Superhero Unit #36 – Spider-Man 3 [2007]

Überraschung! In dieser Ausgabe geht es um Spider-Man 3 (Amazon-Link*) von Sam Raimi und aus dem Hause Sony. Eigentlich hatten wir ja Superman Returns eingeplant, aber den haben wir aus Gründen wieder aus dem Programm genommen: Bryan Singer. Mehr dazu im Podcast.

Beim Film sind uns ähnlich einig: So schlecht ist der eigentlich gar nicht. Er hätte nur viel besser sein können. Und müssen. Wieso, weshalb, warum klären wir im Gespräch.

Denkt dran, dass ihr dieses Projekt gerne unterstützen könnt! Details findet ihr hier.

In der nächsten Ausgabe besprechen wir ein etwas ungewöhnliches Double Feature. Wir greifen das Thema nämlich mit Die Super-Ex (Amazon-Link*) und Hancock (Amazon-Link*)

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  • Eric

    Lieber Arne,
    Lieber Christian,

    ich bin euch für die Thematisierung der unsäglichen Vorgänge um Bryan Singer in dieser Folge dankbar. Dennoch: Superman Returns nicht zu besprechen fühlt sich nicht richtig an.

    Die Frage nach dem Umgang mit Werken von Urhebern, die in der Vergangenheit und in der Gegenwart widerlichste Dinge anderen Menschen angetan haben und noch immer antun, ist eine schwierige und sensible Debatte. In anderer Form bin ich dieser Diskussion in zurückliegenden Uni-Seminaren das erste Mal begegnet. Wir sprachen in einem Politik-Kurs über die anstehende Semesterliteratur. Auf dem Vorschlagszettel des Dozenten fanden sich Werke des Staatsrechtlers Carl Schmitt. Einige Seminarteilnehmer bezeichneten Carl Schmitt als Nazi, der Hitler in seinen Schriften rechtfertigte und jüdische Professorenkollegen denunzierte. Andere argumentierten für die Beschäftigung mit Carl Schmitt: Für das politische Denken der Deutschen und auch der frühen Bundesrepublik sei er enorm wichtig. Wiederum andere sagten: Wer ihn verstehe, könne ihn dekonstruieren. Am Ende beschäftigen wir uns mit Carl Schmitt und seinen Texten. Ich denke das war richtig.

    Bei der damaligen Debatte hatten wir es noch vergleichsweise einfach, denn Carl Schmitt war alleiniger Urheber seiner Werke, seiner Aussagen und seines Handelns. Der Film Superman Returns hat den Regisseur Bryan Singer, aber es sind auch viele andere hundert Menschen an einem Film beteiligt. Überdies besitzt ein Kunstwerk auch ein gewisses Eigenleben, dass es unabhängig macht von seinem Schöpfer.

    Ich verstehe eure Botschaft als Statement. Menschen wie Singer dürfen einfach nicht immer weiter machen. Er muss Konsequenzen spüren. Singer muss rechtliche Konsequenzen spüren! Er sollte auch keine Filme mehr machen dürfen. Was aber ist anzufangen mit den Filmen, die er schon gemacht hat?

    Euer Statement wäre noch wirkmächtiger gewesen, wenn ihr den Film dennoch aufgerufen hättet. Die sich daraus ergebende Folge hätte eine Plattform sein können, sich noch intensiver mit den Vorwürfen gegen Singer, der Metoo-Debatte, der Entstehungsgeschichte des Films und der Frage nach den Umgang mit solchen Kunstwerken zu beschäftigten. Jetzt wirkt es im Zusammenspiel mit der Besprechung eines völlig anderen und unbedarften Filmes wie Spiderman nicht ganz vollständig.