich glaube, da hat er auch nicht so Bock drauf.

Arne:
[57:14] Ja, definitiv. Also da merkt man dann sehr viel Marvel und eben auch in sämtlichen Momenten, wo der Film dann deutlich schlechter ist als das, was wir eben die ganze Zeit so besprochen haben. Weil wir haben ja ziemlich viel über Stärken jetzt eigentlich gesprochen und Dinge, die funktionieren und Dinge, die sich so ganz gut, ganz gut eigentlich als eigenes auch darstellen. Ja, da kommt die Corporate durch.

Christian:
[57:43] Ich fand auch diese Szene mit Captain Falcon halt so wahnsinnig ungelenk, also weil die halt wirklich so mittendrin chirurgisch quasi so eingepflanzt ist.

Arne:
[57:54] Ja, ich habe vorhin auch gesagt, wir haben nicht so lose Fäden, die sich irgendwo hinführen. Das ist natürlich der eine Faden, der dann da hinführen muss, dass Ant-Man irgendwie in den Avengers auch ankommt.

Christian:
[58:03] Genau, da muss schon irgendwie das zusammentreffen, weil sonst könnten die ja gar nicht irgendwie später drauf referenzieren und ja, also das meine ich halt, das ist vielleicht auch irgendwie so ein bisschen dann dieses Filmuniversums geschuldet, wobei, naja, das geht auch alles eleganter, das geht auch irgendwie alles schöner und ja, also weil gefühlt so der eigentliche Film stoppt und dann so ein Kurzfilm, so eine Szene irgendwie passiert. und dann geht der Film wieder weiter. Das ist so ein, ja, weiß ich nicht, so ein Showstopper irgendwie.

Arne:
[58:40] Ich meine, der Gedanke ist ja ganz nett, dass man quasi, wenn man den ultimativen Heist machen will, dass man als Generalprobe in einer Welt, in der Superhelden mit einem Headquarter gibt, versucht eben den sich schrumpfenden Dieb in das Superhelden-Headquarter einbrechen zu lassen. Das ist nicht schlecht. Aber gerade was du meinst, Also dieser wirklich aus dem Nichts kommende, dann sehr präsente, auf genau die richtigen Sätze hingeschriebene Fight dann eben mit Falcon, das ist dann wieder MCU at its worst gewesen. Naja, gut, aber insgesamt, also was du über Paul Rudd gesagt hast, das würde ich auch nochmal unterstreichen, der, also es ist seine Performance, da ist aber glaube ich im Skript auch relativ viel von Wright übrig geblieben, dass er so diese, wie du schon sagtest, diese Gratwanderung zwischen zu ironisch, zu sarkastisch und irgendwann bist du dann ja zu sehr detached auch von der wirklichen Realität um dich ruft. Oder eben dem zu ernsten. Das gibt also an den verfügbaren Figuren in dieser ganzen Welt, gibt dem Ganzen das schöne Nuancen, die er halt genau auf den Punkt spielt und naja, also gerade so dieses, wo ich mich vorhin auch anfing ein bisschen drüber auszulassen, er hat auch so einen Charme, dass man ihm da im Grunde nichts übel nehmen kann. Exakt, ich habe gerade überlegt.

Christian:
[1:00:07] Der könnte mir einen Handyvertrag irgendwie ans Bein knebeln und ich wäre immer noch sein bester Freund. Also das ist irgendwie, ich weiß nicht, der hat so eine Art einfach, der ist irgendwie Ja.

Arne:
[1:00:16] Und insofern eine gute Casting-Entscheidung. Und ich finde auch, Michael Douglas gibt dem Ganzen so eine gewisse Größe irgendwie. Also da merkt man dann schon, dass das auch ein Schwergewicht ist, der zu dem Zeitpunkt schon eine wahnsinnig lange und ergiebige Karriere hinter sich hat.

Christian:
[1:00:33] Erinnere dich an Robert Redford in dem zweiten Captain America. Man merkt so langsam ...

Arne:
[1:00:42] Jetzt dürfen alle mal mitmachen.

Christian:
[1:00:44] Ja, ich hätte jetzt eher gesagt, eher auch so ein Status, eher auch so eine Hollywood-Riege, die auch aus der Entfernung drauf guckt und sagt, es sind nicht unsere Filme, es ist nicht unsere Zeit. Aber das scheint ja die Leute da draußen auch irgendwie anzusprechen. Ich gucke da auch gern mal rein. Und eben nicht vor dem Greenscreen hier irgendwie 500 Backflips drehen und die Welt retten, sondern eher in diesen anderen Rollen. Und das finde ich irgendwie spannend, dass das jetzt so dadurch ja auch so eine Art Ritterschlag irgendwie bekommt, dass man sagt, wow, was für ein Star in dem Film, also was aus dieser alten Hollywood-Riege so.

Arne:
[1:01:30] Ich würde das ja andersrum ausdrücken. Ich habe so das Gefühl, dass sich langsam durch diesen immensen kommerziellen Erfolg diese Filme einen Status in Häkchen erarbeitet haben, dass solche Leute, die eben wirklich eher für klassische Charakterrollen auch dann gerade in ihren späten Karrieren bekannt sind, dass sie trotzdem solche Leute bekommen, obwohl sie Superheldenquatsch machen.

Arne:
[1:01:57] Aber das ist ja auch manchmal sehr überraschend, wer eigentlich Nerd ist und wer nicht. Also wenn man überlegt, dass Henry Cavill aus der Witcher-Serie ausgestiegen ist, weil die Autoren sich mit Ansage zu weit vom Basismaterial entfernt haben und jetzt die Warhammer 40k Serie produziert mit Herzblut. Also ich finde es immer sehr spannend, in wem dann so die Nerdgene gesetzt sind. Und insofern, man weiß es auch nie, also ich meine, als Schauspieler ist das sicherlich auch nicht verkehrt, einfach auch üppige Gagen mitzunehmen. Ja, natürlich. Ich meine, Michael Douglas hat ja hier auch eben eine tragende Rolle. Hat mir gut gefallen. Eine Sache, die ich natürlich mal wieder auch im Zuge unseres Formates hier noch rausholen muss, wir haben ja jetzt schon gemeinsam festgestellt, Held in diesem Fall tatsächlich mal echt gut motiviert, wie sieht es denn mit Motivation des Willens aus? Und wie kreativ finden wir denn, was der Willen am Ende dann für ein Format einnimmt?

Christian:
[1:03:03] Also da finde ich...

Arne:
[1:03:05] Langes Einatmen.

Christian:
[1:03:06] Ja, also da erinnert der Film halt einfach mal so komplett an den ersten Iron Man, ne? Also der, der, ja, ja, da ist nicht so viel Motivation, außer halt irgendwie…, sich ungerecht behandelt zu fühlen und der Welt aber mal zu zeigen, wer man so sein kann und so richtig ist. Aber auch da ist jetzt auch nicht so wichtig. Und auch da wieder so der Punkt, gegen den Charme von Paul Rudd kommt sowieso nichts und niemand an. Also kann ich dem Film da auch nicht groß böse sein an der Stelle. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ja.

Arne:
[1:03:50] Ja, also was Motivation betrifft, das ist schon genau wie du sagst, ich durfte nicht mehr mitmachen und deswegen will ich die Welt jetzt brennen sehen.

Arne:
[1:04:02] Natürlich der Corey Stoll ist auch dafür gemacht, also ekelhafte Typen zu spielen, das kann der schon. Ähm, naja, also ich musste am Ende dann aus den falschen Gründen echt schon lachen dass wir halt also nach all dem Gerede darüber, wie quasi die große Marvel-Krankheit ist, die Willen immer nur so als Spiegelbild des Helden zu machen, wie einfach literally er abseits davon, dass er Laserknarren auf den Schultern hat, einfach dasselbe ist dann wie Ant-Man, ne, also, ich meine, das ganze Setup ist ja schon, der Das große Genie hat etwas entwickelt und der entfremdete Protégé versucht sein ganzes Leben lang, das nachzubauen, schafft es irgendwann und hat dann dasselbe. Und naja, es ist halt also wirklich wieder so as bland as it can be. Aber auf der anderen Seite kann man natürlich sagen, es schafft natürlich auch die Möglichkeit, solche Action-Szenen wie im Finale mit dieser Spielzeugeisenbahn und so weiter zu machen. Unter dem Aspekt ist es dann auch wieder ganz nett. Letzter Punkt, was ich natürlich, krass nitpicky, aber was ich natürlich nicht so ganz verstehe, ist diese ganze Physik hinter Ant-Man. Also auf der einen Seite heißt es… Nano.

Christian:
[1:05:21] Nano, Nano, Nano-Quantum.

Arne:
[1:05:24] Auf der einen Seite heißt es, durch das, Aneinanderstauchen der Atome verdichtet er sich quasi und auch seine Kraft potenziert sich und er ist halt auch so schwer, dass er beim ersten Aufstehen Ausflug in die Größe dann eben durch Decken fällt und so weiter. Auf der anderen Seite merkt niemand, wenn er ihnen auf der Schulter sitzt und sie dann von da an quatscht. Also so schwer kann er dann doch nicht sein. Aber Nano ist wohl die Antwort.

Christian:
[1:05:55] Du hast leider den Avengers Infinity War noch nicht gesehen, weil das, also.

Arne:
[1:06:00] Da wird das geradconnt, ja.

Christian:
[1:06:01] Ne, ne, ne, ne. Also das ist so verbildlicht, weil du kannst die ähm, wie sagt man, die Wissenschaftlichkeit im MCU sehr gut anhand der Iron Man Koströme erkennen. Erinnere dich an den ersten Iron Man Film? Metall, Amboss, klonk, klonk, klonk. Ich muss hier meine Metallrüstung. Ich bin Iron Man. Und nachher in Avengers Infinity, also der Anzug wird ja immer, dann ist er im Koffer und dann bei dem ersten Avengers Film sind es ja die Ringe und dann fliegen ihm die Teile nur noch zu und das wird ja alles agiler und mobiler und man fragt sich auch, was hat das noch mit Physik und mit Metall und sonst wie, egal. Und in Infinity War geht es irgendwie so weit, dass sich Tony Stark irgendwie nur noch auf die Brust haut, so Doppeltap-mäßig und auf einmal macht er so und überall ist der Anzug um ihn herum. Und das ist dann auch Nanotechnologie. Und das ist die Antwort für alles. Und so ähnlich ist das ja hier eigentlich auch. Also im Grunde genommen ist das ja alles Fantasy. Es ist ja alles Magie. Klar. Du hast einmal die Magie-Magie.

Arne:
[1:07:08] Oder sogar Witchcraft, wie der super potente Hacker, der ganze Systeme crasht, aber dann, wenn es ein Sci-Fi-Device zur Schrumpfung gibt, von Witchcraft faselt.

Christian:
[1:07:19] Das ist halt auch Marvel und das MCU. Das ist alles Magie. Entweder es ist Magie in Form von bunten Stein aus dem Weltall und einem Hammer, der einen durch Dimensionen fliegen lassen kann und man muss worthy sein, um ihn hochzuheben. It's obviously magic somehow. Oder es ist Magie mit irgendwie Computern und Technik und Nanobots und Pippen Particles. Aber es ist halt auch Magie. Das eine nennt sich halt Wissenschaft und das andere nennt sich halt Magie. Also es ist aber das gleiche Regelwerk im Grunde genommen. Und hier ist es halt auch so. Es gibt sich wissenschaftlich, aber es ist halt auch irgendwie Comic-Magie, die da stattfindet.

Arne:
[1:08:00] Ich sag das ja auch sehr Augenzwinkern, weil ich Ich finde gerade diese Form von überdrehtem Gibberish, der halt also im Grunde quasi allem, was Marvel in Comic-Form dann jemals so zumindest auf den Weg gebracht hat. Vieles haben sie dann auch ernster gemacht über die Zeit. Aber das ist halt ganz oft einfach total unterhaltsamer Quatsch. Und mehr Bekenntnis zu diesem Quatsch tut dem Ganzen halt recht gut, finde ich. Also hier ist ein recht großes Bekenntnis zu Quatsch. Und ich hatte auf jeden Fall die beste Zeit mit dem Film. also aus dieser ganzen Marvel-Riege. Gut, also Cap 2, den fand ich aus anderen Gründen irgendwie recht gut. Der hat dann aber halt hinten raus richtig abgestunken, was das total dämpft. Der stinkt hier so ein bisschen und fängt sich dann in seinen Action-Set-Pieces aber auch wieder. Also insofern... Macht mal ruhig mehr Quatsch. Mal gucken, ob noch mal Quatsch kommt. Oder ob es jetzt nur noch um buntes Licht und die Welt geht. Das werden wir sehen.

Christian:
[1:08:59] Ja, ich überlege gerade, das kann durchaus noch dauern, bis wir wieder bei Quatsch ankommen. Aber bevor wir auch über die nächsten Filme sprechen, ich habe ja noch zwei Tagesordnungspunkte hier, die ich noch durchgehen will.

Arne:
[1:09:10] Die wollen wir natürlich nicht trollen.

Bedeutung für das Genre

Christian:
[1:09:12] Und zwar geht es natürlich auch wieder um die Frage, was das Ganze so fürs Genre bedeutet. Also was der Film vielleicht irgendwie für Genre noch über sich selbst hinaus so beisteuern kann. Ich finde diese ganze Edgar Wright Vorgeschichte, die wir am Anfang hatten, natürlich wahnsinnig wichtig, weil sich da glaube ich nochmal am krassesten und vielleicht auch irgendwie am prominentesten zeigt, wie die Marvel Maschine funktioniert. Wie was ich ja immer wieder sage ich kann da auch den Finger oder den Grund nicht so drauflegen, aber wie, erstaunlich es ist, dass manche ja echt untergehen bei Marvel in dieser Marvel-Maschinerie dass der Fleischwolf die einfach zerfetzt und zerreißt und da finde ich ist das jetzt mal so ein bisschen beispielhaft mit Edgar Wright, der halt so ausgespuckt wurde aus dem Ding und dann hast du wieder Kandidaten wie James Gunn oder wie die Russo-Brüder denn auch jetzt so langsam die halt sozusagen florieren in diesem kontext die halt.

Christian:
[1:10:18] Ähm, bestärkt und positiv aus der ganzen Sache irgendwie rauskommen. So, so ein James Gunn hat auch James Gunn Filme gemacht und ist dann halt eben nicht, äh, da gab es keine kreativen Differenzen anscheinend, so. Und ich finde das halt hier eben so als, als glaube ich, auch nach außen hin prominent ist das Beispiel, was hinter den Kulissen bei Thor 2 und Patty Jenkins, da wird, gemauschelt und irgendwie getuschelt, aber hier prominent, da geht's ja gar nicht, wenn irgendwie, ich glaube, drei Monate vor Drehbeginn der Regisseur abspringt und sagt, ich komme mir nicht mehr klar. Also das und das ist halt auch Marvel. Also ich glaube auch, dass das auch dieser Film irgendwie auch so ein Warnhinweis irgendwie vielleicht auch für Hollywood und auch für.

Christian:
[1:11:06] Kreative Menschen, die vielleicht irgendwie mal so einen Fuß reinsetzen wollen in diese Maschine. Auch irgendwie so ein Warnhinweis irgendwie war. Also ey, du kannst dich neun Jahre oder was waren es denn irgendwie acht Jahre oder was das war, dir da irgendwie auch den Arsch aufreißen und trotzdem kann kurz vor knapp das Ding irgendwie nochmal so durch den Boden fallen und dir irgendwie auch entzogen werden und so. Also pass auf, worauf du dich da einlässt, so ein bisschen, der Deal mit dem Teufel, die Hölle, von der du gesprochen hast.

Arne:
[1:11:32] Ja, ich glaube, da, also ich meine ein James Gunn, dessen Karriere kann man sicherlich auch weit zurückverfolgen und sich dann fragen, wie viel Marvel-Kompatibilität steckt da in den frühen Werken drin. Kann ich nicht beurteilen. Hab da ein paar von gesehen. Hätte eigentlich gesagt, vielleicht auch gar nicht so viel. Vielleicht ist das aber auch noch viel mehr ganz inhärente Begeisterung, weil ich meine, im Grunde dreht der ja nur noch Superheldenfilme. Und vielleicht ist da auch einfach mehr Affinität und auch Kompromissbereitschaft, um diese Stoffe machen zu können, da, um dann eben auch mit Marvel zu funktionieren und das eben.

Arne:
[1:12:12] Dass jemand wie James Gunn es wichtiger findet, das überhaupt zu machen, als es 100% wie er selbst zu machen oder auf der Art und Weise, wie Marvel das macht, auch in irgendeiner Form resoniert. Ich habe immer so die Theorie, diejenigen, die schon ein sehr, sehr beschriebenes Blatt sind, wenn sie dann zu Marvel kommen, die können sehr schwer mit Marvel arbeiten. Und diejenigen, die noch formbar sind, die lassen sich entweder sehr gut formen und bleiben dann lange an Bord oder, naja, formen so ein bisschen und das funktioniert nicht und dann holen sie sich halt die Nächsten. Ich meine, keine Ahnung, da kommen noch Namen wie Taika Waititi und so weiter irgendwann auf uns zu. Keine Ahnung, wie viel von sich der da in einen Marvel-Film packen durfte und wie viel Marvel-Formel dem Film dann den Taika Waititi austreibt. Also das bin ich tatsächlich, nachdem ich letztens den sehr alten Coming-of-Age-Film-Boy von ihm gesehen habe, der super unterhaltsam ist und super knuffig und von 2010, also lange vor allem, bin ich total gespannt drauf, was Taika Waititi da eigentlich macht. Aber das kommt alles später.

Christian:
[1:13:22] Ich glaube, auch ein sehr gutes Beispiel ist der zweite Doctor Strange, der ja von Sam Raimi gemacht wurde.

Arne:
[1:13:31] Ah, okay.

Christian:
[1:13:32] Ich glaube, da wirst du dann auch, also da kannst du das Notizbuch irgendwie holen und da kannst du so Leonardo DiCaprio-Meme nachspielen und immer auf dem Fernseher zeigen, wo du sagst, das ist Sam Raimi. Die Szene, hier Sam Raimi und dann, ah, wieder Action, okay, Effektfeuerwerk, Sam Raimi. Du kannst jederzeit sagen, welche Szene von ihm und welche nicht von ihm gedreht wurde. Das sieht man einfach, das spürt man einfach, ja.

Christian:
[1:13:58] Genau. Dann wollte ich auch noch mal die Frage stellen, wie das Ganze, also weil wir das so ein bisschen umrissen haben, jetzt haben wir hier so eine kleinere Geschichte, jetzt haben wir hier so eine, ich weiß nicht, Randgeschichte oder Nebengeschichte, Nebenschauplatz, Sidequest, was auch immer da irgendwie die richtige Vokabel ist. Funktioniert sowas im MCU? Ist das eine Sache, die vielleicht auch für, also eine Lektion fürs Genre, die wir hier aus diesem Film irgendwie ziehen können, die der Genre da rausziehen kann, dieses, Also selber mal so ein paar Stufen aufzumachen und zu sagen, okay, wir haben halt, das Maximum ist halt irgendwie ein Avengers-Film in Sachen Aufwand, in Sachen Universumsbedrohung, in Sachen Puzzlestücke für die nächsten 20 Filme. Das ist, glaube ich, so das größte irgendwie Vehikel, was wir auch im MCU haben. Und jetzt haben wir eigentlich so, glaube ich, den kleinsten Kandidaten jetzt nicht nur wegen der Figur, sondern eben auch weil es so losgelöst ist und weil es, wie du sagst, sich einfach nur eine Geschichte oder mehrere Figuren und da so darauf konzentriert. Ist das eine Sache, die funktioniert oder die überhaupt nicht funktioniert, weil sie dem Universum nicht mehr viel bei, also wie stehst du dazu? Was nimmst du da an Lektion heraus.

Arne:
[1:15:19] Ich habe es ja im Grunde vorhin schon so mehr oder weniger beantwortet. Also für mich funktioniert das vielleicht sogar besser als alles andere, weil ich eben in so einem Universum nicht, ausschließlich The Road to Thanos suche, sondern weil ich eben finde, dass ein Universum eben sich auch durch Vielschichtigkeit und unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Schauplätze und auch, das ist eben auch ganz wichtig, einen ganz unterschiedlichen Scope in einzelnen Segmenten dieses Universums dann auch auszeichnet. Und da gehört das Kleine sicherlich auch so wie das Große zu. Aber ich finde, das Kleine ist eigentlich das, was im Grunde so wirklich das Fleisch an den Knochen bringt. Weil da hat man eben auch mal die Zeit, die Muße oder vielleicht weniger Zwang und kann einfach auch mal so eine Welt ein bisschen atmen lassen. Also insofern, wie gesagt, noch mal das Statement von vorhin. Ich würde mir sowas viel mehr wünschen also ich träume nicht oder beziehungsweise ich bin nicht in der Hoffnung, dass es auch wirklich kommt aber wenn es da mehr von gegeben hätte, wäre das vielleicht insgesamt auch viel mehr mein Ding gewesen.

Christian:
[1:16:28] Also ein Plädoyer für verschiedene Größenordnungen.

Arne:
[1:16:33] Ja, auf jeden Fall, auf jeden Fall. Also ich bin, glaube ich, die größte Kritik, die ich am modernen Hollywood habe, dass alles immer viel zu groß ist. Und ja, insofern kann ich das sehr gut heißen, mal einfach kleinere, irgendwie ja auch persönlichere Geschichten, zumindest mit persönlicherer Motivation. Und ja, eben, klar, der Willen faselt auch von, er hat hier die War Attack, die alles verändern wird und Pym ist paranoid und sagt, World turns to shit, wenn er das alles macht, aber es fühlt sich natürlich anders an als eine Ultron-Bedrohung, die wir jetzt vor ein paar Episoden hatten oder so. Also, ich bin da sehr positiv gestimmt.

Christian:
[1:17:17] Ich auch und das ist ja dann wieder das Spannende in unserem Format. Wir reden über einen Film aus dem Jahr 2015 im Jahr 2026 und jetzt ist irgendwie vor ein paar Tagen der erste Teaser zu dem Clayface-Film, der ja jetzt im DCU spielt. Und das ist so, also der sieht total krass gut aus, dieser Film, weil das halt echt ein, glaube ich, richtig ekliger Body Horror einfach wird. Da ist nichts mit irgendwie Batman und, weißt du, die Welt geht unter und muss gestoppt werden, sondern das sieht halt einfach nach einem richtig fiesen Horrorfilm aus. Also ich habe da schon echt so ein paar Shots gesehen, die mich echt so ein bisschen geekelt haben, wo ich aber dachte, cool, weil das ist halt genau das, was also elf Jahre später könnte das vielleicht, weil das eine absolut andere Geschichte werden könnte. Ich habe ihn ja auch noch nicht gesehen, aber vielleicht macht James Gunn da drüben im DCU so, hat ein paar Lektionen übernommen, aber ich glaube Marvel wird das, also werden wir mal sehen so im Laufe des MCUs, ich kann mich aber nicht so wirklich daran erinnern, dass wir dieses... Wie du sagst, diesen wandelnden Scope irgendwie noch so sehr bekommen.

Christian:
[1:18:35] Wie das hier eigentlich so ein Versprechen irgendwie auch sein könnte oder ein Potenzial zumindest, was da drin schlummert. Und das ist dann auch der letzte Punkt zu dieser Genre-Bedeutung. Haben wir jetzt noch nicht so direkt besprochen. Aber hier, finde ich, zeigt sich auch, was für ein totaler Quatsch diese Bedeutung.

Christian:
[1:18:56] Dieser Schnack in Phasen irgendwie ist im MCU. Das hat sich irgendwie auch so verselbstständigt, so wie ich das mal irgendwie verstanden habe. War das ein interner Begriff, der glaube ich benutzt wurde, weil Marvel sich da jedes Jahr irgendwo in irgendeiner Summer Location irgendwie für drei Wochen einsperrt und dann die Flipcharts auspackt und halt die nächsten paar Jahre MCU vorplant. Und dann spricht man halt von Phasen. Dann ist Phase 1 und Phase 2 und Phase 3 und dann passiert dies und das und der Film kommt aber dann in Phase 3, weil das ist dann der Anfang für den Weg zum Ende, bla bla bla. Also wir sind jetzt im Jahr 2026, ich kann ja schon gar nicht mehr sagen, in welcher Phase wir gerade sind im MCU. Es ist aber auch völlig egal geworden. In der ersten Phase mit dem ersten Avengers war das ja auch noch so ein Argument irgendwie. So ein, also auch in Vorbereitung auf den Film irgendwie, das hat sich, was wir auch besprochen hatten, das hat sich ja wirklich wie nach einem, wie nach einer Errungenschaft angefühlt und zu sagen, und jetzt endet hier eine Phase, damit mit dem nächsten Film die nächste aufgehen kann, hat alle so ein bisschen durchatmen lassen können. Jetzt haben wir aber irgendwie Ant-Man als Abschluss der Phase 2 und ich frage dich, merkst du das? Hat das irgendwas Ich hätte das jetzt nicht mal gewusst.

Arne:
[1:20:16] Dass der dazu gezählt wird, weil ich, also aus dieser Logik, die du gerade beschrieben hast, Phase One und das große Finale der Phase One ist Avengers, habe ich für mich ganz automatisch abgeleitet, ja die Phase baut sozusagen halt immer auf, was dann im großen Ensemble-Film als Finale eingelöst wird, so und das dachte ich halt immer und das ist für mich dann im Grunde mit Civil War schon in sich zusammengekracht, weil wie vorhin gesagt, Civil War ist für mich Avengers 2.5. Da fehlt nicht mehr Film, dass das eigentlich ein Avengers-Film ist. Und da frage ich mich dann, wozu braucht man das denn überhaupt? Also ich hätte halt eben gedacht, dass man sozusagen so für... Jede dieser Phasen, also ich meine in der ersten, das war dann so mehr oder weniger die Origin-Phase, wir kriegen die Einzelheld-Werdung und wir kriegen eben auch die Avengers als Team, die dann entstehen. In der zweiten kann man sich dann auch schon fragen, wie sehr bereiten eigentlich die Solo-Filme das vor, was in Age of Ultron passiert. Sind ja dann auch immer nur noch so kleinere Referenzen und vielleicht so gewisse Charakter-Arcs, die sich so ein bisschen weiterziehen, aber keine Ahnung, ich hätte so gedacht, dieses Solo-Filme kommen und irgendwann dann so ein Avengers hinten dran und dann ist die Phase vorbei, das würde Sinn machen, aber dass das hier das Ende von Phase 2 ist, what?

Christian:
[1:21:37] Ja und das haben auch damals schon alle irgendwie gefragt und das meine ich halt, das ist halt total irrelevant. Also ob das jetzt nun der Start der nächsten Phase oder das Ende der vorherigen ist jetzt an dieser Stelle mit diesem Film völlig egal, weil ja, dieses, diese Faserei zerfasert sich, oder so.

Arne:
[1:21:58] Ja. Also ich würde sagen, bei mir ist die Phase von, ich merke, ich bin ganz schön platt in die Phase von, Ich funktioniere ganz gut und wundere mich darüber in die Phase von, das Gehen wird stärker und mein Widerstand wird krasser und jetzt geht meine Phase 4 los von, die Sparflamme kann ich noch kurz am Lodern halten, aber dann ist Sense.

Christian:
[1:22:20] Pass auf.

Arne:
[1:22:20] Ich habe dem nichts mehr hinzuzufügen, du hast wahrscheinlich noch so ein bisschen Moderation, lass uns mal raus aus der Nummer.

Cast & Crew im weiteren Genre

Christian:
[1:22:27] Machen wir mit zwei Sachen, ich habe noch eine kleine Randnotiz, ich versuche Cast und Crew ja aus dem Genre noch weiter zu verorten. Wer spielt hier mit und hat später oder vorher schon in irgendwelchen anderen Superhelden-Geschichten mitgespielt? Wir haben, es wird schwierig den Namen auszusprechen, David Destmelchian heißt er, glaube ich. Destmelchian. Das ist der Hacker-Dude hier in der Truppe um Scott Lang. Der hat in Dark Knight mitgespielt. Da war einer der etwas prominenteren Schergen vom Joker. Und später bei The Suicide Squad spielte er den Polka-Dot-Man. Der hier jetzt bei Marvel ist und Judy Greer hat in Guardians of the Galaxy Vol. 3, also später nochmal die Stimme von Warpik gesprochen, also auch Marvel, aber irgendwie nochmal ein bisschen anders eingesetzt.

Nächste Sendung: Fant4stic [2015]

Christian:
[1:23:19] Das nur als zwei Randnotizen und dann müssen wir ja auch noch erwähnen, was wir in der nächsten Sendung besprechen und ich freue mich sehr drauf, ich freue mich so sehr drauf. Es ist ein bisschen Schadenfreude, es ist vielleicht auch ein bisschen sadistisch, aber wir werden in der nächsten Sendung glaube ich den Bodensatz noch mal ein Stück tiefer in den Keller drücken müssen. So generell fürs Genre. Wir besprechen nämlich den fantastischen, den großartigen Fant4Stick.

Arne:
[1:23:53] Fan-Four-Stick.

Christian:
[1:23:55] Oder auch Fantastic Four, aber dieses Josh Trank Karriere-Selbst-Demontage-Ding aus dem Jahr 2015. Das wird so großartig, dass du, also wenn du ihn guckst, achte einfach mal auf die blonde Perücke von Kate Mara ist das, glaube ich. Ich meinte ja schon vorhin, auch da kannst du auf dem Fernseher zeigen und du wirst sehen können, wo die Nachdrehs sind. Keine Perücke, Perücke. Keine Perücke. Perücke. Großartig. Wirklich großartig. Und ja, es wird wehtun. Es tut mir im Vorfeld schon ein bisschen leid, dass wir den besprechen, aber ich glaube, das könnte eine sehr gute Sendung werden.

Arne:
[1:24:35] Und wir werden sehen. Mann, gut, dass ich den Film mal gebraucht irgendwo für den Euro hab liegen sehen und da schon gewappnet bin.

Christian:
[1:24:43] Ich wollte gerade sagen, und dann hast du liegen lassen, aber den Euro hast du dann doch geopfert.

Arne:
[1:24:47] Weißt du, ich habe ja immer in weiser Voraussicht das, was uns hier alles erwartet, Dinge, die ich unter Umständen niemals in mein Regal stellen würde, irgendwo mal mitgenommen, wenn sie mir fast geschenkt vor die Füße fielen. Ich habe dann immer gedacht, wenn das günstiger ist, als ich den in irgendeinem VOD-Leihteil für 4 Euro für 48 Stunden zu leihen, dann von mir aus auch physisch.

Christian:
[1:25:10] Ich stelle mir das jetzt gerade so ein bisschen wie beim ersten John Wick vor, dass du dann auch in den Keller gehen musst und dann irgendwie mit dem Vorschlaghammer so den Betonboden irgendwie auseinander bearbeitest, weil irgendwo da unten liegt dann vielleicht auch Deadpool, vielleicht auch Fantastic Four, vielleicht irgendwie noch so ein, weiß ich nicht, was haben wir da noch, Superman 4, also so die wirklichen Knaller im Genre.

Arne:
[1:25:34] Also ich habe gar keinen Keller, aber vielleicht werden mich Fent4Stick und Deadpool ja dazu bewegen, mit bloßen Händen einen Keller zu graben, um das dann da rein zu dumpen. Also wir werden sehen.

Christian:
[1:25:49] Ich glaube, so wird es laufen. Aber damit wir auch noch bis dahin durchhalten, sage ich an dieser Stelle vielen Dank fürs Zuhören, vielen Dank fürs Mitmachen und bis zum nächsten Mal.

Arne:
[1:25:59] Sage ich auch, bis bald. Thanks fürs Reinhören. Haut rein.

Christian:
[1:26:06] Ciao.