Superhero Unit #08 – Captain America (1990)

Podcast weiß

Nach dem grandiosen Batman von Tim Burton gibt es in dieser Ausgabe eher eine Bauchlandung. Das Jahr 1990 war weitaus weniger gut zu Captain America (Amazon-Link*) als das neue Jahrtausend.

Wer Lust auf aktuelle Superhelden-Besprechungen hat, schaut die Tage mal in den Feed der Second Unit, dem großen Dachprojekt dieses Podcasts. Dort wird es die Tage nämlich eine Episode zu Suicide Squad (Amazon-Link*) geben.

Unsere Diskussion konzentriert sich vor allem drauf, wie egal und überflüssig dieser Film hier ist. Klar, wir finden auch nette Ideen, lustige Spitzen und witzige Momente. Im Großen und Ganzen ist das Ding aber echt ziemlich überflüssig. Sogar so sehr, dass wir den Film schlussendlich sogar (vorerst) aus dem Kanon werfen!

Nächsten Monat gibt es gleich eine doppelte Premiere: Wir reden zum ersten Mal über einen Superhelden ohne Comic-Grundlage. Außerdem stammt Darkman (Amazon-Link*) aus dem kreativen Kopf von Sam Raimi, der uns später als Großmeister der Spider-Man-Filme begegnen wird.

Denkt dran, dass ihr dieses Projekt gerne unterstützen könnt! Details findet ihr hier.

*Amazon-Partner-Links: Über diese Links gekaufte Artikel werfen einen kleinen Obolus für uns ab. Für euch ändert sich nichts, schon gar nicht der Kaufpreis. Wir bedanken uns im Namen unserer Kaffee-Kasse.

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  • Deekin

    Man kann dieses Mal ganz gut hören, dass euch der Film so ziemlich zu schaffen gemacht hat. Ich kann euch in dieser Hinsicht schon mal vorwarnen, dass euch mit der ersten “Fantastic Four”-Verfilmung wahrscheinlich ein ähnliches Erlebnis bevorsteht (wobei ich als Trashfan sagen muss, dass die Kampfszenen gegen Dooms Schergen in diesem Streifen pure Filmmagie sind).

    Ich habe mir wegen dieser Episode auch endlich einmal vorgenommen, mir den ersten “Captain America” einmal anzuschauen. Bei den Opening Credits musste ich dann mit Schock feststellen, dass dieser Film von Albert Pyun ist. Wahrscheinlich seid ihr mit dem Regisseur relativ unvertraut. Ich und Tamino haben uns bereits insgesamt 7 Werke aus seiner umfangreichen Filmographie angeschaut und auch wenn es darunter einige Perlen gab (Cyborg, Nemesis III und Cyborg Warriors), so ist es relativ selten, dass einer seiner Filme ohne mindestens 20-30 Minuten purer Langeweile auskommt oder aber Dialoge enthält, die monoton und hölzern ewig um ein völlig belangloses Thema herummeandern. Insofern wundert es mich nicht, dass auch dieser “Captain America” sich durch einen nicht vorhandenen Spannungsbogen und völlig belanglose Gesprächsszenen auszeichnet. Zwar kommt dieser Film deutlich dem näher, was man als einen konventionellen Unterhaltungsfilm bezeichnen könnte, als das andere Pyun-Filme tun, allerdings schadet es dem Erlebnis mehr, als dass es geholfen hätte. Ich gehe hier überwiegend mit eurer Meinung konform, was den Film angeht. Insbesondere der Hauptdarsteller war ein riesiges Vakuum, welches einen Großteil der Schaufreude absorbierte. Die netten kleinen Ideen, die Jacker angesprochen hat (insbesondere die Szene im Auto) fand ich ebenfalls sehr gelungen, wenn es auch nur vereinzelte Lichtmomente waren. Als Fan von filmischen Blödsinn hatte ich wahrscheinlich noch ein wenig mehr Freude in einigen Szenen. So etwa musste ich sehr lachen bei dem ‘Punch’-Geräusch, welches man hörte, als Cap die Hand des Präsidenten im freien Fall ergriffen hat. Einige der Pyun-typischen Editing-Elemente sorgten auch hier und da für Heiterkeit. Lustig war auch, dass der Helm von Captain America neben den Flügeln auch Latex-Ohren hatte, anstand ein Loch für die Ohren des Hauptdarstellers zu lassen. Dinge wie diese munterten mich nach einigen ermüdenden Szenen wieder auf.

    Ich kann an dieser Stelle auch einfach mal auf die “Best of the Worst”-Diskussion zu Supergirl, Fantastic Four und Captain America von RedLetterMedia verweisen, falls ihr diese noch nicht kennt:

    https://www.youtube.com/watch?v=d-O_RzwrZPw

    Auf eure nächste Episode zu “Darkman” bin ich sehr gespannt. Ich persönlich bin mit diesem Film seit meiner Jugend aufgewachsen und habe seit meiner letzten Sichtung vor ein paar Monaten noch immer einen Softspot für diesen Streifen. (Ich empfehle mich auch gerne als Gast, solltet ihr Bedarf haben)

    • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

      Ich bin ein großer Fan von RedLetterMedia, aber das Video hatte ich verpasst. Es war mir vollkommen neu, dass der Hauptdarsteller Matt Salinger der Sohn von J. D. Salinger (Autor von ‘The Catcher in the Rye’) ist! Das war wahrscheinlich auch das Einzige, was ihm zu irgendwas qualifiziert hat.

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Das Video werd ich mir mal genehmigen, wenn wir den FF dann auch gesehen und besprochen haben. Bin sehr gespannt, was mich da erwartet 😉

      Zum Regisseur und der “Trashqualität” – leider kam hier in der Richtung nichts wirklich zum tragen. Ihr seid da sicher auch anders gepolt, denn z.B. SUPERMAN IV, den ihr ja hysterisch gefiert habt (oder?), gab mir weder auf der Ebene von echter Qualität, noch auf einer “so bad it’s good”-Schiene was. Brauche wohl die volle Dröhnung, da muss es schon ein SAMURAI COP sein..

      • Deekin

        Naja, gefeiert ist wohl etwas übertrieben, aber wir hatten schon unseren Spaß :D!

        • http://www.enoughtalk.de jacker

          Na gut. Tamino vermittelt manchmal den Eindruck, dass ihr bei euren Trash-Sessions 3h am Stück mit Atemnot auf dem Boden herumkugelt 😀

  • http://mateschrank.wordpress.com/ Dave vom Mateschrank

    Ihr habt euch ja gefragt, ob der Film schon vor dem Mauerfall geplant war und ja, das war er. Das Projekt befand sich schon seit Mitte der 1980er Jahre in der Produktion und Stephen Tolkin, der laut Ronny Cox das beste Skript schrieb, welches Cox jemals gelesen hat, kam 1987 an Bord.

    http://originalvidjunkie.blogspot.de/2011/07/never-got-made-files-66-cannons-captain.html?zx=709338bb1b6ec589

    Menahem Golan verließ Cannon Films und nahm das Projekt als Teil der Scheidung zu seiner neuen Firma mit. Produziert wurde der Film dann von Marvel und von Jadran Film, einer kroatisch-jugoslawischen Firma (die Dreharbeiten fanden vor dem Beginn der Jugoslawienkriege der 1990er Jahre in Slowenien statt). Das fand ich besonders interessant bei der Produktionsgeschichte des Films.

    Aber sonst war es wieder ein schöner Podcast – auch wenn man eure Unlust durchaus raushört 😉

    • http://www.enoughtalk.de jacker

      Danke für den Link, interessante Entstehungsgeschichte!

      Allerdings kann ich nicht recht nachvollziehen, wie das hier das beste Skript überhaupt gewesen sein kann 😀 Was müssen denn Winner und Hey da vorher für einen Gurkensalat zusammen getippt haben 😀