Superhero Unit #06 (Superman IV: Die Welt am Abgrund [1987])

Podcast weiß

Mit der sechsten Ausgabe unserer Genre-Untersuchung befinden wir uns gleich doppelt am Abgrund: Superman bewahrt in Superman IV: Die Welt am Abgrund (Amazon-Link*) die Menschheit vor der nuklearen Katastrophe und reisst das Genre dabei in den Abgrund.

Der Film ist zwar alles andere als gut, aber trotzdem (oder deswegen?) ziehen wir eine Menge Gesprächsstoff aus dem Streifen. Dabei geht es vor allem um die kosmopolitische Darstellung Supermans und die veränderten Produktionsbedingungen durch den Wechsel zu Cannon Films.

In der nächsten Ausgabe beginnen wir mit Tim Burtons Batman (Amazon-Link*) ein neues Paradigma für das Genre und endlich wieder einen qualitativen Aufschwung! Wir freuen uns drauf.

Denkt dran, dass ihr dieses Projekt gerne unterstützen könnt! Details findet ihr hier.

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  • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

    Also die Theorie von dem “Freiticket” für Gene Hackman finde ich ja sehr interessant. In diesem Buch steht nur, dass ‘Cannon Films’ Hackman überzeugen konnte, bei dem Film mitzumachen, da die Salkinds nicht dabei waren:

    https://books.google.de/books?id=3z3PRjc-QGYC&pg=PT192#v=onepage&q&f=false

    Das spricht ja auch schon für sich.

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Schöner Punkt, Danke! Die Beziehung der Salkinds und den SchauspielerInnen ist für mich noch ein blinder Fleck. Ich weiß nur, dass Donner geliebt wurde und dass Kidder lautstark gegen den Rauswurf war und deshalb in Superman III so klein geschrieben wurde 😀

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Ja, die haben anscheinend nicht wirklich ein Händchen dafür gehabt soziale Kompetenz über Dollar-Gier zu stellen.

  • Jack North

    Zu Eurer/ bzw. Christians (berechtigter) Verwunderung darüber das der Film mitten im kalten Krieg diese versöhnlichen, eher demütigen Töne anschlägt: Man liest immer wieder mal, daß der TV-Film “The Day After” in Ost und West in der Politik für Aufsehen/ ein Umdenken gesorgt hat (der Film hatte auch bei der US-Bevölkerung heftige Wirkung und lief sogar 1987 im Sowjetischen Fernsehen [lt. engl. Wikipedia]). Gerade im populären Kino scheint das zu einem Sinneswandel geführt zu haben, wie hier in Superman IV und, ähem, Rocky IV.
    Da Christian ja solche Kontexte sehr interessieren, empfehle ich “The Day After” mal zu schauen, evtl. auch den TV-Film “Testament” (beide von 1983, Testament kenne ich aber nicht) und wenn ihr euch die Woche richtig versauen wollt “When the Wind Blows”, ein animierter Britischer Film von 1986. Nach Superman IV und Godzilla passt das Thema ja eventuell :)
    Des weiteren bin ich kein Riesen-Freund von Superheldenfilmen, die ich alle für einen müden Abklatsch von “Blade” halte, aber Eure Bearbeitung in Podcast-Form ist immer unterhaltsam und erhellend!

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Wow, Danke! Für solche Kommentare liebe ich euch und könnte euch küssen! 😀

      Ich hab mir über den Kalten Krieg im Film bisher viel zu wenig Gedanken gemacht. Im Rahmen meiner Masterarbeit wurde 9/11 ein Thema, über dass ich immer noch viel nachdenke. Aber die 80er sind für mich (noch ein) blinder Fleck. Kannst du das ein wenig erhellen? Hast du dich damit mal beschäftigt?

      Und Danke für das Lob! “Blade” habe ich noch nicht gesehen, aber die Superman- und Batman-Filme waren ja deutlich davor, also können die ja schon mal kein müder Abklatsch sein 😉

      • Jack North

        Ich habe mich mit dem Atomkriegsthema auch eher anekdotenhaft beschäftigt. Zuletzt als ich es nach Fukushima für eine gute Idee gehalten habe reihenweise Filme in der Richtung zu schauen…
        Bin heftigster Filmfan, auch im Medienbereich tätig, schreibe auch Skripte und Prosa (nein, da hat man noch nichts von gelesen/ gesehen) und vor dem Hintergrund sehe ich das Medium u.a. auch auf einer analytischen, abstrakten Ebene. Und die 80s sind für mich altersmäßig das erste bewusste Kinojahrzehnt – evtl. habe ich darum die Ära etwas gegenwärtiger. Und auch so etwas wie Tschernobyl… es prägt, wenn man wochenlang als Kind nicht draussen spielen darf, aus einem Grund, den man nicht real sehen oder greifen kann und der hunderte Kilometer entfernt liegt.
        Mein erster Kommentar war auch eine rein auf meiner Wahrnehmung der Abläufe beruhende Theorie, da müsste ich mich selbst weiter reinlesen. Aber ab Ende der 70s gab es eben vermehrt nuklear-kritische Filme (bspw. auch sowas eher “leichtes” wie Wargames) die dann ja auch zeitlich leicht der Annäherung von Ost und West vorausgegangen sind… die dann wieder in Filmen statt fand: Spontan fallen mir da Filme wie Red Heat ein… recht simples Buddy-Cop-Movie aber eben ein Russe und ein Ami, bzw. ein Russischer Cop der mit in den USA ermittelt und auf Augenhöhe mit dem Ami dargestellt wird; war auch die erste US-Produktion, die auf dem Roten Platz drehen durfte.
        Und das scheint mir dann doch eine gespiegelte Situation zu 9/11 zu sein, wo erst das politisch umwälzende Ereignis kam und dann der zunehmende Reaktionismus der Politik sich im populären Film niedergeschlagen hat. Bzw. erst die “Ohnmachts-Phase” (War of the Worlds/ World Trade Center), dann der Reaktionismus. Indirekter auch im Aufkommen von Filmen wie “American Sniper” oder “Lone Survivor”, behaupte ich mal frech.

        Doch, Blade ist so geil, daß er retroaktiv alle anderen Comic-Verfilmungen degradiert 😉
        Bin mal gespannt was ihr zum 89er-Batman sagt :)

        • http://www.enoughtalk.de jacker

          BLADE ownt alles. Selbst kleine Momente aus dem Film gehören zu meinen all-Time Lieblingsszenen (z.B. wie Frost im Archiv mit Kopfhörern sitzt und Photek hört). Hab den bestimmt über 10 Mal gesehen – aber auch über 10 Jahre nicht mehr. Spannung. Gleiches gilt für BATMAN, den ich auch gut in Erinnerung hab.

        • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

          Yipp, ich bin halt durch die Ereignisse von 9/11 ähnlich geprägt wie du durch Tschernobyl. Vielleicht sollten wir uns dazu mal drüben in der Second Unit in einem Podcast unterhalten 😉

          • http://www.enoughtalk.de jacker

            Das globale Trauma, welches 9/11 auslöste, kann man auch nicht wegdiskutieren. Ich würde behaupten, dass es für Großteile der Menschen, die das miterlebt haben einer (wenn nicht der) Tag/e aus ihrem Leben ist, an den sie sich noch am stärksten erinnern können.

          • Jack North

            Ich würde sagen 9/11 hat mich ebenfalls stärker geprägt. Aber anders. Ist auch nur eingeschränkt vergleichbar würde ich sagen.
            Podcast… hmm. *überleg* Hmmmm… könnten wir mal erörtern, ob und wie usw.

          • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

            Schreib mir einfach eine Mail an secondunitpodcast ÄT gmail PUNKT com, dann können wir das in Ruhe erörtern :)

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Hey, mich interessiert sowas auch (nicht nur Christian) 😛

      THE DAY AFTER hat es auch tatsächlich in sich – jetzt wo du es sagst, hatte ich von dessen prägendem Einfluss auch schon gehört.

      Und danke für das Lob!

  • Filmventilatorenbursche

    Wann kommt die neue Folge?

    • http://www.secondunit-podcast.de/ Christian

      Morgen :)